
Sport, Spaß und Spiele für alle
v.l.: Bürgermeister Johannes Hagn, Rudi Gritsch (Stadtrat ), Laura Waertel (H3 Klettergruppe), Carolin Machl (DAV), Manfred Pfeiler (E-Werk). Foto: Der Tegernsee
Das E-Werk Tegernsee feiert sein 130-jähriges Jubiläum mit dem 1. Inklusiven Sportfestival am Tegernsee. Am 25. Juli sind Menschen mit und ohne Behinderung eingeladen, gemeinsam einen Tag voller Bewegung und Begegnung zu erleben. Das Festival findet unter dem Motto „Sport, Spaß & Spiele für alle“ auf dem Sport- und Freizeitgelände Point in Tegernsee statt. Zugleich feiert die Stadt die Eröffnung ihrer neuen Freizeitanlage – die allen Menschen jederzeit offenstehen soll.
Beim Pressegespräch am Dienstag hat das Wetter bestens mitgespielt. Die Sonne schien, der Fußballrasen war grüner als grün. Von der Point aus öffnete sich über den neuen Boulder-Block hinweg der Blick auf die Kulisse aus Wallberg und See – ein wunderbarer, aussichtsreicher Ort für Sport und Spiel. Genauso einen Tag wünschen sich die Organisatoren auch für das 1. Inklusive Sportfestival am 25. Juli. Denn zahlreiche Beteiligte haben mit großem Engagement an der Umsetzung gearbeitet, um dieses Festival mit insgesamt 19 Vereinen und Organisationen aus der Region so vielfältig und bunt wie möglich zu planen.
Klares Zeichen für Inklusion
Das Festival setzt ein klares Zeichen für Inklusion, Gemeinschaft und gesellschaftliches Miteinander. „’Aus der Region. Für die Region‘, das ist nicht nur ein Leitsatz, sondern gelebte Überzeugung“, so Manfred Pfeiler, Geschäftsführender Werkleiter des E-Werk Tegernsee. „Unser 130-jähriges Jubiläum feiern wir deshalb mit den Menschen, für die wir da sind – mit mehreren Anlässen für Begegnung und Miteinander. Wir setzen damit fort, was das E-Werk Tegernsee seit jeher auszeichnet: soziale Verantwortung für unsere Region, heute und in Zukunft.“

Beim Pressegespräch auf der Point – 130 Jahre E-Werk Tegernsee. Foto: Der Tegernsee
Für das Festival suchten Laura Berr und Andrea Kappe vom Organisationsteam des E-Werks gezielt nach Partnern mit Kompetenzen im Bereich Inklusion. Sie holten unter anderen den Freundeskreis Inklusion Tegernsee F.I.T. e.V., die Oberland Werkstätten, die Lebenshilfe Miesbach e.V., OPEN HORIZONS, die Teams Bananenflanke München und Rosenheim und zahlreiche andere Vereine und Institutionen ins Boot. Außerdem sind die beiden Tegernseer Schulen dabei, der DAV, AWO, medius und MedVital, der Helferkreis Integration Tegernsee/PIA e.V. und weitere regionale Partner.
