Unsere Schulen

Kulturblitz I Ausstellung „Unsere Schulen“ in Weyarn

Ausstellungsteam: Probesitzen in den historischen Schulbänken. Mitglieder des AK Geschichte beim Ausstellungs-Aufbau, von links nach rechts: Rosi Obermüller, Rainer Licht, Toni Weinzierl, Sabine Strauß und Conny Schlickenrieder (AK Sprecherin). Foto: KK

Ausstellung in Weyarn

Fünf Schulen gab es bis zur Schulreform in den späten 1960er-Jahren auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde. Eine Handvoll BürgerInnen hat deren Geschichte in Archiven erforscht, auf alten Schulspeichern gestöbert und in der eigenen Familie nachgefragt. Entstanden ist eine informative und lebendige Ausstellung, die für kurze Zeit im Weyarner Bürgergewölbe zu sehen ist.

„Die Vorbereitungen haben ein bisschen gedauert“, meint AK-Sprecherin Conny Schlickenrieder, „es gab einfach immer so viele Geschichten zu den Bildern und den Fundstücken“. Und schon beginnt sie mit großer Begeisterung eine Anekdote zu erzählen. Dass es den Ausstellungsmachern um eine Schau „zum Anfassen“ geht, die Emotionen wecken und die Besucher ins Gespräch bringen soll, das merkt man sofort: Die Fülle an originalen Gegenständen aus dem Schulalltag wie der mannshohe Abakus, das große Schulkreuz oder die Schulbänke aus unterschiedlichsten Epochen vermitteln einen guten Eindruck vom Schulalltag anno dazumal. Historische Schulkarten, Bücher und Hefte bieten Einblicke in die Lehrinhalte. Selbstgebastelte Schultüten und ein Kasperltheater sind der Beweis dafür, dass der Spaß am Lernen immer schon ein pädagogisches Ziel war.

Die zusammengetragenen Informationen über die fünf Schulen zeigen, dass jede für sich besonders war. Dank des Augustiner Chorherrnstifts in Weyarn gab es hier schon im 18. Jahrhundert, noch vor der Einführung der Allg. Schulpflicht im Königreich Bayern, eine Elementarschule. Ab Anfang des 19. Jahrhunderts wurden weitere Zwergschulen in Holzolling (1833), Pienzenau (1873), Neukirchen (1873) und Gotzing (1910) erbaut. In diesen Schulen wurden alle Jahrgänge in einer bis drei Gruppen unterrichtet. In der Ausstellung sind Pläne und Bilder der stattlichen Schulgebäude zu sehen. Die Schulhäuser in Holzolling und in Pienzenau wurden nach deren Auflösung Ende der 1960er-/Anfang der 1970er-Jahre abgerissen. Nur die Neukirchner Schule wird heute noch als Außenstelle der Förderschule Irschenberg genutzt. Das Anfang des 20. Jahrhunderts im Jugendstil erbaute Schulhaus Gotzing steht unter Denkmalschutz und wird derzeit renoviert. Heute gibt es nur im Kernort Weyarn noch eine Grundschule. Auch sie besteht mittlerweile seit 25 Jahren und entstand wie die Ausstellung „Unsere Schulen – Geschichte und Geschichten“ mit breiter Bürgerbeteiligung.

Die Ausstellung „Unsere Schulen“ ist am 18.4., 19.4., 25.4. und 26.4. jeweils von 10.00 – 18.00 Uhr sowie am 24.4. von 14.00-18.00 Uhr im Bürgergewölbe Weyarn, J.-B.-Zimmermann-Straße 5 zu sehen.

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