Für Frieden in der Welt

Frieden an der Mangfall

Inneren Frieden finden: Monika Snela-Deschermaier und Joachim Deschermaier an der Mangfall. Foto: Fotodesign Flamme

Veranstaltungsreihe in Weyarn

Mit einem neuen Dialogangebot wartet das Domicilium in Weyarn auf. Kürzlich fand die erste Veranstaltung zum Thema „Frieden sei mit mir“ statt. Das soll jetzt zu einer regelmäßigen Reihe werden, die immer um den 6. – 9. August, den Tagen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki stattfinden soll.

Monika Snela-Deschermaier, die älteste Tochter von den Gründern des Domiciliums Bogdan und Helena Snela und ihr Mann Joachim Deschermaier haben in Mainz Open Source Evolution gegründet. In einem Zusammenschluss verschiedener Professionen wollen sie als „offene Quelle“ Menschen in ihrem Entwicklungsprozess unterstützen.

Nachhaltige Entwicklung und Gemeinwohlökonomie

Dabei orientieren sie sich an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals SDG), die 2015 von den Vereinten Nationen und der Zivilgesellschaft als Zukunftsvertrag in der Agenda 2030 verabschiedet wurden. Als Teil der Gemeinwohl-Ökonomie haben sie sich auf den Weg zur Gemeinwohl-Bilanzierung gemacht.

Jetzt sind sie mit einer Veranstaltung nach Weyarn zurückgekehrt. Es geht dabei um das Bewusstsein, dass der innere Frieden Voraussetzung und Beitrag für äußeren Frieden ist. „Konflikte entstehen aus innerem Unfrieden“, ist Monika Snela-Deschermaier überzeugt, deshalb müsse man meditativ erforschen, wann man den inneren Frieden, das Geborgensein im Sein gespürt habe.

Frieden
.Monika Snela-Deschermaier und Joachim Deschermaier bei ihrem Workshop im Domicilium Weyarn Foto: Fotodesign Flamme

Dazu hat das Ehepaar gemeinsam mit Katrin Oppermann-Jopp einen Nachmittag im Domicilium gestaltet, der als Beginn einer Reihe zum Thema Frieden dient.

Man habe nach einer einführenden Meditation mit der Begriffsklärung begonnen, was Frieden bedeute, erzählt Monika Snela-Deschermaier. Aus der Friedensforschung unterscheide man den negativen Begriff als Abwesenheit von Krieg, den positiven indes mit dem bewussten Anstreben von Frieden. Dabei müsse man insbesondere Kriegsursachen näher anschauen.

Um Friedensaspekte deutlich zu machen, habe man drei Werkzeuge ins Spiel gebracht, sagt die Leiterin von OpenSource Evolution.

Mehrdeutigkeit aushalten

Als Sinnbild benutze sie gern die Eule, die in den verschiedenen Weisheitslehren unterschiedliche Bedeutung habe, so die Weisheit bringe aber auch als Todesbote gelte. Damit wolle sie dazu aufrufen, Mehrdeutigkeit, also auch Dunkelheit auszuhalten. „Die Eule fordert dazu auf, mutig zu sein, den richtigen Zeitpunkt und den richtigen Ort zu finden und dabei die Natur als Begleiter zu nutzen“, erklärt sie.

Friedenserforschung
Gemeinsame Erforschung des Begriffs Frieden. Foto: Monika Snela-Deschermaier

Ein weiteres Werkzeug, den Frieden zu erforschen, sei Ahimsa, der Geist des Nichtverletzens, aus dem Sanskrit. Diesen Aufruf zur Gewaltlosigkeit solle man zunächst auf sich selbst anwenden und erforschen, wo ich mir Gewalt antue, bevor ich damit nach außen gehe, empfiehlt Monika Snela-Deschermaier. Dazu eigne sich auch die Ethik Albert Schweitzers der Ehrfurcht vor dem Leben mit seinem berühmten Satz: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“

Mettameditation

Diese Verbundenheit zu spüren, ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass ich alles, was ich mir antue auch der Welt antue und umgekehrt, sei wichtig, um den inneren Frieden herauszuarbeiten. Um den Bogen zum Frieden in der Welt zu spannen, habe man dann die Mettameditation angewendet. Diese diene in diesem Zusammenhang dazu, herauszufinden, was störe bei mir den inneren Frieden und was stört den Frieden in der Welt.

Im letzten Teil ging es um den Dialog, insbesondere nach David Bohm, der von Katrin Oppermann-Jopp moderiert wurde. „Hier wurde intensiv über das Thema Endlichkeit gesprochen“, erzählt Monika Snela-Deschermaier. „Viele der Teilnehmenden haben Frieden bei der Begleitung von Sterbenden gefunden.“

8. August als Tag für den Frieden im Domicilium

Die Beschäftigung mit dem Thema Frieden im Domicilium soll jetzt zu einer jährlich stattfindenden Reihe werden. Als Fixtermin wurde dazu der 8. August festgelegt, der zwischen zwei Atombombenabwürfen liegt. Am 6. August 1945 wurde die erste Atombombe über Hiroshima gezündet, am 9. August die zweite über Nagasaki.

Begleitend wird es regelmäßige Veranstaltungen zur transpersonalen spirituellen Bewusstseinsbildung von Open Source Evolution im Domicilium geben. Die nächste beginnt am 30. September.

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