Leo Reisinger ist „Toni, männlich, Hebamme“

Toni, männlich, Hebamme

Leo Reisinger als Toni Hasler. Foto: ARD Degeto/Kerstin Stelter

Fernsehtipp

Sechs echte männliche Hebammen gibt es in Deutschland. Und ab kommenden Freitag spielt sich einer im Fernsehen zur besten Sendezeit in der ARD in die Herzen der Frauen. Leo Reisinger aus Warngau ist „Toni, männlich, Hebamme – Allein unter Frauen“.

Er kommt mit seinem zweijährigen Sohn und ein bisschen übermüdet vom Nachtdreh zum Interview. Während der Kleine mit Holzbausteinen Türme baut, erzählt mir Leo Reisinger, wie seine Karriere in den letzten Jahren seit unserem Artikel in den KulturBegegnungen verlief.

Lesetipp: KulturBegegnungen Nr.19, Seite 19

„Mittendrin“

Immerhin, einen Studenten-Oscar gewann der Kurzfilm „Border Patrol“, in dem er die Hauptrolle spielte. Daneben immer wieder Rollen in Fernsehfilmen. Und jetzt also die große Aufgabe, „Toni, männlich, Hebamme“ zu spielen, am Freitag abend. Nicht nur einmalig, sondern am 8. Februar beginnt die neue Reihe.

„Mir hat das Drehbuch gefallen“, sagt Leo Reisinger, „da ist kein Klischee, das eine Helferin mit aller Macht alle Probleme löst.“ Das Buch sei sehr ernsthaft geschrieben und berge deshalb eine Menge Komik. Sein Toni Hasler habe nämlich selbst eine Menge Probleme, da seine geschiedene Frau seine Chefin wird.

Regisseurin Sibylle Tafel habe toll geführt und mit Wolke Hegebarth, Frederic Linkemann, Juliane Köhler, August Zirner und anderen habe er großartige Kollegen an seiner Seite gehabt.

Toni, männlich, Hebamme

Leo Reisinger mit Wolke Hegenbarth. Foto: ARD Degeto/Kerstin Stelter

Toni Hasler ist ein ganz normaler Mann, der seinen Job in einer Frauendomäne gut machen will. „Diese Konstellation wirkt allein schon komisch und so versuche ich, die Rolle ernsthaft zu nehmen“, sagt der Schauspieler. Als Vater von drei Kindern bringt er die notwendigen Erfahrungen mit. „Ich war bei allen drei Geburten dabei und habe versucht, meine Frau zu unterstützen“, erzählt er, eine Geburt sei ein cooler Moment, der aber das Leben vollständig verändere.

Auch diese neue Rolle verändert das Leben des Warngauers, ab Freitag wird er in aller Munde sein. Wie schafft man es, eine solche Rolle zu bekommen? Die Frage sei, ob sich ein Sender traue, einem noch nicht so bekannten Schauspieler eine Hauptrolle zu geben, denn meist tauchen immer wieder dieselben Namen auf, meint Leo Reisinger.

Bei Toni komme es darauf an, ob man es ihm abnehme, dass sich Frauen von ihm entbinden lassen wollen. „Und mir wurde gesagt, der ist es“, meint er lapidar. „Man nimmt es mir ab“, was nicht einfach ist, denn schließlich ist eine Geburt eine sehr intime Situation. Und dazu kommt noch, wie die Väter reagieren, wenn ein so gut aussehender Toni Hasler die Frau entbindet.

Die Frage ist, warum wird ein Mann Hebamme? „Leben schenken ist etwas Besonderes, etwas Archaisches“, sagt Leo Reisinger. Toni Hasler wolle, dass Familien glücklich sind. „Das Buch ist gut geschrieben und ich hoffe, mein Spiel gefällt den Zuschauern.“ Er freue sich sehr, dass er sich mit dieser Rolle identifizieren könne.

Toni, männlich, Hebamme
Der Warngauer Schauspieler Leo Reisinger. Foto: Moritz Huber

Und was war mit dem Nachtdreh? „Ich habe das Drehbuch für eine Münchner Serie geschrieben, die in einem Mikrokosmos spielt, von dem jeder schon gehört hat, doch den nicht jeder kennt“, erzählt Leo Reisinger. Jetzt habe er den Trailer gedreht. Es sei ihm wichtig, selbst etwas zu bewegen, nicht auf andere angewiesen zu sein.

Der Warngauer bewegt seit Jahren eine Menge, denn er ist nicht nur Schauspieler, sondern hat seine Band „Mittendrin“, arbeitet am Großmarkt und beim Oktoberfest. Vermutlich muss er künftig mit diesen Dingen kürzertreten. Nachdem Toni Hasler als „Entbindungspfleger“ deutschlandweit für Aufsehen sorgen wird.

Toni, männlich, Hebamme

Leo Reisinger mit Lara Mandoki und Jacob Matschenz. Foto: ARD Degeto/Jacqueline Krause-Burberg

„Toni, männlich, Hebamme – Allein unter Frauen“ am 8. Februar, 20.15 Uhr ARD. Am 15.2. um 20.15 Uhr „Daddy Blues“

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