
Wuids Bayern für Wildes Bayern e.V.
Bieramiden. Foto: privat
Festival in Weyarn
Beim Festival „Wuids Bayern“ am 2. Mai in der Weyhalla spielen fünf Bands auf zwei Bühnen ohne Gage für den guten Zweck: Hoamatbeat, Bieramiden ohne Strom, Wild Wire, Håbergoaß und MAL and the long breath of dole.
„Alle Einnahmen gehen an die Organisationen Wildes Bayern e.V. zum Schutz der heimischen Wildtiere und deren Lebensräume und die Obdachlosenhilfe Marienkäfer e.V., für den hochwertige Winterschlafsäcke zum Verteilen gespendet werden“, erklärt Organisator Michael Schmid von Machastattredn Productions.
Seit 25 Jahren organisiere er ehrenamtlich solche Benefizkonzerte, sagt er. Wildes Bayern e.V. habe er in diesem Jahr ausgewählt, weil er selbst eine große Naturverbundenheit habe. Den Verein Marienkäfer habe er über einen Fernsehbeitrag kennengelernt. „Die leisten direkt Hilfe an Obdachlose“, lobt er.
Im folgenden stellen sich die Bands selbst vor:
Die Band HoamatBeat wurde im vergangenen Jahr mit dem oberbayerischen Förderpreis „DiaTON“ für Dialekt und Musik ausgezeichnet und zählt damit zu den vielversprechenden neuen Stimmen der bairischen Musikszene.
Ihre Lieder erzählen von Verbundenheit und Abschied, von Sinnsuche und dem Ankommen bei sich selbst. Sie entstehen aus Stille ebenso wie aus Bewegung, aus Nähe zur Heimat ebenso wie aus dem Mut, über sie hinauszublicken. Diese innere Konsequenz findet ihre Form im Debütalbum »Wurzeln«, das im Februar 2026 auf Vinyl und digital erschien – bewusst als geschlossenes Album gedacht, handgemacht, mit emotionaler Tiefe und klarer Handschrift.
HoamatBeat verbindet bairische Mundart mit modernem Folk-Rock, fünfstimmigem Gesang und einer spürbaren Nähe zum Leben. Verwurzelt im bayerischen Oberland und offen für die Welt entsteht eine Klanglandschaft, die nicht erklären will, sondern berührt – leise und kraftvoll zugleich, zeitlos in ihrem Ausdruck. Ein Fan beschrieb HoamatBeat einmal als die „bayerischen Mumford & Sons“ – ein Bild, das die Energie trifft, ohne der Band ihre eigene Sprache zu nehmen.

HoamatBeat – das sind: Florian Stecher (Vocals, Rhythmusgitarre), Stephan Stacheter (Vocals, Keyboard/Klavier), Toni Huppenberger (Vocals, Leadgitarre), Martin Schindler (Vocals, Bass/Kontrabass) und Jannik Dreyer (Vocals, Drums). Foto: privat
Wer oder was sind die Bieramiden? Die Band selbst würde ihre Musik wohl als Punk-Rock bezeichnen. Wobei böse Zungen in der Szene behaupten, diese Band sei zu gut für Punk. Aber wenn man zu gut ist für Punk und sich über alles andere keine Gedanken macht, was ist man dann?
Die Bieramiden pfeifen wohl einfach darauf und spielen die Musik, auf die sie gerade Lust haben. Und wenn das bedeutet, dass man auch mal ein unplugged Set vom Brett heißt, wie jetzt beim Wuids Bayern Festival in der WeyHalla, oder sich spontan einen Bläsersatz zulegt, dann ist das eben so.

Wild Wire. Foto: privat
Wild Wire überzeugt mit kompromisslosem Hardrock, der die Energie der Rockmusik in die Gegenwart zurückbringt. In ihren eigenen Songs verbinden sie markante Gitarrenriffs und tiefgründige Lyrics mit druckvollen Drums, die zum Headbangen einladen. Einmal gehört, will man definitiv mehr.
Håbergoaß aus dem Inntal stehen für ein neues Verständnis von Tradition und „Dahoam“. Sie bringen ihren Hörern ihre Vorstellung von “Liberalitas Bavariae“ näher, dem Lebn und Leben lassn.

Håbergoaß. Foto: privat
Mit eigenen Mundarttexten und ihrer Instrumentalisierung aus E-Gitarren, Bass, Schlagzeug und Hackbrett/Querflöte schaffen sie einen einzigartigen Sound, der mit der Kraft eines Bergbaches zur Schneeschmelze alles mit sich reißt. Es klingt nach einem musikalischem Underground-Hoagascht, True-Bavarian-Folkrock eben!

MAL and the long breath of dol : MAL (Ziach & Gesang), Rud the Dude (Gitarre), Jof (Schlagzeug), Winnie (Keys) und Peter (Bass). Foto: privat
MAL and the long breath of dole kommen aus dem idyllischen Sillersdorf im Berchtesgadener Land und machen kompromisslos ihr eigenes Ding: ausschließlich eigene Songs, im bairischen Dialekt und ohne sich an Trends anzupassen.
Die Band besteht aus MAL (Ziach & Gesang), Rud the Dude (Gitarre), Jof (Schlagzeug), Winnie (Keys) und Peter (Bass) – gemeinsam spielen sie jeden Ton mit Herz und Energie. Ihr Sound verbindet bairische Tradition mit eigenem Groove – authentisch, unverstellt und unverwechselbar.
Live ist MAL and the long breath of dole direkt, ungefiltert und nah dran. Druckvolle Nummern treffen auf reduzierte, ruhige Momente – ohne Showeffekte, ohne Umwege. Entscheidend ist, was beim Publikum ankommt. Die Love & Peace Tour ist kein musikalisches Konzept, sondern ein bewusstes Statement. Abseits der Musik positioniert sich die Band klar: für Zusammenhalt, Freiheit und ein Miteinander, das nicht verhandelbar ist.
MAL and the long breath of dole stehen für Musik mit Substanz – verwurzelt im Dialekt, offen im Ausdruck und eigenständig im Anspruch.