Wechselwirkungen

Kunst von Sophie von Bechtolsheim, Birgit Schweimler und Manfred Dangl in der Galerie RAUMdurchKUNST. Foto: Yvonne Fontane.

Veranstaltungen in Sindelsdorf

Bereits seit 2023 ist RAUMdurchKUNST eine Plattform für Malerei, Skulptur und Musik. In den Ausstellungen zeigt die Galeristin und Veranstalterin Yvonne Fontane regional als auch überregional renommierte KünstlerInnen und bietet zudem ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm mit Konzerten, Lesungen und Performances. Am 29. April startete sie ihr neues, spannendes Konzept in ihrem beeindruckenden Ausstellungskomplex RAUMdurchKUNST in Sindelsdorf.

Das Optimum geschaffen

Viele Galerien und Veranstaltungsräume sind in bestehenden Gebäuden nachträglich eingerichtet und ausgestattet. RAUMdurchKUNST hingegen ist explizit für Ausstellungen und Veranstaltungen konzipiert und gebaut worden. Yvonne Fontane hat hier ideale Bedingungen für Kunst und Kultur geschaffen. In dem lichtdurchfluteten hohen Raum ist optisch sowie akustisch ein Optimum erreicht worden: Bilder und Skulpturen können in perfektem Licht in dem großzügigen Raum ‚atmen‘, Konzerte bekommen durch die präzise Akustik eine außergewöhnliche Qualität.

RAUMdurchKUNST
Skulpturen von Brigitte Cabell und Bilder von Kerstin Brandes. Foto: Yvonne Fontane.

Vier Räume, vier Welten

In der Galerie werden vier Bereiche mit Kunst bespielt. Neben dem großzügig gestalteten, lichten Raum ist ein flexibler Kubus eingebaut, der durch dicke schwarze Vorhänge abgedunkelt oder gar komplett abgetrennt werden kann. Auf dem Kubus ist eine Ebene entstanden, die als Galerie dient. Sie ist kleinteilig organisiert und bietet Platz für Objekte geringerer Größe. Sie lädt die Besucher ein, zu verweilen und den Blick von oben über das Geschehen im Erdgeschoß schweifen zu lassen. Der Naturgarten wird ebenfalls für die Kunst genutzt – es sind dauerhaft Skulpturen von Manfred Dangl installiert und Werke von Uta Schnuppe-Strack zu sehen. In allen Bereichen finden sich Sitzgelegenheiten, um entspannt die Kunstwerke auf sich wirken zu lassen. Dazu bietet eine kleine Theke Getränke und Kuchen an.

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Skulptur ‚Atem‘ von Manfred Dangl. Foto: Yvonne Fontane.

Neues Ausstellungskonzept

Bisher wurden die Arbeiten von – meist nur zwei – KünstlerInnen in einer thematischen Ausstellung über mehrere Wochen gezeigt. Nun hat Yvonne Fontane ihr Konzept erneuert: Die Werke wechseln zeitlich versetzt, ohne festen Rhythmus. Bis zu fünf KünstlerInnen werden dabei parallel vertreten sein. Mit den sich überschneidenden Ausstellungsreihen und somit einer immer wieder neuen Gegenüberstellung von künstlerischen Positionen, schafft sie Raum für Dialog als auch Reflexion. In Kombination mit der Nutzung der verschiedenen Ebenen und Räumlichkeiten werden die gezeigten Arbeiten in einen Kontext gesetzt und Teil eines dynamischen Prozesses. Yvonne Fontane ist es durch das neue Konzept möglich, die starre Präsentation von Kunst aufzubrechen und den Fokus zu verändern. Den Kunstinteressierten wird dadurch eine größere Vielfalt und eine erweiterte Rezeption geboten.

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Bilder von Birgit Scheimler. Foto: Yvonne Fontane.

Begleitende Veranstaltungen

Wie bisher werden die Ausstellungen mit Veranstaltungen flankiert. Dabei ist DIE BLAUE STUNDE ein festes monatliches Format, bei dem sich der Raum in einen Ort der Begegnung verwandelt. Lesungen, Konzerte und Gespräche finden in einer entspannten Atmosphäre statt, die zum Austausch anregt. Als Gastgeberin lädt Yvonne Fontane zu einem kleinen Imbiss ein, bei dem die Kunstinteressierten entspannt Kultur unmittelbar erleben können.


‚A Cantonese Lady‘ und ‚drawing 10 und 7‘ von Kerstin Brandes. Foto: Yvonne Fontane.

Künstler der ersten Ausstellungsreihe

Im ersten Zyklus des neuen Ausstellungskonzepts werden Arbeiten der Malerinnen Sophie von Bechtolsheim, Birgit Schweimler und Kerstin Brandes, sowie der Bildhauerin Brigitte Cabell und dem Bildheuer Manfred Dangl zu sehen sein.

Sophie von Bechtolsheim bringt mit Acrylfarbe zufällige, flüchtige Momente auf die Leinwand. Ihre Bilder fangen Alltagssituationen leger und lebendig ein, in einem Grenzgang zwischen Konkretem und Angedeutetem.

Birgit Schweimler schafft mit Farbe, unterschiedlichen Malmedien und sich überlagernden Schichten Ebenen und Strukturen, die in all ihrer Abstraktion an Natur, an etwas wohlbekanntes und tief verwurzeltes, erinnern.

Kerstin Brandes zeigt ein Spektrum ihres Schaffens: Landschaften und Portraitmalerei in Öl auf Leinwand, Akte in Acryl und Graphit auf Packpapier und abstrakte Miniaturen, die mit Tusche auf Aquarellpapier entstanden sind.

Brigitte Cabell lässt sich bei ihren Skulpturen gänzlich auf das Material ein – ohne vorherigen Entwurf bearbeitet sie den Stein und ‚schält‘ die Form heraus. Sensibel integriert sie seine Farbigkeit in ihr Werk und verstärkt dessen Wirkung durch unterschiedliche Oberflächenstrukturen.

Manfred Dangl ist gelernter Steinmetz. Auch er fertigt seine Skulpturen oft aus der Intuition heraus und ohne Vorzeichnung an. Seine Werke entstehen aus Marmor, Granit und Holz. In ihrer subtilen Dynamik strahlen sie eine Stille und Erdung, ein Verwurzelt-sein und In-sich-ruhen aus.

Die Galerie RAUMdurchKUNST ist immer mittwochs bis samstags von 12:00-18:00 Uhr und sonntags von 12:00-17:00 Uhr geöffnet. Am 1.Mai ist die Ausstellung ebenfalls von 12:00-18:00 Uhr geöffnet.
Kommende Veranstaltungen: Freitag, 8. Mai 2026, 19:30 Uhr: „Zwei Blaue Reiter“. Zu hören ist die Liebesgeschichte von Gabriele Münter und Wassily Kandinsky in einer literarischen, leicht inszenierten Lesung.
Donnerstag, 21. Mai 2026, 19:00 Uhr: Die Blaue Stunde. Musik von „De Zwoa“ mit Keyboard und Geige & Kurzinterview mit Kerstin Brandes.
Nähere Informationen zu den Künstlern, den Veranstaltungen und Tickets unter www.raumdurchkunst.de

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