Statt Blind date brav daheim

KulturBühne Stefan Scheider

Stefan Scheider mit Überraschungsgast Nummer eins Andrea. Foto: Petra Kurbjuhn

Interview mit Stefan Scheider

Heute Abend wäre der Anchorman der „Rundschau“ Stefan Scheider im Holzkirchner Foolstheater zu Gast gewesen. Im Rahmen von „anders wachsen“ hätte er Publikumsgäste zu ihren Wünschen, Sorgen, Visionen befragt. So wie vor einem Jahr, als „Blind date“ überaus erfolgreich an den Start ging.

MZ: Du hättest Dich eigentlich am heutigen Abend wieder zum Blind date mit Gästen aus dem Publikum getroffen. Leider mussten wir die Veranstaltung verschieben. Was machst Du stattdessen?

SSch: Tja, eine weltbewegende Antwort wird jetzt leider nicht kommen – in diesen Zeiten. Ich bleib halt brav daheim, genieße ein veganes Abendessen und gönne mir vielleicht noch ein Gläschen Rotwein. Und werde sicher ganz oft an das allererste Blind Date denken.

MZ: Vor einem Jahr hast du also per Los Zuschauerinnen und Zuschauer auf die Bühne geholt und mit ihnen über Gott und die Welt geplaudert. Das Format war Deine Idee, wie ist es Dir, der ansonsten vor Millionenpublikum im BR in der Rundschau spricht, dabei ergangen?

SSch: Bühnenluft ist ja immer ein ganz anderes Klima als ein Fernsehstudio. Auf der Bühne menschelt es und der ganze Abend hat eine wunderbare Lebendigkeit. Ich muss aber ehrlich gestehen, ich habe beim ersten Blind Date immer ein wenig auf die verkauften Tickets geschielt und mich gefragt: Kommt da überhaupt jemand? Das hat mich die ganze Zeit gepiekst. Gut, wir hatten jetzt kein volles Haus – aber alle, die gekommen sind, waren danach glücklich, fanden den Abend super und freuten sich schon auf das nächste Blind Date. Außerdem hatte ich wirklich tolle Menschen auf der Bühne – die plötzlich mein Stargast waren. Und jede und jeder hatte einen ganz eigenen Lebenslauf und Lebensmodell. Da wusste ich: Diese Mischung auf der Bühne zwischen dem Unvorhergesehenen und dem Überraschenden funktioniert.

Stefan Scheider und Wolf
Stefan Scheider mit Überraschungsgast Wolf. Foto: Petra Kurbjuhn

MZ: Und wie hast Du Dich auf diesen Überraschungstalk vorbereitet?

SCH: Das war gar nicht so einfach. Ich habe mir einen groben Plan gemacht, wann und wie Flori und Rosi ins Spiel kommen – aber das wars dann auch schon mit den Vorbereitungen. Es ist ja ein Blind Date. Die Improvisation ist auch nicht unbedingt Neuland für mich – habe schon öfter auf Messen moderiert und wilde Sachen auf Bühnen gemacht. Diese Erfahrungen haben mir sehr geholfen.

MZ: Du hattest Dir zur Unterstützung einen Impromusiker gewünscht. Hat Florian Schwartz Deinen Vorstellungen entsprochen?

SSch: Absolut. Das ist eine hohe Kunst, was der Flori da „abgeliefert“ hat. Mal eben eine Runde Talk hören und daraus spontan ein Lied schnitzen – das fanden alle im Saal hochspannend und entertaining. Der Flori war und ist ein wunderbarer Gewinn für das Blind Date – ich hoffe, wir kommen noch ganz oft zusammen.

Bilnd date
Impromusiker Florian Schwartz. Foto: Petra Kurbjuhn

MZ: Außerdem sollte eine Psychologin die Themen, Wünsche, Sorgen der Beteiligten einordnen. Wie ist es Dir mit Rosi Konirsch ergangen?

SSch: Das war mir extrem wichtig bei Blind Date: Dass die Menschen, die da kommen, auch etwas „mitnehmen“ können. Vielleicht den einen oder anderen Tipp für die tägliche Kommunikation oder für die Kontaktpflege. Das hat Rosi spitzenmäßig gemacht. Wenn es an so einem Abend auch eine Portion „Lebenshilfe“ zum Mitnehmen gibt – umso besser. Jederzeit wieder mit Rosi.

Rosi Kornisch und Stefan Scheider
Rosi Konirsch und Stefan Scheider. Foto: Stefan Scheider

MZ: Jetzt, ein Jahr später, wie erinnerst Du Dich an diesen Abend?

SSch: Oh ja. So ziemlich an jede Minute und an jeden „Stargast“ auf der Bühne. Das war einfach so intensiv und so offen und direkt – das speichert sich tief in der Seele ab. Was aber vielleicht am wichtigsten ist: Dass alle, Gäste, Musiker, Expertin und Gäste nach dem Abend rundherum happy waren – und schon von der Fortsetzung gesprochen haben.

MZ: Wenn wir hoffentlich bald zu einem „Blind date“ mit Dir einladen, würdest Du etwas anders machen?

SSch: Oh, keine leichte Frage. Grundsätzlich kann vieles so bleiben. Aber beim 2. Blind Date würde ich doch noch die eine oder andere Überraschung ausbrüten und einbauen (die ich jetzt natürlich nicht verrate). Hoffe sehr, dass wir bald wieder „dürfen“.

MZ: Und was können wir von der Organisation her noch verbessern?

SSch: Die Organisation war ebenfalls erste Sahne. Habe mich in jedem Moment wohlgefühlt und alles lief perfekt ab. Die Technik im Theater, die Durchführung der „Verlosung“, der Einlass und die „Aftershow-Party“ – alles klasse. Vielleicht kann man die Werbetrommel noch ein wenig lauter rühren und so einen Abend auch auf Video dokumentieren – für die Gäste. Das hätte was – aber für die Organisation vergebe ich jetzt schonmal zehn von zehn Punkten.

Lesetipp: Blind date mit Stefan Scheider

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