26.07.2026, 12:00 Uhr, Markus Wasmeier Freilichtmuseum, Schliersee
Der Original Wiener Praterkasperl kommt an den Schliersee
Ende Juli geht das Kasperltheater-Festival im Markus Wasmeier Freilichtmuseum in seine 11. Auflage. Highlight in diesem Jahr: der Original Wiener Praterkasperl, der wie vier weitere Puppenbühnen dem Kasperl in Schliersee die große Bühne bereiten wird. Mit seiner Teilnahme am 11. Kasperltheater-Festival erweist der Original Wiener Praterkasperl dem Markus Wasmeier Freilichtmuseum eine große Ehre, ist er doch eine weit über Österreich hinaus bekannte Institution. In der österreichischen Bundeshauptstadt bereiten Thomas Ettl und Elis Veit im berühmten Wiener Prater schon seit 1988 im Wursteltheater am Wurstelplatz dem Kasperl oder Wurstel die Bühne. Nun packen sie ihre mobile Bühne in ihren Tourbus und reisen Ende Juli zum Kasperltheater-Festival an den Schliersee.
Hausherr Markus Wasmeier freut sich sehr über diesen Besuch: „Wir hatten ja schon mehrere Bühnen aus Österreich bei unserem internationalen Festival zu Gast, aber noch nie einen so berühmten Gast wie den Praterkasperl! Das freut uns riesig und ich bin schon ganz gespannt darauf, ihn kennenzulernen!“ Auch der begeisterte Kasperlfan Gerhard Polt hat daran seine Freude und ist wieder Schirmherr der Veranstaltung – wie jedes Jahr seit 2016.
Damals trafen sich zum ersten Mal fünf Kasperlbühnen im Wasmeier Museum. 32 verschiedene Puppenbühnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien haben sich seither bei zehn Festivals dem Publikum präsentiert. Beim elften Festival sind nun zwei von fünf Bühnen neu dabei und die Kasperlfans können bei insgesamt fünf Vorstellungen mit ihrem Helden mitfiebern.
Buntes Programm
Los geht es am 26. Juli 2026 um 11:00 Uhr mit Zirbelzunder aus München, die schon beim allerersten Festival mit dabei waren. In ihrem Stück spielt der Räuber Zirbelzunder, von dem die Bühne ihren Namen hat, eine wichtige Rolle.
Danach kämpft um 12:00 Uhr der Kasper um einen Eierkuchen, den er sich eigentlich für den Nachmittag aufheben wollte. Ihn der Hand hat ihn Cornelia Fritzsche aus Dresden, die andernorts mit ihrer Figur „Ursula von Rätin“ auch rattenscharfes Entertainment für Erwachsene anbietet.
Beim Auftritt des Praterkasperls um 13.30 Uhr dreht sich dann alles um Mützen: Dass man den Kasperl an seiner bunten Zipfelmütze erkennt, das weiß doch jedes Kind. Was aber passiert, wenn ein Bösewicht die Zipfelmütze aufsetzt und sich als Kasperl ausgibt? Und ist jemand ein Polizist, nur weil er eine Uniformkappe trägt, und ist jemand mit einer Krone auf dem Kopf auch immer ein echter König?
Auf den Praterkasperl folgt der Regenbogenkasperl aus Maisach, wo Alice Nüßl die „Villa Zirngibl“ als Kulturhof betreibt. In ihrem Stück um 14:45 Uhr hat die Großmutter ein echtes Problem, ist doch der Tortenräuber hinter ihrem Guglhupf her.
Zum Schluss hat dann bei Kasperls Spuikastl, der Hausbühne des Wasmeier Museums, um 15:45 Uhr der Teufel ein Problem mit dem Kuchenmonster: Es macht einfach nicht das, was er sich als sein Schöpfer vorgestellt hat.
Eine kleine Ausstellung historischer Handpuppen rundet die Veranstaltung ab und ist den ganzen Tag zu besichtigen. Mit diesen Figuren war in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg ein Puppenspieler aus Bayrischzell unterwegs. Gebaut wurden die eindrucksvollen Handpuppen größtenteils von Fritz Herbert Bross und Else Hecht.
Mit diesem bunten Programm will das Festival auch heuer wieder den Kasperl als Handpuppe in seiner ganzen Bandbreite und Vielfalt auf der Bühne lebendig werden lassen. Die Dialoge sind natürlich live gesprochen. Alle Stücke eignen sich für kleine und große Leute ab 3 Jahren. Die Vorstellungen dauern zwischen 30 und 45 Minuten. Kinder unter 4 Jahren sollten sie in Begleitung Erwachsener besuchen. Natürlich sind auch erwachsene Kasperlfans ohne Kinder herzlich willkommen.
