
Cecilia Bartoli beim 37. Internationalen Musikfest
Cecilia Bartoli kommt zum 37. Internationalen Musikfest. Foto: Uli Weber/Decca
Festival am Tegernsee und in Miesbach
In einer Woche startet das 37. Internationale Musikfest am Tegernsee mit dem bereits ausverkauften Konzert der Regensburger Domspatzen in St. Quirinus Tegernsee. Bis zum 26. Juli gibt es wieder Konzerte mit Künstlern von Weltrang in der Tenne auf Gut Kaltenbrunn in Gmund und im Kulturzentrum Waitzinger Keller in Miesbach.
Dort findet am 26. Juli der Höhepunkt des diesjährigen Festivals statt. Dem künstlerischen Leiter des Festivals Helge Augstein gelang es, Operndiva Cecilia Bartoli zu verpflichten. „Sie hat eine Spitzenstellung und ist von einer enormen künstlerischen Feinheit“, erklärt er. Die Mezzo-Sopranistin wird einen Abend mit Liedern und Arien gemeinsam mit David Fray am Flügel gestalten. „Der Saal im Waitzinger Keller ist traumhaft“, schwärmt Helge Augstein und lobt im selben Atemzug, dass Kulturzentrumschefin Isabella Krobisch es trotz organisatorischer Probleme möglich gemacht habe, dass das Konzert stattfinden könne. Diese Einstellung zur Kultur wünsche er sich allerorten.

Helge Augstein, künstlerischer Leiter des 37. Internationalen Musikfestes am tegernsee. Foto: privat
Isabella Krobisch freut sich. Schon immer habe sie sich gewünscht, dass einmal ein internationaler Star im Saal des Waitzinger Kellers auftritt, sagt sie.
Die anderen Konzerte finden auf Gut Kaltenbrunn statt. Die Tenne im ehemaligen Rinderstall dient als Ersatz für die ehemalige Heimstätte des Festivals Wildbad Kreuth. „Wir mussten Wildbad Kreuth ersetzen und damit ging die Hochtal-Idylle verloren“, bedauert Helge Augstein. Mit der Tenne von Gut Kaltenbrunn habe man einen Ersatz gefunden.
Lesetipp: Helge Augstein in der 45. Ausgabe der KulturBegegnungen, Seite 9
Auch in diesem Jahr hat der künstlerische Leiter wieder Musikerinnen und Musiker von Weltrang in das Tegernseer Tal einladen können.

Lukas Sternath. Foto: Thomas Rabsch
Am 14. Juli wird der Pianist Lukas Sternath zum Eröffnungskonzert Franz Schubert und Ludwig van Beethoven zu Gehör bringen. Das Notos Quartett spielt am 15. Juli Klavierquartette von Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann und Johannes Brahms.

Trio Moreau. Foto: Warner
Dem Klaviertrio gehört der Abend des 16. Juli, wenn das Trio Moreau, Edgar mit seinen Brüdern David und Jérémie, Kammermusik für Cello, Geige und Klavier von Claude Debussy, Camille Saint-Saëns und Ludwig van Beethoven spielt.

Nikola Meeuwsen. Foto: Simon Van Boxtel
Auch mit Nikola Meeuwsen hat Helge Augstein einen jungen ausgezeichneten Pianisten verpflichten können, der am 17. Juli Klaviermusik von Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Robert Schumann zu Gehör bringt. Dieses Konzert wird für das ARD-Radiofestival live mitgeschnitten, Sendetermin ist der 1. August.

International Rotary Big Band. Foto: privat
Ein Benefizkonzert gestaltet die International Rotary Big Band am 18. Juli unter Leitung von Thomas Siffling, Trompete. Die Sängerin Nicole Metzger moderiert den Abend mit Jazzklassikern und modernen Highlights in inspirierenden Arrangements. Die Erlöse des Konzerts der Bigband dienen der Anschaffung neuer Instrumente für die Musikschule Tegernsee.

Cuarteto SolTango. Foto: Andrej Grilc
Dem Tango ist der 20. Juli gewidmet, wenn das Cuarteto SolTango Werke von Osvaldo Pugliese, Aníbal Troilo, Horacio Salgán u. a. spielt.

Jan Lisiecki. Foto: Stefano Galuzzi
„Worlds of Dance“ nennt der prominente Pianist Jan Lisiecki sein Konzert am 21. Juli, bei dem er Tänze von Franz Schubert über Johannes Brahms und Frédéric Chopin bis Astor Piazzolla spielen wird. „Der kanadische Pianist Jan Lisiecki tanzt in seinem neuen Programm auf dem Klavier! Paris und Buenos Aires, Wien und Warschau, Tschechien und Spanien sind die Schauplätze seiner Welt des Tanzes. Lisiecki nimmt uns mit auf eine Reise durch verschiedene Kulturen und Traditionen, deren Tänze in die Klavierkunst eingegangen sind“, verspricht das Programmheft.

Julia Fischer. Foto: Sue Yang
Ein Glanzlicht ohne Klavier bieten Julia Fischer, Nils Mönkemeyer, Maximilian Hornung und exzellente Kolleginnen und Kollegen mit den selten gespielten, aber herausragenden Streichoktetten von George Enescu und Felix Mendelssohn-Bartholdy am 22. Juli. „Es ist nie zu hören, weil es wirklich schwer ist“, sagt Julia Fischer im Programmheft, „aber es ist unfassbar, was Enescu da geschaffen hat – an Klangfarben und Möglichkeiten.“

Lucas und Arthur Jussen. Foto: Jesaja Hizkia
Der letzte Abend auf Gut Kaltenbrunn wird am 23. Juli von dem bekannten Brüdern Lucas und Arthur Jussen mit Klaviermusik von Wolfgang Amadeus Mozart bis Sergei Rachmaninov präsentiert.