Stadt.Land.Schluss. Das gute Leben auf dem Land

Stadt.Land.Schluss.

Initiator Andreas Koop beim Symposium 2015. Foto: SLS

Konferenz in Marktoberdorf

Ein geschlossenes Bild vom Leben auf dem Lande vermittelt die Konferenz „Stadt.Land.Schluss“, die vom 8. bis 10. November in Marktoberdorf stattfindet. Welche Qualität das ländliche Leben hat, zeigen auch Beiträge aus dem Landkreis Miesbach.

Als Andreas Koop von der Designgruppe Koop vor zwei Jahren erstmals das Symposium ausrichtete, lud er auch den ehemaligen Bürgermeister von Weyarn und jetzigen Bildungsbeauftragten des Landkreises Miesbach Michael Pelzer mit seiner Erfahrung in der Bürgerbeteiligung zu einem Vortrag ein. „Es war faszinierend zu sehen, dass hier nicht Experten aus demselben Fachgebiet miteinander reden, sondern ganz unterschiedliche Blickwinkel das ländliche Leben beleuchteten“, sagt Pelzer.

Stadt.Land.Schluss.
Michael Pelzer. Foto: Elfie Weidl

Da sei der Architekt ebenso wie der Bienenzüchter, der Künstler ebenso wie der Politiker zu Wort gekommen. Und es habe sich erwiesen welche Qualität das ländliche Leben gegenüber dem urbanen Leben hat. „Da ist zum einen die unendliche Vielfalt und zum anderen die Tatsache, dass das Landleben aktivierend und weniger konsumierend als das Stadtleben ist“, konstatiert Michael Pelzer.

Jetzt findet das Symposium zum zweiten Male statt. “Wie kann man ein gutes Leben auf dem Land gestalten?“ lautet die umfassende Fragestellung. Dieser werden sich wiederum Architekten, Landwirte, Ökonomen, Politiker und Kulturschaffende widmen und überlegen, was ein jeder aus seiner Disziplin dazu beisteuern kann. Dabei geht es um Regionalentwicklung und Wirtschaft ebenso wie um Tourismus und Kultur.

Stadt.Land.Schluss.
Biobauer Markus Bogner mit seinem Buch „Selbst denken, selbst machen, selbst versorgen“. Foto: Monika Ziegler

Aus dem Landkreis Miesbach wird Biobauer und Buchautor Markus Bogner zum Thema „Kulturlandschaft, Landschaft und Kultur – der Bauer, die Mutter aller Gestalter“ sprechen. „Es gibt viele Parallelen zwischen Architektur und Landwirtschaft“, sagt Bogner, in der Architektur gebe es den Bauplan, in der Landwirtschaft den Anbauplan, über den man Probleme vermeiden könne. Hier also würden sich gesellschaftliche und gärtnerische Fragestellungen begegnen.

Stadt.Land.Schluss
Anton Stetter, Gründer der Slyrs Destillerie. Foto: Lantenhammer.de

Anton Stetter, Betriebswirt, Whiskey-Brenner und Gründer der »Slyrs Destillerie« aus Schliersee wird zum Thema »Flüssiges Gold vom Schliersee – von der Schnapsidee zum Welterfolg« sprechen. Dabei gehe es, so Stetter, um die erfolgreiche Platzierung einer internationalen Marke im ländlichen Bereich. Mit dem Namen Slyrs vermarkte er die Region, denn aus diesem keltischen Begriff wurde Schliersee. „Der ländliche Raum ist die Grundlage für unseren wirtschaftlichen Erfolg“, sagt Anton Stetter.

ARTcycling Ausstellung
Blick durch eine Installation von Lisa Mayerhofer zum ARTcycling-Festival im KULTUR im Oberbräu. Foto: Petra Kurbjuhn

Neben den regulären konventionellen Vorträgen haben die Veranstalter auch sogenannte Pecha-Kucha-Beiträge vorgesehen, für die man sich bewerben konnte. Hier wird KulturVision e.V. einen Beitrag unter dem Thema „Was Kunst und Kultur bewirken können“ liefern. Am Beispiel des ARTcycling-Festivals, das im Sommer im KULTUR im Oberbräu Holzkirchen stattfand, wird erläutert, dass die Kultur andere Sichtweisen kreieren kann, ohne missionarisch zu sein. Diese neue Vortragsart von Pecha-Kucha ist selbst ein Medium, Zuhörer zu inspirieren. Anstatt ewiger textlastiger Folien dürfen nur 20 Bilder ohne Text in 20sekündigem Abstand gezeigt werden, so dass jeder Vortrag exakt sechs Minuten und 40 Sekunden dauert.

Zudem gibt es eine Ideenwerkstatt, bei der jeder ganz konkret mitwirken kann. Interessenten finden nähere Informationen hier. Dort kann man sich auch anmelden.

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