Wo das Lied beginnt und die Liebe wohnt

Annemarie Hagn

Annemarie Hagn – eine Valleyer Vollblutmusikerin. Foto: Ramona Meisl

Konzert in Valley

Annemarie Hagn lud am Dienstag zum Konzert ins Sudhaus in Valley. Mit ihr auf der Bühne stand nicht nur ihr Duett-Partner Walter Mies, sondern auch Georg Obermüller am Klavier und einige weitere Überraschungsgäste. Es entstand ein bunter Liederabend von Volksmusik bis Jazz, von Barock bis Schlager.

Wer kennt sie nicht, die „Annamierl“? Annemarie Hagn ist weit über die Gemeindegrenzen Valleys hinweg bekannt für ihre entspannten, spontanen und ungezwungenen Liederabende. Sie ist eine wahre Vollblutmusikerin. Die Liebe zur Musik kennt ihr der Zuhörer in jeder Sekunde an und wird automatisch angesteckt, genauso zu fühlen.

Gleichzeitig wird das Publikum bei ihren Konzerten aufs Beste unterhalten. Denn durch ihre spontanen Einfälle, die ihr oft beim Zeitunglesen, aber auch mal während des Konzertes kommen, wirkt sie vollkommen authentisch. So ist die „Annamierl“ eben: laut, frech, unberechenbar und trotzdem immer enorm liebenswert.

Annemarie Hagn
Oft an Hagns Seite – Georg Obermüller, der Meister der filigranen Klavierklänge. Foto: Ramona Meisl

Vor allem aber ist sie hochgradig gefühlvoll. Mit ihrer dunklen, vollen Stimme verleiht sie der Musik einen emotionalen Kern, der das Publikum mitreist. Dabei strebt sie nicht nach musikalischer Perfektion, sondern nach der absoluten Freude am Musizieren und Zuhören. Und genau das ist ihr Erfolgsgeheimnis. Annemarie Hagn kann spielen was sie will, es klingt alles individuell schön.

Ein bunter Liederstrauß

Im Valleyer Schloss Bräu ließ sie in einem abendfüllenden Programm unzählige Lieder hören. Immer begleitet von Walter Mies am Kontrabass, Georg Obermüller am Klavier und sich selbst an der Gitarre oder der Diatonischen. In zweistimmigem, sich perfekt ergänzendem Gesang, erklangen Lieder wie „Schau mi net so an“, „Über d’Alma“, „Sailing“, „Dirty Old Town“ oder „Isarmärchen“.

Annemarie Hagn
Feine Akkordeonklänge von Barbara Bertram. Foto: Ramona Meisl

Annemarie Hagn bietet mit ihrer aufbrausenden, aber unglaublich liebevollen Art gleichzeitig auch immer anderen Musikern ein Podium für ihre Kunst. So hatte sie für das Konzert in Valley unter anderem Barbara Bertram für einige Lieder engagiert. Die Malerin spielte auf ihrem Akkordeon klassische Literatur von Bach bis Schumann als kleinen Kontrast zu den Genres, die von Annemarie Hagn schon besetzt waren.

Annemarie Hagn
Ebony Davis ist Sängerin und Pianistin. Sie singt unter anderem in der Outlaw Valley Band. Foto: Ramona Meisl

Dass in Valley viele musikalische Talente ihre Heimat haben, wurde wieder einmal deutlich, als Ebony Davis auf die Bühne kam. Die Sängerin und Pianistin vervollständigte Hagns Musik in „Que sera sera“ und „Summertime“ mit ihrer jazzig-souligen Stimme. Ein weiterer Überraschungsgast war Hans Triebel aus der Gotzinger Trommel. Wie in einem Gespräch zwischen Liebenden gaben er und Annemarie Hagn das volkstümliche Lied „Jagersbua, sag mir wo bist so lang gwesn“ zum Besten.

Annemarie Hagn
Mit Hans Triebel singt Annemarie Hagn bayerische Volksmusik. Foto: Ramona Meisl

Der Spaß gehört bei Annemarie Hagn dazu

Zwei Höhepunkte kürten die zweite Programmhälfte. Als Annemarie Hagn und Walter Mies in die Rollen von Charles und Camilla, bei ihrem Besuch der Herrmannsdorfer Landwerkstätten schlüpften, kringelten sich die Zuschauer auf ihren Sitzen vor Lachen. Der vermeintliche Prinz Charles rührte ständig nur in seinem Tee und begrüßte das Publikum mit einem gekonnten „Servus“. Währenddessen erklärte Annemarie Hagn als Herzogin Camilla von Cornwall in bayerischem Englisch, wie ein Huhn zu rupfen ist.

Annemarie Hagn
Annemarie Hagn und Walter Mies als königliches Paar bei Herrmannsdorfer. Foto: Ramona Meisl

Für jemanden, der Musik liebt, gibt es nichts Schöneres, als seinen Geburtstag mit einem Konzert zu feiern. Genau das hatte Annemarie Hagn am vergangenen Dienstag getan. Sie hatte sich selbst und dem Valleyer Publikum einen Liederabend zum Jubiläum geschenkt. Womit sie allerdings nicht gerechnet hatte, war, dass die Valleyer Künstler ihr ein handgemachtes Ständchen zurückschenken würden. So interpretierten Barbara Bertram und Irene Paul mitsamt dem ganzen Publikum Reinhard Meys „Annabelle, ach Annabelle“ unter dem neuen Titel „Annamierl, ach Annamierl“ als ihr persönliches Geburtstagslied.

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