21.05.2026, 18:30 Uhr, Jagerhaus - Heimatmuseum, Gmund
Skulpturen aus Papier und textilem Material
Zur Einführung findet ein Künstlerinnengespräch mit Heike Schaefer und der Journalistin und Autorin Gisela M. Freisinger statt.
Heike Schaefer arbeitet am liebsten mit Papier und textilem Material. In ihren biomorphen Skulpturen verbindet sie die Formensprache der Natur mit mathematischen Gestaltungsprinzipien, ihre Arbeiten sind in mehrfacher Weise durchschaubar: einmal durch das verwendete Material wie beispielsweise Wellpappe mit ihrer gitterartigen Struktur und dann durch die Ablesbarkeit des Aufbaus.
Das maschinell hergestellte Papier und textile Material wird durch ihre Arbeit transformiert, die ursprünglichen Rohmaterialien Holz und Pflanzenfasern werden zurückverwandelt in einen neuen Zustand von Lebendigkeit. Ihre Skulpturen sind Erfindungen parallel zur Natur, keine Nachahmung der Natur. Manchmal muten sie an wie Fundstücke.
Für ihre künstlerische Entwicklung war zuerst die intensive Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur während des Studiums der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München entscheidend und dann vor allem zwei Arbeitsaufenthalte in Indien: die Teilnahme an einem Bildhauersymposium in Gwalior in Nordindien und einer Residency for Artists in Mumbai, veranstaltet von Tina Ambani und ihrer Harmony Art Foundation.
Heike Schaefer hat an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen und wurde unter anderem mit dem Botho-Graef-Kunstpreis der Stadt Jena und dem Kunstpreis der Stadt Augsburg ausgezeichnet. Sie lebt in Starnberg und arbeitet in ihrem Atelier in München.
