Bernd Stahuber und Swing it up

Ein bisschen enttäuscht ist er schon, dass Swing it up beim Holzkirchner Swing-Festival nicht dabei sein konnte. Bernd Stahuber, der das Ensemble 1994 gründete, hat eine feste Fangemeinde im Landkreis und gibt alljährliche ausverkaufte Konzerte im Waitzinger Keller.

Swing, das ist seine zweite Liebe in der Musik. Die erste war Tanzmusik mit der berühmten Band „Condor“, wo Bernd Stahuber, der mit 11 Jahren Klavierspielen lernte, am Keyboard saß. Zudem spielte der Miesbacher Orgel, auch zur Messe in der Kirche. Und da kam es schon vor, dass eine Besucherin am Ende sagte: „Gell, hast gestern Abend wieder Tanzmusik gespielt.“ Er habe gemeint, dass es niemand merkt, wenn er bei den Orgelimprovisationen Elemente der Tanzmusik verwende, weit gefehlt!

Zum Swing sei er gekommen, weil er eine Schnittstelle mit Sohn Markus gesucht habe, der Saxophon spielt. Im Jazz, insbesondere im Swing, habe man sie gefunden und so wurde Swing it up gegründet, eine feste musikalische Größe im Landkreis. Swing der dreißiger bis siebziger Jahre, das sei sein Thema, meint der Diplomingenieur, der in der Firma Eurocopter zuständig für Autopiloten in der Hubschrauberentwicklung ist. Bei einem solchen, auf Sicherheit basierenden Beruf sei die Musik, bei der man einfach los spielen könne, ein wunderbarer Ausgleich. Insbesondere der Rhythmus, der in den Füßen kribbelt und zum Tanzen einlade, sei es, der ihn am Swing begeistere. Und so wird Swing it up, das fünf bis sechs Konzerte im Jahr gibt, auch immer wieder zu privaten Festen eingeladen, wo getanzt werden darf.

Im jüngsten Konzert im Gewölbe des Waitzinger Kellers spielte die Band zunehmend Stücke aus dem Latin Bereich. Diese Entwicklung sei neu, meint Bernd Stahuber. Man habe einmal einen Brasilianer als Bassisten gehabt und so sei der Bossa Nova bei ihnen aufgetaucht, den man jetzt mehr pflegen wolle. Zur Zeit sei ihre Sängerin Julia Schröter in Brasilien um sich fortzubilden. Und er hoffe, dass man bald zusätzlich zum Schlagzeuger einen Percussionisten finde, denn für den Latin sei das einfach notwendig.

63 Jahre alt ist Bernd Stahuber und bezeichnet sich selbst als Opa der Band, aber für Swing ist man nie zu alt, das zeigen die amerikanischen Vorbilder wie Duke Ellington, Miles Davies, Dave Brubeck oder Benny Goodman. Eine Musik, die jung erhält, Freude macht, zum Tanzen einlädt, und das in jeder Altersgruppe. Wenn er ein einem Jahr in Rente gehe, dann werde er noch mehr Zeit für sein Hobby Musik haben, freut er sich. Und für das Hobby Berg, denn der Pianist ist begeisterter Bergsteiger und Skifahrer.

Zuweilen macht er auch Barmusik im Bayerischen Hof in Miesbach, aber mit jungen Leuten in Swing it up auf der Bühne stehen, das sei noch viel schöner. Das sind Andreas Gleixner (Schlagzeug), Florian Brandl (Trompete), Matthias Huber (Saxophon) und neu Toni Wiedemann (Bass) sowie Julia Schröter (Gesang).

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