Rebecca Niehues-Paas

Spätere Werke der ZERO-Künstler

Rebecca Niehues-Paas vor Otto Piene „Feuer und Schwefel“. Foto: MZ

Ausstellung in Rottach-Egern

Parallel zur beeindruckenden und einmaligen Ausstellung ZERO im Olaf Gulbransson Museum gelang es Rebecca Niehues-Pas Werke der drei ZERO-Gründer Heinz Mack, Günther Uecker und Otto Piene in ihrer Galerie in Rottach-Egern zu zeigen.

„Ich bin absolut begeistert und superstolz“, freut sich die Galeristin und zeigt auf ihr Lieblingsbild von Otto Piene „Feuer und Schwefel“. Das Bild käme direkt aus den USA und sei erst einmal ausgestellt worden. Otto Piene habe sich bei einem Happening in Düsseldorf mit einem lebendigen Feuerteufel zu diesem Bild inspirieren lassen.

Rebecca Niehues-Paas
Otto Piene: Berlin Star XVII. Foto: MZ

Mit „Berlin Star XVII“, „Shadow on Sky“ sowie „Shadow Play“ sind drei weitere Bilder in Tempera Gouache von Otto Piene aus den Jahren 1992 und 1993 zu sehen.

Rebecca Niehues-Paas
Otto Piene: Zentrifuge. Foto: MZ

Die in Rottach-Egern gezeigten Werke der ZERO-Künstler ergänzen die Ausstellung in Tegernsee, da sie aus den späteren Werkphasen stammen. Dennoch sind im Untergeschoss auch Unikate von Otto Piene mit der bekannten Feuertechnik, so etwa „Zentrifuge“, zu sehen.

Rebecca Niehues-Paas
Otto Piene: Feuer-Dokumentation. Foto: MZ

Sie werden ergänzt durch bisher unveröffentlichte Fotos aus dem Feueratelier des Künstlers. Sie zeigen die Herstellung der gouachierten und gebrannten Siebdrucke.


Heinz Mack: o.T. Foto: MZ

Heinz Mack, der soeben 95 Jahre alt wurde, ist in der Galerie mit ganz anderen Werken als in Tegernsee vertreten. Hat er dort sein Thema Licht und Bewegung in einem eigenen raum realisiert, sind hier drei farbenfrohe Originalgrafiken aus dem Jahr 2022 zu sehen.


Heinz Mack: o.T. Foto: MZ

Darüber hinaus aber zeigen zwei Objekte die Verbindung zu den frühen ZERO-Arbeiten. Der „Lichtfächer“ (1972) und das Aluminiumrelief mit Plexiglas (1965) dokumentieren die Arbeit des Bildhauers mit Licht, Reflexion und Brechung.


Heinz Mack: Januar. Foto: MZ

Und auch der Siebdruck „Januar“ aus der Edition „12 Monate“ aus dem Jahr 1990 verweist auf das Lebensthema des Künstlers.


Günther Uecker: Kreuz Schwarz. Foto: MZ

Auch Günther Uecker ist mit Skulpturen im Obergeschoss vertreten. Das Kreuz Schwarz aus dem Jahr 2017 ist ein Bronzeguss patiniert auf Bronze in einer Auflage von 35. Ebenso „Long Walk to Freedom“ von 2018.


Günther Uecker: Große Spirale. Foto: MZ

Günther Uecker, der insbesondere für seine Nagelbilder bekannt ist, hat später zu diesem Thema Prägedrucke gefertigt. Die „Große Spirale“ zeigt ein Beispiel aus dem Jahr 2010. Im Untergeschoss sind mehrere kleinere Grafiken aus der Mappe Graphein zu sehen.


Günther Uecker: Terrororchester. Foto: MZ

Die Partitur I + II + III des Künstlers sind durch Prägedruck und Lithografie entstanden. Aus der Mappe „Optische Partituren“ zeigt die Präsentation Prägedruck mit Handübermalung aus dem Jahr 2011 unter dem Titel „Terrororchester – Sprachstörungen, Hommage à John Cage“ Auch hier bestimmen die Abdrücke der Uecker-Nägel die Bildinhalte und zeigen eine Partitur.


Günther Uecker: Partitur I, II, III. Foto: MZ

Die Ausstellung mit Werken von Heinz Mack, Günther Uecker und Otto Piene in der Galerie RNP fine arts in Rottach-Egern ist noch bis Ende April zu sehen.

Zum Weiterlesen: Sprachlos in ZERO

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Bitte besuchen Sie uns auf