Afrikanische Kunst von Ebou Fye Jassey

Afrikanische Kunst Ebou

Frau mit Tuch. Foto: Petra Kurbjuhn

Ausstellung in Holzkirchen verschoben auf 2021

Die Bilder von Ebou Fye Jassey sind voller Leuchtkraft und voller Hoffnung. Sie hätten den Besuchern der Raiffeisenbank Holzkirchen-Otterfing in der jetzigen tristen Zeit Mut und Freude schenken können, der Lockdown hat es vereitelt. Einen kleinen Ersatz wollen wir mit diesem Beitrag liefern.

Ich lernte den afrikanischen Künstler vor 25 Jahren in Otterfing bei Renate und Rudi Hogger kennen. Sie hatten im Rahmen des Eine-Welt-Vereins eine Ausstellung afrikanischer Kunst organisiert. Faszinierende farbige, von der Kultur des afrikanischen Kontinents erzählende Bilder und der lebensfrohe Künstler blieben in meinem Gedächtnis.

Ebou Fye Jassey
Ebou Fye Jassey. Foto: privat

Jetzt hatte Rudi Hogger wieder eine Ausstellung vorbereitet. Sie sollte in der 1. Etage der Raiffeisenbank Holzkirchen-Otterfing zu sehen sein, aber die Hygienevorschriften ließen es letztlich nicht zu. Wir aber durften die Bilder in Otterfing bestaunen.
Ebou Fye Jassey wurde 1958 in Bakau-Gambia geboren und wuchs im Senegal auf, wo er die Kunstschule in Dakar (Ecole National des Arts) besuchte. Ab 1985 hatte er mehrere internationale Ausstellungen und lebt seit 1988 in Bayern. Auch hier trat er mit zahlreichen Ausstellungen an die Öffentlichkeit.
Afrikanische Kunst EbouMärchenerzählerin. Foto: Petra Kurbjuhn

Der Künstler arbeitet mit vielfältigen Techniken wie Zeichnungen und Malerei mit Tinte, Öl oder Acryl, aber auch mit Siebdruck, Linolschnitt, Emaille und Batik. Auffallend sind seine Bilder intensiver Farbigkeit, in denen er das traditionelle Leben seiner Heimat in afrikanische Kunst umsetzt.

Frauen in afrikanischer Kunst

Dabei stehen insbesondere Frauen im Mittelpunkt seines Schaffens. Ich frage ihn warum und er antwortet, dass die Frauen das tägliche Leben in der Familie bestimmen und die Männer eher selten daran teilnehmen. Da ist die maisstampfende Frau ebenso wie die Märchenerzählerin, um die sich die Kinder andächtig lauschend versammelt haben.

Da ist die tanzende Frau mit Muscheln in den Haaren oder die Frau, die ihr Tuch in den Ring wirft, umgeben von trommelnden Männern und Zuschauerinnen. Sie wird jetzt tanzen bis sie müde ist.

Ebou F. Jassey
Musizierende Männer. Foto: Petra Kurbjuhn

Männer hat Ebou Fye Jassey auch gemalt, als Musiker, miteinander verbunden durch die weißen Bögen, die der Künstler plastisch aufgetragen hat.

Auch seine grafischen Arbeiten als Holz- oder Linolschnitt zeigen Menschen in der afrikanischen Heimat. Trotz fehlender Farbigkeit vermitteln auch sie die Lebensfreude der Menschen, so beim Tanzen.

Afrikanische Kunst
Linolschnitt von Tanzenden. Foto: Petra Kurbjuhn

Das Boot mit den Menschen darin stellt den Bezug von Ebou Fay Jassey zu seiner Heimat her. Ein wichtiges Thema für ihn sind die Sorgen, Wünsche und Hoffnungen der Menschen in den verschiedenen Kulturen, die so verschieden nicht sind. Es gilt, so Ebou Jassey „… einen Platz zu suchen, wo ich besser leben kann. Wo ich die wirtschaftliche Freiheit genießen kann und wo Menschen nicht hungern müssen.“

Afrikanische Kunst
Im Meer. Foto: Petra Kurbjuhn

Integration oder zumindest friedvolles Nebeneinander verschiedener Religionsgemeinschaften ist für den Muslim ein wichtiges Anliegen. Und er sagt: „Auf dem Weg, den wir gehen, brauchen wir das Licht der Hoffnung. Es liegt an uns, es zum Leuchten zu bringen.“ Ein schöner Satz zum morgigen 4. Advent.

Zum Weiterlesen: Ein Date mit Senta Berger: El Anatsui im Haus der Kunst

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