„Wer Visionen hat…“

Titelseite der 30. KulturBegegnungen. Grafik: Studio Kaufmann

Präsentation der 30. Ausgabe der Kulturzeitung

„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, sagte einst der verstorbene Politiker Helmut Schmidt. KulturVision hingegen meint, dass die Gesellschaft in unserer krisengeschüttelten Zeit viele Visionen braucht. Deshalb widmet sich jetzt die 30. Ausgabe der KulturBegegnungen diesem wichtigen Thema.

Seit 2003 gibt KulturVision zweimal jährlich eine kostenlose Kulturzeitung für den Landkreis heraus. Jede der vergangenen neunundzwanzig Ausgaben trug ein besonderes Titelthema. Die breite Palette reichte von „Wandel“ über „Begegnungen“, „Gerechtigkeit“ bis „Anstand“. Bei der Planung dieser Jubiläumsausgabe kam nur ein Thema infrage. KulturVision widmet sich den „Visionen“ der Menschen im Landkreis und von außerhalb. Den Visionen der Künstler und Kulturschaffenden, Denker, Zukunftsforscher und Visionäre. Aber auch den Wünschen, Träumen und Visionen von Kindern und Jugendlichen. Bei einer Veränderung unserer Gesellschaft hin zu einer „enkeltauglichen Zukunft“ sind die Visionen aller gefragt.


Zahlreiche Gäste kamen zum Fest: Landrat Wolfgang Rzehak, Girgl Ertl, Michael Pelzer (vorn v.l.). Foto: Petra Kurbjuhn

Dreißig Ausgaben bedeutet auch: 15 Jahre „KulturBegegnungen“. Ein Grund zum Feiern für KulturVision. Zum Jubiläum lud der Verein am Mittwoch die Protagonisten der Jubiläumsausgabe ein, gemeinsam mit den „Zeitungsmachern“: dem Redaktionsteam, den Autorinnen, Fotografinnen und Fotografen.

Weitgereiste Gäste und ihre Visionen

Zum Fest kamen auch die Kulturpartner, darunter selbst weit gereiste. Nicht nur der Kulturverein Achensee – Altes Widum Achenkirch war aus dem Tirol gekommen. Auch der Gründer der Kulturbrücke Fratres im niederösterreichischen Waldviertel, Peter Coreth, hatte die lange Fahrt auf sich genommen. In einer bewegenden Rede sprach er über die wichtige Rolle von Visionen  – gerade in unserer heutigen Welt, wo Mächte am Werk sind, die Gesellschaft zu spalten, statt zu Einen. Er sprach auch darüber wie Mut sich auszahlt, und „groß Denken“ sich lohnt, auch wenn die Chancen zunächst gering stehen. Zugleich hob er die beflügelnde Zusammenarbeit mit KulturVision hervor.

Lesetipp: KulturVision organisiert Glaskunst-Thementag bei der Kulturbrücke Fratres

Landrat würdigt KulturVision

Auch Landrat Wolfgang Rzehak war der Einladung von KulturVision gefolgt. Er würdigte in seinem Grußwort die Arbeit des Vereins für die Kultur im Landkreis. Dabei erläuterte er die Entscheidung des Kreisausschusses, das hohe ehrenamtliche Engagement von KulturVision ab 2019 zu unterstützen. Es habe bereits deutliche „selbstausbeuterische“ Züge getragen. Mit der Unterstützung sei nun der Erhalt des landkreisweit agierenden Kulturvereins gesichert.

Peter Coreth Kulturbrücke Fratres

Ein Abend der „Kulturbegegnungen“ – Peter Coreth von der Kulturbrücke Fratres. Foto: Petra Kurbjuhn

Wie der Name der Kulturzeitung sagt, stehen Kulturbegegnungen stets im Mittelpunkt. Denn Ziel des Vereines ist, „besondere Kulturbegegnungen zu ermöglichen“. Eine der Geschichten in dieser Ausgabe machte den Gästen des Abends besondere Freude: Die Vision der jungen Holzkirchner Band „Watching the Cat“ auf Seite fünf war es, einmal gemeinsam mit ihrem Idol, dem Zither-Manä, aufzutreten. Diese Vision wurde bereits mit dem Jubiläumsfest der 30. Kulturbegegnungen wahr: die drei jungen Musiker spielten mit Zither-Legende Manfred Zick – als Generalprobe für den geplanten gemeinsamen Auftritt im kommenden Jahr in München.

