Peter Becher ist Adalbert-Stifter-Spezialist

Kulturblitz | Peter Becher und Bernhard Schlink

Peter Becher in der Kulturbrücke Fratres. Foto: Hannes Reisinger

Lesung in Berlin

Am 18. Juni wird der Holzkirchner Literaturhistoriker und Schriftsteller Peter Becher in Berlin aus seinem aktuellen Buch „Über den Dächern von Dachau“ lesen. Im Anschluss führt Bernhard Schlink ein Gespräch mit dem Autor über das Buch.

Eingeladen zu dieser Veranstaltung haben Die deutschen Freunde und Förderer der Olga Havel Stiftung in den Luftraum in Berlin.

Episoden eines unscheinbaren Lebens. Das ist der Untertitel des Buches, in dem Peter Becher das Leben seines verstorbenen 1953 geborenen Schulfreundes Paul, aufgewachsen im gebildeten Mittelstand in München rekonstruiert. Eindrücke von anderen Lebensweisen als in seinem westdeutschen Umfeld gewinnt er noch als Schüler in Paris; besondere Begeisterung löst in ihm der durch die Amerikaner in die Bundesrepublik gekommene Jazz aus – seine große Leidenschaft und Bindung an die westliche Welt. Erste Begegnungen während seines Zivildienstes in Dachau konfrontieren ihn mit der nie wahrgenommenen jüngeren Vergangenheit, mit den Auswirkungen des vergangenen Krieges, den deutschen Verbrechen – und mit seinen verdrängten familiären Wurzeln in Böhmen.

Nach Studien- und Dozentenzeit im westlichen Ausland reißen ihn die Jahre nach dem politischen Umbruch von 1989, die ihn nach Berlin und Prag führen, und viel später die Pandemie aus seinen Gewissheiten und seinem gewohnten Leben.

Lesetipp: Über den Dächern von Dachau

Peter Becher, Schriftsteller, Literaturhistoriker, Vorsitzender des Adalbert Stifter Vereins, Brückenbauer zwischen Bayern und Böhmen, hat erst kürzlich mit KulturVision in der KulturBrücke Fratres einen hochgelobten Thementag ausgerichtet.


Über den Dächern von Dachau. Foto: MZ

Nach der Lesung wird er mit Bernhard Schlink, Schriftsteller, Professor für Öffentliches Recht, Sozialrecht und Rechtsphilosophie ein Gespräch über das Buch führen.

Peter Becher „Über den Dächern von Dachau“, Volkverlag 2025.

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