Schnittstelle Kuhnlein

Ein Museum für Andreas Kuhnlein

Skulptur „Befreiung“ vor dem Holzknechtmuseum Ruhpolding. Foto: Andreas Kuhnlein

Gründung des Freundeskreises Schnittstelle Kuhnlein

Schon vor einem Jahr fand die erste Sitzung zur Gründung eines „Freundeskreises Schnittstelle Kuhnlein“ statt. Jetzt wurde es perfekt. Am 13. Mai wurde der Freundeskreis offiziell ins Leben gerufen, er soll das Museum für Andreas Kuhnlein im Holzknechtmuseum Ruhpolding begleiten.

In der 45. Ausgabe der KulturBegegnungen berichteten wir über das Vorhaben, für den international renommierten und seit vielen Jahren mit KulturVision eng verbundenen Bildhauer Andreas Kuhnlein aus Unterwössen ein eigenes Museum einzurichten.

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Auch im „Freundeskreis Schnittstelle Kuhnlein“ ist KulturVision e.V. über die 1. Vorsitzende vertreten.

Andreas Kuhnlein, Burghausen 2025, Gerichtsbarkeit
Andreas Kuhnlein bei einer Exklusivführung von KulturVision in Burghausen. Foto: Corinna Schneider

Bei der Gründungsversammlung stellte Birgit Löffler, Kulturreferentin vom Landkreis Traunstein, das Konzept vor:

Der Kulturausschuss entschied, die ursprüngliche Idee, ein Museum für Andreas Kuhnlein auf dem Gelände des Holzknechtmuseums anzusiedeln, wieder aufzugreifen. Anstatt eines zusätzlichen neuen Gebäudes, das aus Naturschutzgründen vor Jahren verworfen werden musste, sollen bis dato wenig genutzte Sonderausstellungsflächen zu Museumsräumen für die „Schnittstelle Kuhnlein“ umgewidmet werden. Diese Lösung bietet Synergieeffekte, die die Investitions- und Betriebskosten für die Schnittstelle Kuhnlein drastisch reduzieren und zu einer positiven Besucherentwicklung im Holzknechtmuseum Ruhpolding beitragen können.


Hermann Steinmaßl, Andreas Kuhnlein, Dr. Birgit Löffler, Dr. Maria Schindlegger bei der ersten Versammlung 2025. Foto: MZ

Das 1988 gegründete Holzknechtmuseum Ruhpolding ist mit ca. 11.000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr das zweitmeistbesuchte Museum des Landkreises Traunstein. 2023 erhielt es den Bayerischen Museumspreis für die Neueinrichtung der Dauerausstellung.

Die Schnittstelle Kuhnlein soll im Untergeschoß des Neubaus eingerichtet werden. Dort befindet sich eine großzügige Ausstellungsfläche von ca. 200 Quadratmetern, die in den letzten Jahrzehnten vor allem als Lager genutzt wurde. Der Raum ist ausgestattet mit Hängevorrichtungen für die Wände und einem Lichtsystem mit Wandflutern. Das große Außengelände bietet zusätzliche Freiflächen und
Möglichkeiten, die Skulpturen von Andreas Kuhnlein zu präsentieren.

Schnittstelle Kuhnlein Holzknechtmuseum Ruhpolding. Foto: Deutsche-Alpenstrasse.Foto-Chiemgau-Tourismus-e.V. Dietmar Denger

Die Sanitäranlagen und der Medienraum befinden sich im Haupthaus und können von Besucherinnen und Besuchern der Schnittstelle Kuhnlein mitgenutzt werden. Das Holzknechtmuseum verfügt weiterhin über eigene Sonderausstellungsflächen im Pavillon und im Dachgeschoss des Haupthauses.

Schnittstelle Kuhnlein
Andreas Kuhnlein auf seinem Hof 2025. Foto: MZ

Die Schnittstelle Kuhnlein nutzt die vorhandene Museumsinfrastruktur des Holzknechtmuseums (z.B. Kassenpersonal, Hausmeister, allgemeine Museumsräume). Die kuratorische Betreuung der Ausstellungen und Veranstaltungen der Schnittstelle Kuhnlein übernimmt das Sachgebiet Kultur und Heimatpflege des Landratsamtes Traunstein.

Der Einbau eines Personenlifts im Treppenauge des Neubaus ist notwendig zur barrierefreien Erschließung der unterirdischen Ausstellungsräume. Die Beleuchtung soll mit zusätzlichen Zoomstrahlern erweitert werden, um den speziellen Anforderungen einer Skulpturenausstellung gerecht zu werden. Die Videoüberwachung muss für den kontinuierlichen Museumsbetrieb ebenfalls ausgebaut werden. Weitere Investitionskosten fallen an für konservatorisches Monitoring, Beschilderung und Zubehör für die Vermittlungsarbeit.

Für diese Investitionen wurde ein Antrag beim Kulturfonds Bayern über 30% der Kosten gestellt, der bereits genehmigt wurde. Auch von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen gibt es eine Zusage für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn.

Die Umbaumaßnahmen sollen im Winter 2026/2027, während der Schließzeit des Museums, stattfinden. Mit der Eröffnung ist im Sommer 2027 zu rechnen.


Dr. Birgit Löffler, Kathrin Kuhnlein, Angelika Kuhnlein, Hermann Steinmaßl und Dr. Ernst Wagner mit dem Künstler in der Mitte bei der ersten Versammlung 2025. Foto: MZ. Foto: MZ

Zum Vorstand des Freundeskreises wurden gewählt: Hermann Steinmaßl (1. Vorsitzender), Dr. Ernst Wagner (2. Vorsitzender), Angelika Kuhnlein (Geborenes Vorstandsmitglied), Dr. Maria Schindelegger (Schriftführerin), Kathrin Kuhnlein-Schönfelder (Schatzmeisterin), Heidi Enke und Dr. Markus Graf von Armansperg (Rechnungsprüfer).

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