Die Isarschiffer aus Feldkirchen im „Oberwasser“

Die Isarschiffer

„Oberwasser“ heißt die neue CD von den Isarschiffern. Foto: Die Isarschiffer

Band-Vorstellung und CD-Rezension

Doro und Rainer Berauer aus Feldkirchen haben den Lockdown genutzt, um sich musikalisch neu zu erfinden und ein neues Album zu produzieren. „Oberwasser“ ist eingängig, radiofon und poppig, in gewohnt mundartigem Stil. Denn „Die Isarschiffer“ nehmen kein Blatt vor den Mund. Bayerische Texte, internationale Musik und eine Portion Gesellschaftskritik.

Rainer Berauer ist Liederschreiber, Kabarettist, Volkssänger und Musikproduzent. Er ist in Fischbachau geboren und im bayrischen Oberland aufgewachsen. Seine Frau Doro ist Sängerin und Musikkabarettistin, in Lichtenfels geboren und in Oberfranken aufgewachsen. Gemeinsam gründeten sie 2014 das Duo „Die Isarschiffer“.

Als komödiantisches Volkssängerpaar haben Doro und Rainer Berauer tiefe Wurzeln in der Tradition der großen bayerischen Vorbilder. Sie sagen über sich selbst: „Wir sind zwei virtuose Musikanten mit Herz und leidenschaftliche Kabarettisten – mit allen Wassern gewaschen.“

Oberwasser

Selbst verfasste Lieder in bayrischer Mundart sind das Markenzeichen der Isarschiffer. Das perfekt harmonierende Comedy-Paar hat sich bislang als Musikkabarett-Akt und in der Volkssängerszene einen Namen gemacht. Mit ihrer CD „Oberwasser“ erfanden sich die beiden im Lockdown völlig neu. Rainer Berauer nutzte dafür seine jahrzehntelange Erfahrung als Sounddesigner zur Programmierung aktueller Beats in modernem Soundgewand und lieferte sinnige Texte in tiefbayerischem Dialekt. Mit einer ganz eigenen, unverwechselbaren und sehr frischen Mischung ist ihre Musik authentisch und strikt handgemacht.

Die Isarschiffer
Doro und Rainer Berauer unterhalten ihr Publikum auf der Bühne. Foto: Die Isarschiffer

„In auch für Nichtbayern verständlicher Mundart tischen wir köstlich auf und schenken dabei stets auch sauber ein. Unsere Texte und Musik sind selbst gefunden, geschrieben wie arrangiert und werden zu einem Netz delikater Nummern verflochten, mit denen es uns stets gelingt, das Publikum in unseren Bann zu ziehen.“ Das versprechen „Die Isarschiffer“ auf ihrer Website und setzen es auf der neuen CD gleich eins zu eins um.

CD-Rezension

  • „tua weider“: „Mmm Opa! Opa! Opa!“ Das Lebensmotto vom Opa „Tua weider – du muast oiwei wieder doa“ passt immer. Vor allem auch als Parole zum Durchhalten für die aktuelle Zeit.
  • „mir san oid (und brauchan des Geld)“: Ein fetziger Rocksong mit Bezug zur Rentenproblematik und Pendant zum berühmten „Wir waren jung und brauchten das Geld…“.
  • „dahoam (im Oberland)“: Ihre Liebe zum Bayrischen Oberland zeigt sich kitschig in einem mit Harfe begleiteten Walzer, der aus einem Heimatfilm stammen könnte. „Dahoam im gelobten Land“
  • „Biersee“: Der Protagonist wünscht sich einen „Biersee so groß wie der Schliersee“. Wer kennt den Ausspruch nicht? Die Musiker indess sind der Überzeugung, das sei „heutzutage ein oft verständlicher Wunsch“.
  • „der Odeljodel“: Die nächste altbekannte Situation im Oberland. Wenn der Landwirt seine Jauche ausbringt. Abgerundet mit einem originalen „Odel-Jodler“.
  • „ewig wahrt die Liab“: Diese Ballade wurde produziert von Christian Lohr, einem erfolgreichen deutschen Pop-Produzenten. Sie kommt deshalb recht modern daher. Mit ihren Effekten weist sie klar in Richtung Pop.

  • „ohne uns“: Zusammen mit den Mundartkünstlern Bayern machen Die Isarschiffer auf die Kulturszene aufmerksam. „Ohne uns werds staad“ und „Mia kennan ebbas, des braucht da Mensch fürs Seelenheil“ – diese Phrasen weisen auf die zentrale Botschaft hin: „Mia san systemrelevant!“
  • „de Arbat is z hart“: Wieder geht es um die Künstler. Gerade in der aktuellen Lage ist es einfach hart. Eine Sehnsucht nach „dem guadn oidn Leben“.
  • „so gengan de Gang“: Ein Lied mit vielen Wortspielen und alten Sprichwörtern im Gewand einer fetzigen Rocknummer.
  • „an der Isar“: Schon beim Lesen des Titels ist klar: Das muss ein Sommerhit für die Stadt München sein. Er plätschert ebenso gemütlich dahin, wie ein Rinnsal.

Zum Weiterlesen: „Nur ned hudln“ – die Neurosenheimer

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