Wer, wenn nicht wir

Auftaktveranstaltung Öko-Modellregion Miesbacher Oberland

Als 3H-Politiker bezeichnete gestern Abend Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner Staatsminister Helmut Brunner, der mit Herz, Hand und Hirn arbeite. Mit seiner Begeisterung für die Öko-Modellregionen steckte der Minister das Publikum an.

Dieses war sehr zahlreich in den Klostersaal nach Fischbachau gekommen, um die Auftaktveranstaltung der Öko-Modellregion Miesbacher Oberland zu erleben. Die Idee stammte von Dr. Stefan Gabler, Leiter des Grünen Zentrums Holzkirchens. Er fand anfangs engagierte Mitstreiter und letztlich unterstützen alle 17 Gemeinden des Landkreises den Antrag. Am 18. Mai 2015 wurde dem Miesbacher Oberland mit elf anderen Bewerbern in Bayern die Urkunde zuerkannt. Mit Marika Kinshofer ist seit dem 1. Oktober eine Managerin für das Projekt, das bei der Stndortmarketinggesellschaft Miesbach angesiedelt ist, eingestellt.

Landrat Wolfgang Rzehak dankte anschließend dem Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten für diese Initiative. Zudem forderte er alle Besucher auf, diese Themen aktiv mitzugestalten. Immerhin sind bereits 12 Projekte eingereicht, deren Vertreter sämtlich im Klostersaal anwesend waren und zur Diskussion bereit standen.

Bio und regional verbinden

Der Minister betonte, dass es bei der Öko-Modellregion nicht um eine Ideologie, sondern um eine Einstellung handle. Nicht auf Masse, sondern auf Qualität solle man setzen. Man brauche ein Netzwerk vom Erzeuger bis zum Verbraucher. Bei diesem müsse sich das Bewusstsein entwickeln, dass nicht jeden Tag alles auf den Teller zu sein habe. Ökologisch und saisonal sei die Devise.

Aber ebenso regional. „Wir importieren Bioprodukte aus Ägypten, China und Holland. Warum nutzen wir die Chance nicht selber?“, fragte Brunner. Er wolle die beiden Trends Bio und regional verbinden. Aus diesem Grund habe er deshalb ein neues bayerisches Biosiegel in Brüssel durchgesetzt.

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Wirtschaft und Tourismus profitieren

Bis 2012 wolle er in Bayern die Produktion von Bioprodukten verdoppeln. „Ihr Landkreis ist prädestiniert dafür, das ist eine Chance, die uns gemeinsam in die richtige Richtung führt.“ Dabei lege er aber großen Wert darauf, dass konventionelle und ökologische Landwirtschaft nicht zu Konkurrenten werden, sondern als Partner zusammen arbeiten.

Warngaus Bürgermeister Klaus Thurnhuber stellte die Vorteile der Öko-Modellregion zusammen. Er zitierte seinen Bürgermeisterkollegen Lechner, der gesagt habe: „Wer, wenn nicht wir.“ Die kleinteilige Landwirtschaft mit ihrem besonderen Lebensgefühl sei besonders für dieses Modell geeignet. Es bringe nicht nur Wertschöpfung in der Landwirtschaft, sondern auch Aufschwung für die Wirtschaft, da Produkte weiter verarbeitet würden. Zudem profitiere der Tourismus, denn die Öko-Modellregion werde zum Besuchermagnet. Und zuletzt würden die einheimischen Produkte wert geschätzt und müssten in besonderer Weise zum Verkauf angeboten werden.

12 Projekte

Marika Kinshofer lobte das Engagement der Menschen, die sich in 12 Projekten vorstellten, das sind im einzelnen:
Kräuterregion Leitzachtal
Miesbacher Weiderind
Bio-Milchprodukte
Weitere Milchviehbetriebe von Umstellung überzeugen
Bioeier
Regionale Bioschmankerl
Regionalprodukte im Absatz
Regionalprodukte in Schulen
Bürgerbeteiligung
Blühflächen, Biodiversität
Ernährungsbildung
Streuobst.

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