Faszination Fotografieren

Im Atrium in Holzkirchen zu sehen: Soon und Hyazinthe von Beja Eben. Foto: Beja Eben

Ausstellung in Holzkirchen

Wieder einmal präsentiert sich das Holzkirchner Gesundheitszentrum im Atrium auch als Galerie. Aktuell zeigt die Münchner Fotografin Beja Eben aus ihrem Portfolio überwiegend florale Fotografien, die durch Technik und ausdrucksstarke Farben bestechen.

Die Faszination für die Kunst des Fotografierens sei es gewesen, schreibt Beja Eben in ihrer Vita, sich früh mit den Herausforderungen der Fotografie und der Technik zu beschäftigen, Tutorials zu lesen und von anderen Fotografen zu lernen.


„Dancing Trees“ heißt dieses Foto der Münchner Fotografin Beja Eben. Foto: Beja Eben

Dokumentarischer Wert

Auf Reisen mit der Kamera durch alle Kontinente entstanden in zwanzig Jahren über 20.000 Fotos, die, wie Beja Eben feststellt, in der Rückschau einen dokumentarischen Wert erlangt haben. Dann habe sie mit der Makrofotografie „vor der eigenen Tür“ eine neue Herausforderung gefunden, schreibt die Autodidaktin auf ihrer Internetseite. Makrofotografie bezeichnet eine Technik in der Fotografie, bei der kleine Objekte aus großer Nähe und mit viel Details aufgenommen und dargestellt werden. Sie wolle das Unscheinbare, Übersehene sichtbar machen, auf Entdeckungsreise gehen und die Wunder der Natur aus dem Verborgenen holen, erklärt Beja Eben.


Die Technik der Makrofotografie zeigt kleine Objekte aus großer Nähe und mit Detailreichtum, wie hier eine Dahlie. Foto: Beja Eben

Entstanden sind Bilder mit enormer Tiefenwirkung, Makrofotografien von Blüten und Knospen, deren Farben durch das hochglänzende Trägermaterial kontrastreich zur Geltung kommen. Spannung erzeugt der gewählte Ausschnitt bei den Makromotiven, die manchmal abstrakt wirken, dann wieder ganz formal. Stutzig wird man im Erdgeschoss und in der ersten Etage, da sich unter die kräftigen Farben zwei Schwarzweiß-Bilder „gemogelt“ haben. Völlig im Gegensatz zum Floralen hier Architektur und Linien. Das macht neugierig.

Lesetipp: Eine Überdosis Farbe



Es geht noch näher: Ganz nah kommt Fotografin Beja Eben an eine Orchidee (oberes Foto) oder an ein Piano heran. Foto: Beja Eben

Leidenschaft für das, was sie tut

Der Blick auf die Homepage von Beja Eben eröffnet dann wahre Bilderwelten. Eine enorme Vielfalt tut sich auf. Hier zeigt die Fotografin auch den dokumentarischen Schatz ihrer Reisen und das Portfolio in vielfältiger fotografischer Technik und man spürt ihre Leidenschaft für das, was sie tut. „Fotografieren ist ein individueller, durch die Motivwahl bewusster Akt. Es geht nicht primär darum, ob meine Fotos gefallen. Es ist mein Blick auf die Welt. Das Futter meiner Reisen“, schreibt Beja Eben – und drückt damit genau diese Leidenschaft aus.

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