Fremde Welt und nahe Botschaft

Ausstellung im Krankenhaus Agatharied

Der Miesbacher Maler Stefan Ambs vor einem seiner Bilder. Foto: Petra Kurbjuhn

Ausstellung in Agatharied

Die Bilder von Stefan Ambs entführen in eine andere Welt, eine Welt aber, die nicht weltfremd ist, sondern mit der wirklichen eine Menge zu tun hat. Wer diese Rätsel lösen will, möge sich seine Ausstellung im Krankenhaus Agatharied anschauen.

Für die 23. Ausgabe unserer Zeitung KulturBegegnungen besuchten wir den Miesbacher Künstler Stefan Ambs in seinem Atelier. Viel konnte er uns nicht von seinen aktuellen Arbeiten zeigen, denn die meisten waren schon verkauft. Seine surrealistisch anmutenden Bilder sind begehrt. Inzwischen sind eine Reihe neuer Arbeiten entstanden, die einen tiefen Einblick in die Gedankenwelt des Malers zeigen.

„Das Land der Königin“ steht symbolisch für das, was Ambs ausdrücken will. Eine Frau sitzt in der Wüste und fängt mit ihrer geöffneten Hand Wassertropfen auf. Aus ihrem Gewand entwickelt sich eine blühende Landschaft über der Wüste. Dasselbe hat der Maler mit dem männlichen Pendant gemalt. Hier ist es der Maler, der in der Wüste sitzt und die Welt aus seinem Umhang erschafft.

Zerstörbarkeit der Welt

Diese Bilder gehören zu einer neuen Serie, die er „Wandlung“ nennt und in der er sehr subtil auf die Verletzlichkeit der Welt und die Verantwortung des Menschen hinweist. Er kann die Welt zerstören und er kann sie fruchtbar machen, verändern zum Wohle aller. Das Tuch symbolisiert die leichte Zerstörbarkeit der Welt.

Stefan Ambs sagte, dass er nicht missionieren, sondern nur seine Angst um die Welt ausdrücken wolle. So erzählt er seine Sorge um die Zerstörung unseres Planeten mit immer neuen Geschichten. Es sind sehr farbige Bilder mit Figuren und Landschaften, die zunächst exotisch anmuten, die fremd ausschauen, aber vertieft man sich in die Bilder hinein, dann wird die Aussage deutlich.

Stefan Ambs geht es nicht nur um die Landschaft, sondern auch um die Kultur, um Geist und um Bildung. Alles verändere sich, sagt er und er habe Angst, dass ihm wichtige und als richtig erkannte Dinge verloren gehen.

Nach Art der alten Meister

Die Bilder von Stefan Ambs faszinieren nicht nur durch ihren Inhalt, sondern auch durch die ausgefeilte Technik. Der Künstler verwendet die älteste Mischtechnik, eine selbst gefertigte Eitempera. Sie besteht aus Eigelb, Leinöl und Farbpigmenten, die genaue Mixtur indes ist ein Geheimnis. Und mit dieser malt er exakt in der Art der alten Meister. Nur für die Übergänge ergänzt er am Ende mit Ölfarbe.

Es lohnt sich, sich im Krankenhaus Agatharied Zeit zu nehmen, um einzutauchen in die fremde Welt des Miesbacher Malers und die nahe Botschaft auf sich wirken lassen.

Die Ausstellung ist noch bis Ende Dezember zu sehen.

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