Ganzjahreskrippe wird eingeweiht

Ganzjahreskrippe

Einladung zur Einweihung der Ganzjahreskrippe. Foto: MZ

Einweihung der Miesbacher Krippe

Am kommenden Mittwoch, 29. September, wird die neue Ganzjahreskrippe in der Miesbacher Stadtpfarrkirche eingeweiht. Kathrin Baumann und Brigitte Denz initiierten diese Präsentation biblischer Szenen und warten mit einer Besonderheit auf.

„Zur Einweihung zum Fest des Erzengels Michael werden wir acht erwachsene Engel herzeigen“, informiert Pastoralreferentin Kathrin Baumann.“Bisher habe man diese Engel nur einzeln zeigen können, aber in dem neuen großen Krippenkasten, der jetzt noch mit einem blauen Tuch verhängt ist, werden sie alle miteinander Platz finden.

Dazu hat Mesnerin Brigitte Denz einen passenden Hintergrund geschaffen, den ich schon einmal sehen darf. Kathrin Baumann öffnet den Krippenkasten, derzeit noch leer, aber mit kalligraphischen Schriften ist der Hintergrund gestaltet: „Gott sprach: ich werde einen Engel schicken…“ Hier werden zur Einweihung die Engel in Licht angestrahlt zu sehen sein.

Ganzjahreskrippe
Der von Mesnerin Brigitte Denz gestaltete Hintergrund. Foto: MZ

Bislang wurde jeweils in der Weihnachtszeit in der Kerkerkapelle der Kirche Maria Himmelfahrt eine Krippe aufgebaut. Sie ist eine Kostbarkeit, etwa 200 Jahre alt und ein Exemplar der damals beliebten „Münchner Krippen“. Nun aber kam der Krippenkasten in die Jahre und musste erneuert werden. Zudem kam nur ein Teil der vorhandenen 176 Teile umfassenden Figurensammlung zum Einsatz. Das soll jetzt anders werden.

Die Ganzjahreskrippe wird entsprechend der Jahreszeit und der biblischen Ereignisse immer wieder neugestaltet. Sie steht im hinteren Teil der Kirche und passt sich in ihrer Bauart sehr gut den anderen modernen Einrichtungen auf der anderen Seite an. Hier schuf die Firme Späth aus Bad Tölz bereits einen modernen und angenehmen Beichtstuhl, der jetzt Versöhnungsraum heißt, daneben befindet sich der Weihwasserspender.

Ganzjahreskrippe
Pastoralreferentin Kathrin Baumann vor dem noch verhüllten Krippenkasten. Foto: MZ

Alle neuen Einrichtungen sind angelehnt an das Kirchengestühl in hellem Eichenholz gefertigt, haben aber ein modernes Gepränge. So auch der neue Krippenkasten, in dem die Ganzjahreskrippe ihren Platz finden soll. Finanziert wurde er ausschließlich aus Spenden.

Auch für die zumeist restaurierungsbedürftigen Figuren sucht die Pfarrei Spenden in Form von Paten. Der Miesbacher Restaurator Sebastian Westermeier ist mit der Konservierung und Restaurierung beauftragt.

Szenen der biblischen Geschichte

Als erste Darstellung nach der Einweihung wird die Weihnachtsgeschichte zu sehen sein: Beginnend mit der Verkündigung durch den Engel Gabriel und endend mit Lichtmeß, wo das Jesuskind im Tempel symbolisch Gott überreicht wird.

Danach werden andere Szenen der biblischen Geschichte inszeniert, wie die Hochzeit von Kana, oder die Frau am Jakobsbrunnen. „Dazu brauchen wir einen erwachsenen Jesus, wir haben aber nur einen Kopf, den man auf eine andere Figur aufsetzen muss“, sagt Kathrin Baumann. Kreativ werde man auch in der Fasten- und Osterzeit sein, denn sicher werde man keine Kreuzigung darstellen, sondern lieber mit Symbolen arbeiten.

Lesetipp:
In die „Himmelsspuren“ einschwenken

Zusätzlich ist geplant, in der Ganzjahreskrippe Szenen aus der Stadtgeschichte Miesbachs einzubauen. Hier arbeite man eng mit Kulturamtsleiterin Isabella Krobisch und Historiker Alexander Langheiter vom Stadtarchiv zusammen.

Jetzt aber wird die Ganzjahreskrippe im Gottesdienst am 29. September um 18 Uhr eröffnet. Als Eröffnungsbild wird die einzigartige Engelsgruppe aus acht erwachsenen Engeln zu sehen sein.

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