Ein Europäisches Ensemble

Barockensemble Tolmetes

„Barockensemble Tolmetes“ im Tegernseer Barocksaal. Foto: Marcus Vitolo

Konzert im Barocksaal Tegernsee

„Barockensemble Tolmetes“ – das sind sieben junge Musiker aus Deutschland, Italien, Österreich und Ungarn. In erfrischender Lebendigkeit spielten sie die Festlichkeit und die Aura der Barockmusik in das kongeniale Ambiente des Tegernseer Barocksaals.

In der heutigen Aula des Gymnasiums fand „Tolmetes“ die ideale Bühne für die Musik von Vivaldi, Corelli, Monteverdi, der Brüder Bononcini, Händel, Cesti, Falconieri und Bertali. Die Komponisten sind jeweils Meister ihrer Zeit, gefragt an allen größeren Höfen in ganz Europa. Wien, London, Potsdam, Venedig, Florenz, rangen um ihr Wirken.

Manuela Maria Mitterer (Blockflöte und Barockoboe), Maria Ladurner (Sopran), Roberto Noferini (Barockvioline), Verena Laxgang (Barockcello), Chiara Cattani (Cembalo), Andrea Antonel (Theorbe) und Attila Szilagy (Violone) stellten zwischen den Stücken ihre Barockinstrumente jeweils vor. Andrea Antonel beispielsweise spielte das augenfälligste von allen, die Theorbe – eine Laute mit größerem Korpus und sehr langem Griffbrett. Dieses Instrument kann auch tiefere Töne spielen. Manuela Maria Mitterer erzählte über die Barockoboe, sie sei ein Vorfahre des modernen Instruments, aus hellem Buchsbaumholz und mit nur zwei Klappen versehen.

Barockensemble Tolmetes
Manuela Maria Mitterer an der Barockoboe. Hinten im Bild: Verena Laxgang, Chiara Cattani und Andrea Antonel. Foto: Marcus Vitolo

Kennengelernt haben sich die jungen Musiker des Barockensemble Tolmetes am Mozarteum in Salzburg, wo sie auch als Ensemble zusammengekommen sind.

Barocke Pracht und Empfindsamkeit

Insgesamt sechs Stücke für Gesang und Begleitung unterschiedlicher Art waren im Programm. Mal mit Flöte, mal mit Violine und Cembalo, mal mit ganzer Besetzung. Feinfühlig, leidenschaftlich nuanciert und inbrünstig bewegt, boten die klare Sopranstimme Maria Ladurners in italienischer Sprache und ihrer jeweiligen Begleiter Arien des Barock:

  • Antonio Maria Bononcinis dreiteilige Aria „Tutta fiamme e tutta ardore„ („Ganz Feuer und Glut“)
  • „Io mi parto“ („Ich ziehe fort“) von dessen älterem Bruder Giovanni Maria
  • Amors Arie aus „Die Krönung der Poppea“, „Dorme l‘incauta „(„Es schläft die Unvorsichtige“) von Monteverdi
  • Händels Arie „Nel dolce dell‘Oblio“ („Im süßen Schlummer“)
  • Vivaldis „Dalla gioia“
  • Cestis „Intorno all‘idol mio“ und „Dormi ben mio“(„Um mein Angebetete“, „Schlaf mein Gut“)

Ein klangliches Panorama der in Musik gegossenen Empfindungen um die Liebe.

Lesetipp: „Klangzauber des Barock“

Arcangelo Corelli schuf durch seine Kompositionen – 48 Triosonaten, 12 Violinsonaten und 12 Concerti grossi – die Referenzwerke dieser drei Formen des italienischen Stils. Roberto Noferini an der Barockvioline und Chiara Cattani am Cembalo boten eine edle Interpretation von dessen Sonate d-Moll Opus 5 Nr. 7, mit raschem Preludio, einer rasenden Corrente im Dreiertakt, einer beruhigenden, verzierten Sarabanda und einer rauschenden Giga.

Vivaldis Sonate RV 53 für Oboe und Basso continuo ließ die Barockoboe in ausdrucksstarker Interpretation erklingen. Zwei Trios, jeweils von Antonio Bertali, welches noch mittelalterliche Anklänge innehatte, und eines von Andrea Falconieri, brachten in voller Besetzung feierliche, elegante und höfische Atmosphäre.

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