Spontane Jamsession

Eine andere Begegnung, die alle Gästen begeisterte, war die spontane Jamsession von Zither-Manä und Erich Kogler, einem der visionären Protagonisten der Zeitung. Beide berühmten Landkreis-Musiker stellten fest: „Wir kennen uns schon seit 40 Jahren, haben aber noch nie miteinander gespielt – warum eigentlich nicht?“ Gedacht – gemacht. Und die Jungen von „Watching the Cat“ stiegen auch begeistert mit ein. Damit waren gleich drei Generationen im spontanen Zusammenspiel vereint.

Watching the Cat, Zither-Manä und Erich Kogler
Die Band „Watching the Cat“, Erich Kogler und der Zither-Manä (v.l.). bei einer spontanen Jamsession. Foto: Petra Kurbjuhn

Auch die Geschichten der anderen Visionäre und Protagonisten der 30. Ausgabe sind spannend – Monika Ziegler stellte sie den Gästen im Einzelnen vor. Beispielsweise konnte sie für die Titelgeschichte Konstantin Wecker zu seinen Visionen befragen. Von missio-Redakteur und Schauspieler Christian Selbherr stammt eine emotionale Kolumne, welche die Gesellschaft zu Visionen ermutigt.

Visionen in Unternehmen und Bürgerstiftungen

Der Schlierseer Unternehmer Anton Stetter sprach im Interview darüber, wie Visionen entstehen und wie wichtig auch das Scheitern dabei ist. Frank Strathmann von der Bürgerstiftung Holzkirchen hängt neue Ideen und Visionen erst einmal eine Weile auf die Wäscheleine, wo sie reifen und wachsen können. Zukunftsforscher Meinhard Miegel von der Stiftung kulturelle Erneuerung hat die Vision der Gemeinschaft. Bernd Villwock spricht sich für Hinterfragung und für Bürgerbeteiligung aus.

Familie Huber aus Valley
Die musikalische Familie Huber aus Valley auf Seite 16. Fotos: Petra Kurbjuhn, Grafik: Studio Kaufmann

Für die Familie Huber aus Valley ist das gemeinsame Musizieren ein Traum. Und für die beiden Bildhauer Antonia Leitner und Otto Wesendonck, die gemeinsam in einem Atelier arbeiten, ist Freiheit im künstlerischen Schaffen die Vision. Für den jungen Geflüchteten Yasin Rezaie hat sich eine Vision bereits erfüllt. Er durfte seine ungewöhnlichen Malereien im Rahmen des Schlierseer Kulturherbstes in einer Einzelausstellung zeigen. Und fünf junge Protagonisten aus der ersten Ausgabe der KulturBegegnungen erzählten von ihrer Entwicklung und ihren heutigen Visionen.

Aber auch alle anderen Geschichten laden die Leser dazu ein, sich Gedanken über eigene Visionen zu machen.

Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre.

Ihre Ines Wagner, kommissarische 1. Vorsitzende KulturVison e.V.
und Ihre Monika Ziegler, verantwortliche Redakteurin der KulturBegegnungen und des Online-Magazins Kultur Aktuell

Die 30. „KulturBegegnungen“ liegen an vielen Stellen im Landkreis aus, beispielsweise in den großen Kulturhäusern und bei unterschiedlichen Kulturveranstaltern, in den Gästeinformationen, Volkshochschulen, Lesesälen der Rathäuser, in Buchhandlungen, Galerien und Läden. Hier können Sie das PDF der 30. KulturBegegnungen herunterladen oder in der Ausgabe der Kulturbegegnungen blättern.

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