Menschen mit Behinderung ermutigen
„Wir freuen uns sehr, dass das E-Werk Tegernsee Menschen mit Behinderung einen Raum ermöglicht und das Thema Inklusion aktiv aufgreift. Das ist ein wichtiges Signal – für die Region und darüber hinaus“, betonte Laura Waertel von der H3 Klettergruppe des Vereins Aufwärts beim Pressegespräch. Sie werden mit einem neuen Kletterturm beim 1. Inklusiven Festival dabei sein. „Wir möchten Menschen mit Behinderungen in die Mitte der Gesellschaft rücken und sichtbar machen“, so die Klettersportlerin. „Wir möchten ihnen die Möglichkeit geben, Dinge zu schaffen, die sie sich selbst und andere ihnen bislang nicht zugetraut hätten – beispielsweise beim Klettern.“

Laura Waertel von der H3 Klettergruppe des Vereins Aufwärts probiert die Boulderwand gleich aus. Foto: IW
Menschen mit und ohne Behinderung können an diesem Tag unzählige Sport- und Spielanlagen und Möglichkeiten ausprobieren. Das Angebot reicht von Bouldern und Klettern bis Fußball und Tanzworkshops. Eine Trampolinanlage, ein Kinderkarussell und Hüpfburgen werden aufgebaut. Mit den Oberlandwerkstätten können Nistkästen zusammengebaut werden, die Schülerinnen und Schüler der Tegernseer Schulen bauen eine Malwand auf. Dazu gibt’s einen Rolly Parcours, TeqBall, Katamaran-Fahrten, Spiele wie Eierlaufen, Sackhüpfen, Blasrohrschießen und vieles mehr. Auf einer Bühne wird von Tanzaufführungen bis zu Showmatches in Fußball und Cricket einiges geboten. Und das ist längst nicht alles.
„Eine große Herausforderung ist das Gelände, das nicht nicht hundertprozentig behindertengerecht ist“, so Laura Berr vom E-Werk. „Wir haben uns bemüht, es so barrierearm wie möglich zu gestalten und wollen einen geschützten Raum schaffen, in dem jeder sich wohl fühlt.“
Offizielle Eröffnung der Freizeitanlage Point
Gleichzeitig markiert das Sportfestival die offizielle Eröffnung des neu gestalteten Geländes Point, das künftig mit modernen Sport- und Freizeitangeboten wie dem Boulderblock, einer Calisthenics-Anlage, einem Multifunktions-Sportplatz sowie TeqBall- und Tischtennisanlagen neue Möglichkeiten für die Öffentlichkeit bietet. „Mit dem neu gestalteten Gelände Point hat die Stadt Tegernsee – gemeinsam mit dem engagierten Arbeitskreis unter der Regie von Stadtrat Rudi Gritsch – eine multifunktionale Sportanlage geschaffen, die Vereinen, Schulen sowie allen Bürgerinnen und Bürgern optimale Bedingungen bietet“, erläuterte Bürgermeister Johannes Hagn. „Wir freuen uns, diese Anlage im Rahmen des Sportfestivals der Öffentlichkeit zu übergeben.“
Neu ist auch die Rundlaufbahn über 330 Meter und eine Wasserspielanlage im Sand für Kinder am Strandbad an der Point. Weiterhin ist ein Jugendraum geplant, der dem Nachwuchs als Nachfolger des PlanetX einen Raum bieten soll. Freiheit und Zugänglichkeit stehen im Vordergrund – die Anlage ist rund um die Uhr geöffnet. Ausgenommen ist lediglich der Hauptfußballplatz, der dem Vereinsfußball vorbehalten ist, damit sich der Rasen erholen kann. Für die Freizeitfußballer ist der neue Bolzplatz gedacht, der bis zum Inklusiven Sportfestival ebenfalls fertiggestellt sein soll.
Herzblut und Augenhöhe
Die Betreuung der Boulderwand hat künftig die Sektion Tegernsee des DAV inne. „Das ist für uns eine tolle Aufgabe, der wir uns mit großer Begeisterung widmen werden“, so Carolin Machl, Geschäftsführerin DAV/Tegernsee und Stadträtin. „Die Zusammenarbeit im Arbeitskreis hat wirklich Spaß gemacht – alle Beteiligten haben mit viel Herzblut und auf Augenhöhe mitgearbeitet.“
Ab dem 25. Juli wird die neue Freizeitanlage Point in Tegernsee zu dem, worauf die etwa 20 Mitglieder des Arbeitskreises, die Stadt Tegernsee und die Organisatoren des Inklusiven Sportfestivals hinfiebern: ein Raum für Begegnung und Miteinander – eben Sport, Spaß & Spiele für alle. Jetzt heißt es nur noch, Petrus mit in den Arbeitskreis zu holen – in dem alle Beschlüsse immer auf Augenhöhe und einstimmig beschlossen wurden.