Udo Samel

Kulturblitz: Wasserburger Theatertage mit Udo Samel

Stefan Litwin und Udo Samel. Foto: Reinhard Knirsch

Theater in Wasserburg

Die Theatertage in Wasserburg sind eine Institution in Bayern. Privattheater zwischen Ansbach und Burghausen treffen sich am Inn, um ihre Inszenierungen aufzuführen und sich auszutauschen.

Zum zwanzigsten Mal wurden die Theatertage mit einem Programm des Schauspielers Udo Samel eröffnet, diesmal begleitet vom Pianisten Stefan Litwin mit Kompositionen von Strawinsky oder Eisler.

Udo Samel wurde einem großen TV-Publikum erstmals 1986 als Franz Schubert in „Mit meinen heißen Tränen“ bekannt. Das Theaterpublikum allerdings hatte ihn bereits in vielen großen Bühnenrollen schätzen gelernt. Nach einem Engagement am Düsseldorfer Schauspielhaus gehörte er von 1978-1992 dem legendären Ensemble der Berliner Schaubühne an. Erfolge feierte er auch bei den Salzburger Festspielen. Von 2004-2015 war er Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Aktuell ist Udo Samel wiederkehrend in „Babylon Berlin“ als Ernst Gennat, Leiter der Mordkommission, zu sehen.

Udo Samel las in Wasserburg aus dem einzigen Roman des zu Unrecht viel zu wenig bekannten 1902 geborenen Hans Sahl. Der Titel: „Die Wenigen und die Vielen. Roman einer Zeit“ . Die Geschichte eines Schriftstellers, der zur Flucht aus Nazi-Deutschland gezwungen wird, kreuz und quer durch Europa gehetzt wird und schließlich in New York Asyl findet.

Im Anschluss hat sich Reinhart Knirsch mit Nick Mayr vom Theater Wasserburg über die 20. Theatertage unterhalten.

Die Theatertage gehen noch bis zum 26. Juni – mehr Information unter www.theaterwasserburg.de. Hier hören Sie den Podcast Radio Regenbogen.

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