Zweihundert Jahre alte Briefe

Rarität aus dem Gloetzl Achiv. Foto: Isabella Krobisch

Schenkung des Gloetzl-Brünner-Archives an das Stadtarchiv Miesbach

Zwischen 1952 und 1984 war Fritz Gloetzl nicht nur rastlos für die öffentlichen Sammlungen tätig, er hat auch privat eine Fülle an historischen Kostbarkeiten zusammengetragen. Es ist ein Bestand von etwa sechs laufenden Metern, bestehend aus Büchern, Ordnern, Mappen und vier Diakästen, den Gloetzls Schwiegersohn Winfried Brünner nun dem Stadtarchiv Miesbach geschenkt hat. Wie Archivarin Barbara Wank den Mitgliedern des Kulturausschusses in der Sitzung am 7. Juni berichtete, befinden sich darunter „Schriftstücke aus dem 18. und 19. Jahrhundert der Grafschaft Hohenwaldeck und des Landgerichtes Miesbach. Teilweise sind unter den Dokumenten maschinenschriftliche Transkriptionen von Archivalien aus den Staatsarchiven München des 13. bis 18. Jahrhunderts, die von Pfarrer Josef Echtler angefertigt wurden.“

Besondere archivalische Raritäten

Ins Schwärmen geriet Barbara Wank als sie beim Sichten des Materials Briefe des Miesbacher Korporals Wallach an seine Eltern aus den Befreiungskriegen 1813/15 in die Hände bekam und daraus zitierte:

„Manheim den 6 ten November 1813 … bey diesen Scharmitzl draf mich nichts als ein Mußgueten [Muskete] bröllschußen den rechten arm die kugl fält vor mir zu boden weill sie schon zu schwach wahr und beschädigt mich nicht mehr als das mir der arm gewollen wurde; … „das Jammern und geschrey der blessierten wahr unerträglich“ …

„Lahr nebst Freyburg am Rain den 26 ten November 1813 … der Thalhamer Sohn wahr auch bei mir in laar und der Schmidt Sohn von Parsberg, beyde lassen ihre Eltern bestens grüßen“

Gloetzl_Archiv_Barbara_Wank_web

Archivarin Barbara Wank. Foto: Isabella Krobisch

Unter diesen besonderen archivalischen Raritäten findet sich auch eine „Schätzung“ des Schlossgutes Wallenburg von 1811, in dem der ruinöse Zustand des Gutes beschrieben wird. Das Gros der Mappen und Ordner sind Fotos und Dokumentationen zur Lokal- und Regionalgeschichte, zu Ereignissen, zu Personen, Gebäuden und Kleindenkmalen. Sie beziehen sich auf den gesamten Landkreis Miesbach. Diese Sammlungen wurden vielfach durch Texte von Fritz Gloetzl, Zeitungsausschnitte, Broschüren, Flugblätter und grafische Darstellungen erweitert.

Bürgermeisterin Ingrid Pongratz zeigte sich hocherfreut über diese wertvolle Schenkung und betonte, dass der Bestand durch die vielen hochwertigen Fotografien und Dokumentationen eine wunderbare Bereicherung für das Stadtarchiv Miesbach darstellt.

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