11.04.2026, 11:00 Uhr, Museum Tegernseer Tal, Tegernsee
Braucherhebungen im Tegernseer Tal und Mitte des 20. Jahrhunderts
Die Annahme der kontinuierlichen Weitergabe von Traditionen und der Unverrückbarkeit von Brauchhandlungen wurde und wird auch heute immer noch gerne heraufbeschworen. Doch schon Heraklit von Ephesus (500 v. Chr.) soll den Ausspruch: „Das Bleibende ist der stetige Wandel“ geprägt haben.
Überregionale Braucherhebungen sollten ab Anfang des 20. Jahrhunderts den Kultur- und Geschichtswissenschaften relevante Daten für die vergleichende Forschung und die Erstellung von Verbreitungskarten liefern. Johann Stadler, Saliterer, als Mitbegründer und langjähriger Vorstand des Altertums-Gauvereins Tegernsee, hat sich aktiv an der „Rundfrage“ des Bayerischen Vereins für Volkskunst und Volkskunde 1908/09 beteiligt und die Situation vor Ort beschrieben.
Gemeinsam mit den Erhebungen der Erzdiözese München und Freising zu den religiösen Brauchhandlungen in den 1950er Jahren lassen sich Entwicklungen und Veränderungen des Brauchtums im Tegernseer Tal nachverfolgen. Birgit Halmbacher und Dr. Roland Götz stellen die Ergebnisse der beiden Erhebungen im historischen Kontext vor.
Preis: 5 €, Mitglieder des Altertum-Gauvereins Tegernsee haben freien Eintritt.
