KulturBegegnungen erscheinen zum 34. Mal

Zuversicht

Druckfrisch, die 34. Ausgabe unserer Printausgabe mit dem Titel „Zuversicht“. Foto: MZ

Neuerscheinung der KulturBegegnungen

Die 34. Ausgabe der KulturBegegnungen ist erschienen, wieder unter erschwerten Bedingungen und wieder mit geringerer Auflage. Aber das Redaktionsteam will Zeichen setzen, Zeichen der Zuversicht.

Welches Titelthema passt besser in unsere Zeit als „Zuversicht“? So dachten wir, als wir im Juli die Inhalte der Zeitung planten und im Sommer die Geschichten schrieben. Noch zu Redaktionsschluss im September sah alles auch recht zuversichtlich aus, aber im Oktober in der Korrekturphase ahnten wir schon, dass es ein zweites Aus auch für die Kultur geben könnte. Kurz vor Druckfreigabe dann die Gewissheit. In Windeseile gestalteten wir die Veranstaltungstipps um zur Vorstellung von Veranstaltern. Aber eine Frage blieb:

Zeichen für Kulturschaffende setzen

Würden wir der aktuellen Situation der Kulturschaffenden noch gerecht werden, wenn wir Zuversicht predigen? Müssen wir nicht mehr tun? Ja, wir müssen. Wir sind dabei mit Hilfe von Landrat Olaf von Löwis einen offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder zu schreiben, in dem wir ihn bitten, ein Zeichen für die Kulturschaffenden zu setzen. Es geht nicht nur um materielle Unterstützung, sondern vor allem um Wertschätzung.

noma und Markus Bogner
Renaldo und Diana Scola gründeten „noma“, ihr Unterstützer ist Markus Bogner vom Boarhof in Holz. Foto: Petra Kurbjuhn

Und so will KulturVison e.V. gemäß seiner Satzung zur Förderung der Kultur in unterschiedlichem Maße tätig sein. In unseren beiden Medien wollen wir Ihnen die reiche Kulturszene und aktuelle Geschehnisse präsentieren, aber wir wollen auch praktisch tätig werden.

Susanne Breit-Kessler im Interview

Die jetzt erschienene 34. Ausgabe unserer Zeitung führt unsere Strategie des „Trotzdem“, die wir in der 33. Ausgabe im Mai begannen, weiter. Wir konnten Susanne Breit-Kessler zu einem Interview für die Titelseite gewinnen und trafen uns mit ihr auf Abstand in München. Die emeritierte evangelische Regionalbischöfin hatte im März bereits intuitiv erfasst, dass uns Corona nicht nur Wochen, sondern Monate, vielleicht Jahre beschäftigen wird und dass wir dafür „Zuversicht“ brauchen.

Werner Härtl
Der Kuhmistmaler Werner Härtl. Foto: Karin Sommer

Wir brauchen aber nicht nur Zuversicht, sondern ebenso Vorsicht, Geduld und die Bereitschaft, Einschränkungen auf uns zu nehmen. Leichtsinnigkeit und das Pochen auf die persönliche Freiheit sind meiner Meinung nach jetzt nicht gefragt, sondern Rücksicht und Mitgefühl, Dankbarkeit für das, was wir haben.

Zuversicht und Sorge

Zuversicht haben Diana und Renaldo Scola, die mit ihrer Initiative „noma“ die Direktvermarktung guter Lebensmittel in der Region bündeln wollen, ganz im Sinne von „Hansalim“, der koreanischen Genossenschaft aus dem Film „Zeit für Utopien“. Dazu passt die Geschichte über das Restaurant „Manuelis“, das auf Regionalität schwört. Zuversicht, aber auch Sorge klingt in unseren Interviews mit Kulturschaffenden an, die wir im April, Juli und September zur Frage führten, wie Corona ihre Arbeit beeinflusse.

Susanne Zahn
Restauratorin Susanne Zahn. Foto: Petra Kurbjuhn

Sie finden darüber hinaus in der Zeitung Porträts der Malerin Sabine Kühner, des Malers Werner Härtl, des Fotografen Brian McClatchy und der Stiftung von Brigitte Siebeneichler. Mit den beiden Beiträgen über die Historie Bad Wiessees und die Max-Mannheimer-Kulturtage wollen wir etwas zur Gedenkkultur beitragen. Die Welt des Berggeistes „Slyrus“ beschreibt Autor Bernhard Hofmann, Susanne Zahn indes ist in ihrer Restaurationswerkstatt sehr praktisch unterwegs. Aus der Praxis ziehen „Kraut und Ruam“ ihre Ideen für ihre Theaterstücke und Heiner Oberhorner erzählt aus seiner musikalischen Praxis.

Karlheiz Geißler
Professor Karlheimz Geißler forscht zum Thema Zeit. Foto: Petra Kurbjuhn

Über das Phänomen der Zeit forscht Karlheinz Geißler und BR-Moderator Stefan Scheider hat ein Buch über Elisabeth Leutheusser von Quistorp, Hausdame bei drei Bundeskanzlern, geschrieben. Natürlich gibt es wieder eine Doppelseite zur Jugendkultur. Hier lesen sie Porträts der Tänzerin Anima Henn, dreier junger Nachwuchsmusiker, des Jungunternehmers Valentin Weimer und des Kindermusiktheaters von Andreas Haas.

Bei Kanzlers
BR-Moderator Stefan scheider hat ein Buch über Elisabeth Leutheusser von Quistorp geschrieben: „Bei Kanzlers“. Foto: Stefan Scheider

Um etwas zum kulturellen Leben der Region beizutragen starteten wir selbst zwei Initiativen. Zum einen das Projekt „Dokurona“, das dokumentieren sollte, was Corona mit uns macht. Unserem Aufruf folgten 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit zahlreichen Beiträgen, die auf einer eigenen Webseite zusammengefasst sind. Zum anderen gestalteten wir gemeinsam mit KulturValley und der Kulturbühne im Oberland die Virtuelle Kulturbühne, die immer sonntags um 11 Uhr zur Matinee einlud. Der plötzliche Tod von Rolf Brandthaus beendete dieses Projekt. Der Gründer der Kulturwerkstatt Oberland hinterlässt eine große Lücke im kulturellen Geschehen des Landkreises, aber auch den Auftrag, in seinem Sinne weiterzumachen, mit Zuversicht.

Lesetipp: 33. Ausgabe der KulturBegegnungen „Wahrheit“

Da Gastronomie, Hotels und Veranstalter geschlossen haben, ist auch dieses Mal die Verteilung der KulturBegegnungen nicht einfach, weshalb wir auch in geringerer Auflage gedruckt haben. In Holzkirchen gibt es die gemeinsamen Kästen mit dem KULTUR im Oberbräu und auch der Waitzinger Keller in Miesbach legt die Zeitung aus. Wir beliefern die Rathäuser, Touristinfos und Bankfilialen. Ideen, wie und wo wir die Zeitung auslegen können, sind herzlich willkommen.

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