Beste Miaschburger im Oberland

Wirkstatt-Anders wachsen

Links Organisatoren mit Anschi Hacklinger (l.), Moderatorin Elisabeth Dasch (2.v.l.) und Jury, rechts die Köche. Die Sieger in der 1. Reihe. Eigentlich hätten alle Teilnehmer einen Preis verdient. Foto: Petra Kurbjuhn

Aktionstag der Wirkstatt-Anders wachsen in Weyarn

Großes Publikumsinteresse konnte am Sonntag die Wirkstatt – Anders wachsen bei ihrem Aktionstag in der WeyHalla im Rahmen des Klimafrühlings Oberland verbuchen. Interessierte informierten sich bei prächtigem Wetter an den zahlreichen Ständen, im Mittelpunkt stand die Prämierung des Miaschburgers.

13 Kochkünstler hatten sich für den Wettbewerb gemeldet, eine vegetarische Alternative zur Leberkässemmel oder dem üblichen Burger zu kreieren. Klimafreundlich essen, dieses Motto hatte die Wirkstatt im Verbund mit dem Katholischen Pfarrverband Miesbach zu Beginn der Fastenzeit ausgerufen. Und unter dieser Prämisse sollte auch der Miaschburger stehen.

Lesetipp: „Klimafreundlich essen!“, Miaschburger und mehr

Regionale und saisonale Zutaten ohne Fleisch, dafür mit Ideen für Geschmack und Optik, so stellte Wirkstatt-Initiatorin Anschi Hacklinger die Anforderungen vor. Die Teilnehmer hatten es nicht leicht, der Platz für die finale Herrichtung der Burger war begrenzt, denn mit so vielen Interessenten hatten die Veranstalter nicht gerechnet.

Wirkstatt - Anders wachsen
13 vegetarische Burger im Wettbewerb. Foto: Petra Kurbjuhn

Das Ergebnis aber war sehenswert. Auf großen Holzbrettern wurden, begleitet von Musik, die 13 Miaschburger hereingetragen. Zunächst musste die Jury die Optik bewerten. Landrat Wolfgang Rzehak, Bürgermeister Leo Wöhr, Theresia Dennhöfer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bernhard Wolf von „macht Sinn“ in Gmund, Julian Dürr vom Arbeitskreis Jugend der Gemeinde Weyarn und ich selbst als Vertreterin von KulturVision e.V., wir alle standen vor einer fast unlösbaren Aufgabe.

Wirkstatt-Anders wachsen
Die Jury bewertete zunächst die Optik. Foto: Petra Kurbjuhn

13 Burger, wunderschön hergerichtet jeder einzelne, sollten nicht nur optisch, sondern auch auf einer Punkteskala von 1 bis 10 nach Geschmack, Konsistenz, Kreativität und Regionalität bewertet werden. Ein Biss musste genügen, um ein Urteil abzugeben.

Punkteabzug bei Kokosmilch

In puncto Regionalität lag uns die Zutatenliste vor und wir diskutierten in der Jury intensiv, welche Zutaten Punkteabzug bewirken. Tomaten im März? Soja? Rote Linsen? Kokosmilch? Elisabeth Dasch, 2. Bürgermeisterin Holzkirchens, moderierte charmant und sachkundig den Wettbewerb.

Wirkstatt-Anders wachsen
Landrat Wolfgang Rzehak gratuliert den jugendlichen Siegerinnen Magdalena und Teresa Baumann. Foto: Petra Kurbjuhn

Nur wenige Punkte trennten die Sieger voneinander. Den ersten Preis, dotiert mit 200 Euro, gewannen Magdalena und Teresa Baumann, den zweiten Preis Anja Lanx mit Jallda Wagner und Nora Reuter und den 3. Preis erkämpfte sich Margareth Nirscherl vom Culinaria Miesbach. Sie wird ihren Miaschburger bei der Konferenz „Anders wachsen“ am 6. April im Waitzinger Keller anbieten und auf ihre Speisekarte aufnehmen. Einen Sonderpreis gewannen die Kinder der Montessorischule Hausham. Die Preise stifteten der Katholische Pfarrverband Miesbach, KulturVision e.V. und die Kreisgruppe der Grünen Miesbach.

Wirkstatt-Anders wachsen
Beim Workshop Palettenmöbel. Foto: Petra Kurbjuhn

Im Freien gab es an zahlreichen Ständen nachhaltige Ideen aus dem Oberland zu bestaunen, selbst auszuprobieren oder zu kosten. Möbel aus Einmalpaletten mit Workshop zum Selbermachen, Nähen von Breznbeutel und anderen Upcycling-Gegenständen, keimfestes Saatgut, Bio-Honig und Bienenbrot, Gib- und Nimm-Bücherkiste, selbst gefertigte Kosmetika und vieles mehr.

Wirkstatt-Anders wachsen
Erst schmutzig machen, dann waschen. Foto: MZ

Für die Kinder gab es einen Mal- und Basteltisch sowie ein Glücksrad und sie durften alternative Waschmittel an selbst beschmutzten Textilien ausprobieren.

Kleidertausch

Drinnen fand ein Kleidertausch statt, bei dem ungenutzte, aber gut erhaltene Kleidungsstücke abgegeben und andere mitgenommen werden konnten, ganz ohne Geld, für so manchen noch etwas ungewohnt.

Solawi beim Biotop Oberland

Den solidarischen Gedanken im Gartenbau erläuterte Sebastian Girmann vom Biotop Oberland. In der Tölzer Solawi-Genossenschaft sind bereits 320 Mitglieder, die wöchentlich mit saisonalem Gemüse versorgt werden. Eine Erweiterung auf den Landkreis Miesbach ist denkbar, erste Gespräche fanden statt.

Wirkstatt-Anders wachsen
Stand von KulturVision e.V. mit 2. Vorsitzender Becky Köhl. Foto: Petra Kurbjuhn

Die zahlreichen Gäste wurden kulinarisch von Mitgliedern der Wirkstatt versorgt, es gab vegetarische Mittagsgerichte und verschiedene Kuchen, während Girgl Ertl, Wirt der WeyHalla für die Getränke verantwortlich zeichnete. Und KulturVision e.V. präsentierte interessierten Besuchern seine Medien und Projekte.

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