Der Schliersee in voller Pracht

Der Valleyer Künstler Reinhold Schmid ist fasziniert vom Schliersee. Foto: Vitalwelt.

Ausstellung in Schliersee

Der Valleyer Landschaftsmaler Reinhold Schmid hat sich in der letzten Zeit vor allem mit der Faszination des Schliersees auseinandergesetzt. Dabei hat er sich in einer Vielzahl von Werken der Technik der Pastellmalerei bedient. Die Bilderschau in der Schlierseer Vitalwelt zeigt nun vor allem Momentaufnahmen der oberbayrischen Perle mit seinen besonderen Stimmungen. Ergänzend dazu sind einige wenige größere abstrakte Arbeiten zu sehen.

Die grau gehaltene Hauptwand des großzügigen, lichtdurchfluteten Raumes neben der Touristeninformation eignet sich besonders gut für die 18 eher kleinformatigen Arbeiten, die dort in Sechser- und Vierergruppen hängen. Sie sind allesamt in Pastellkreide auf speziellem Papier gefertigt, im letzten halben Jahr entstanden, sorgfältig gerahmt und durch Glas geschützt.

Reinhold Schmid: Faszination des Schliersees

Sie zeigen das malerische Gewässer zu unterschiedlichen Tageszeiten und aus verschiedenen Perspektiven. Dabei sind spektakuläre Sonnenuntergänge, bei denen der Künstler versucht, ein Abgleiten in den Kitsch tunlichst zu vermeiden, genauso wie kleinere, auf den ersten Blick unscheinbare Szenerien rund um den See – mit und ohne Wasser. Meistens jedoch mit, denn was eignet sich besser für effektvolle Spiegelungen als der charmante See im Voralpenland?

Die Vorgeschichte zur Ausstellung

Seit vielen Jahren arbeitet Reinhold Schmid an seiner Serie „d a h o a m – Landschaften aus der Heimat“ mit Motiven aus der Umgebung, etwa vom Leitzachtal, vom Kirchsee, vom Tegernsee, von Feldern und Wiesen und vom Abendlicht angeleuchteten Stadeln im Sommer wie im Winter.


„Letzes Licht am See“ von Reinhold Schmid. Foto: Reinhold Schmid

Bei der Ausstellung „d a h o a m“ vor einem Jahr im Holzkirchner „Kultur im Oberbräu“ kaufte der Schlierseer Steffen Kreutzmann ein Bild von seiner Heimat und fragte den Künstler, ob er sich vorstellen könnte, mit seiner Unterstützung und Organisation in der Vitalwelt eine ähnliche Ausstellung mit dem Hauptthema Landschaft und Natur zu zeigen.

Kreutzmann ist „Botschafter“ für die Deutsche Stiftung für den Comoe Nationalpark in Westafrika (Elfenbeinküste), ein Umwelt- und Naturschutzprojekt. Ein kleiner Teil des Verkaufserlöses solle an die Stiftung gehen. Der Künstler brauchte nicht lange zu überlegen um zuzusagen. So wurde die Ausstellung „Schliersee … und mehr …“ am vergangenen Donnerstag im Beisein von Stiftungsvorstand Dr. Alexander Fuchs und knapp 50 Besuchern, darunter der neue Bürgermeister von Schliersee, Florian Reinthaler, mit einer stimmungsvollen Vernissage eröffnet, die von der jungen Harfenistin Maxi Döring aus Gmund musikalisch umrahmt wurde.


„Schliersee-Panorama“ von Reinhold Schmid. Foto: Reinhold Schmid

„Die Stimmungen und Farben sind genau so, wie ich sie dargestellt habe, da ist nichts übertrieben“, erklärt der Valleyer Künstler. Ansonsten beschränkte er sich in seinen Begrüßungsworten darauf zu betonen, dass die Bilder für sich sprächen und man sich durch längeres Betrachten „auf sie, in sie und ihre jeweilige Stimmung“ einlassen solle.

Ergänzend zu den Schliersee-Motiven sind noch einige abstrakte Arbeiten in größerem Format zu sehen sein, die teilweise eine nur angedeutete Wasser-Himmel-Komposition zeigen und die sehenswerte Ausstellung mit hoher Anmutung abrunden.

Die Ausstellung ist noch bis 25. Juni 2026 zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: Montag bis Freitag 8.30 Uhr bis 18.00 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr.

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