#OhneAscheKeinPhönix sagt Christine Eixenberger

#OhneAscheKeinPhönix

Christine Eixenberger vor dem geschlossenen roten Vorhang. Foto: Alexander Harlander

Initiative im ZDF

Gestern Abend um 17.55 Uhr sprach die bekannte Kabarettistin und Schauspielerin Christine Eixenberger aus dem Festsaal des KULTUR im Oberbräu Holzkirchen in der Sendung „Leute heute“ des ZDF. Sie hatte ein Anliegen: die Aktion #OhneAscheKeinPhönix.

Christine Eixenberger hatte erst kürzlich einen Riesenerfolg im Fernsehen mit dem Film „Matze, Kebab und Sauerkraut“. Auch die Serie „Marie fängt Feuer“, in der die Schlierseerin eine Feuerwehrfrau im Bayerischen Voralpenland spielt, ist ein Renner. Darüber hinaus hat sich Christine Eixenberger einen Namen als Kabarettistin gemacht. Zunächst gemeinsam mit Tobias Öller, seit acht Jahren aber mit Soloprogramm ist sie in diesem Genre ebenso erfolgreich.

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Jetzt aber wolle sie mit Mitinitiatoren durch einen Kulturstreik die Kultur retten, kündigte „Leute heute“-Moderatorin Karen Webb die Einspielung an. Christine Eixenberger läuft vom Marktplatz hinauf zum KULTUR im Oberbräu. Hier, so sagt sie, startete ihre Karriere als Kabarettistin mit dem Soloprogramm „Ballkontakt“. Und hier sollte auch die Premiere ihres neuen Programms „Einbildungsfreiheit“ stattfinden, die Karten waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.

#OhneAscheKeinPhönix
Christine Eixenberger in „Einbildungsfreiheit“. Foto: KULTUR im Oberbräu

Dann aber kam der Lockdown light. Christine Eixenberger sitzt im leeren Festsaal des Holzkirchner Kulturhauses und sagt, sie habe etwas tun müssen, denn die Kulturbranche treffe der Lockdown massiv. Gemeinsam mit ihrer Agentin Angela Bassani und anderen namhafte Künstlern wie Wolfgang Krebs will sie mit der Aktion #OhneAscheKeinPhönix nicht nur Aufmerksamkeit für die Kulturschaffenden erzeugen, die existentiell von den Corona-Lockdowns betroffen sind, sondern auch für Veranstaltungstechniker, die nicht im Rampenlicht stehen.

Streik im Netz

In einem Interview mit den „Radiospitzen“ von Bayern2 erläutert sie ihre Aktion näher. Zunächst habe sie wie andere auch eine gewisse Lethargie erfasst, aber schließlich sei es das Wesen der Kreativbranche mit Problemen umzugehen. Und so entstand die Aktion #OhneAscheKeinPhönix, die zu einem Streik im Netz aufruft. Sie verstehe sehr gut, dass viele Künstler im ersten Lockdown auch kostenlos im Internet aufgetreten sind, einfach um nicht vergessen zu werden, sagte Christine Eixenberger im Radio. Aber die Kultur verliere ihren Wert und Künstler müssen durch ihre Arbeit Geld verdienen.

#OhneAscheKeinPhönix
Christine Eixenberger betritt das KULTUR im Oberbräu. Foto: Alexander Harlander

Deshalb rufe sie zu einem stillen Protest auf und sagte: „Wenn viele still sind, wird es ganz laut.“ Dabei bezieht sie alle Soloselbständige der Kulturbranche, wie Agenten und Techniker mit ein: „Es gibt mehr als eine Million Beschäftigte im Kulturbereich“ und konstatiert: „Wir sind keine Bespaßungsindustrie“, sondern die Kultur trage zur mentalen Gesundheit der Menschen bei.

Austausch mit der Politik

Christine Eixenberger regt auch zu einem konstruktivem Austausch innerhalb der Kulturbranche und mit der Politik an, indem sie beispielsweise mit ihrer Aktion dazu anleitet, wie man mit seinem jeweiligen Landtagsabgeordneten in Kontakt treten kann. Denn es gebe eine Hemmschwelle, die Politiker direkt anzuschreiben. Es gehe dabei nicht um Kritik, sondern um konkrete Vorschläge zur Unterstützung. „Wir stehen voll hinter den Konzepten und Hygienemaßnahmen“, betont die Schauspielerin. So findet man auf der Webseite ein Musteranschreiben an den jeweiligen Landtagsabgeordneten vor.

#OhneAscheKeinPhönix
In der Kamera des ZDF. Foto: Alexander Harlander

Tatkräftig unterstützt wird sie hierbei u.a. von Bernd Schweinar (Verband für Popkultur Bayern e.V.), Sebastian Schlagenhaufer, Moni Wagner und Mathias Kellner. Eines der Ziele der engagierten Künstler: Die Kulturbranche soll nach dem Ende des zweiten Lockdowns unter den gegebenen Hygienemaßnahmen zu den Ersten gehören, die wieder öffnen dürfen – und nicht zu den Letzten wie beim ersten Lockdown. Es geht letzlich darum, konstruktive Lösungen zu finden, um wieder Raum zu schaffen für (live) erlebbare Kunst – und Kulturveranstaltungen und den Austausch miteinander darüber.

Die Hoffnung von Christine Eixenberger und ihren Mitstreitern ist eine berufliche Zukunftsperspektive für die Beschäftigten der Kreativbranche, vor allem was die Planbarkeit angeht. „Es fehlt das Go in der Politik“, sagte sie in den Radiospitzen. Man müsse jetzt raus aus der Lethargie, egal, ob es Erfolg habe. „Es muss verbrannte Erde geben, um daraus aufsteigen zu können“, erklärt sie ihre Aktion #OhneAscheKeinPhönix.

Perspektive für Kulturschaffende

Im Holzkirchner KULTUR im Oberbräu betont sie am Ende des Beitrages noch einmal, dass es ihr mit ihrer Initiative um eine Perspektive der Kulturschaffenden gehe, „Kunst und Kultur sind wichtig“. Und dann zum Schluss wünscht sie sich, zu Weihnachten mit der Familie zusammen feiern zu können.

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