Ein Weihnachtskonzert der anderen Art

Quadro Nuevo beim Weihnachtskonzert in Holzkirchen. Foto: Verena Huber

Weihnachten mit Quadro Nuevo

Freudige Erwartung herrschte am Freitagabend im Holzkirchner KULTUR im Oberbräu. Dort hatte sich „Quadro Nuevo“ zu einem Weihnachtskonzert angekündigt. Wer das Quartett kennt, wusste, dass ihn hier keine klassischen Weihnachtslieder erwarteten, sondern ein Konzert der anderen Art. Mit viel Jazz und Musik aus aller Welt.

Gleich zu Beginn verriet der Klarinettist Mulo Francel das Programm des Abends. Sie würden weihnachtliche Melodien spielen, aber auch „Non-Christmas-Songs“. Und alles natürlich auf ihre ganz eigene Weise. Liebhaber würden diesen ganz speziellen Sound immer sofort erkennen. Den Musikern gelingt die perfekte Verbindung von Musiken verschiedener Länder. Vor allem aber ist ihre Musik – in den letzten Jahren – orientalisch angehaucht.

Weihnachten mit Quadro Nuevo

Den Anfang machte eine Collage aus drei bekannten deutschsprachigen Weihnachtsliedern. In dem knapp 10-minütigen Stück entwickelte sich aus „Leise rieselt der Schnee“ allmählich das Lied „Alle Jahre wieder“ und danach die Melodie „Maria durch ein Dornwald ging“. Das zweite Stück hätte unterschiedlicher nicht sein können. Mit dem Lied „Khaliji Steps“, von einem befreundeten Oud-Spieler, präsentierten sie ihre Vorliebe für östliche Musik.


V.l.: Andreas Hinterseher, D.D. Lowka, Mulo Francel und Evelyn Huber. Foto: Quadro Nuevo

Nun folgten meditative Klänge. Evelyn Huber an der Harfe und D. D. Lowka am Kontrabass bildeten den samtigen Teppich für die Melodieinstrumentalisten. Feinste Töne entlockte Andreas Hinterseher einem ganz besonderen Instrument – dem Vibrandoneon. Währenddessen wanderte Mulo Francel Saxofon spielend durch das Parkett. Ganz nah am Publikum.

Durch die Jahrhunderte

Den zweiten Teil des Konzertes im KULTUR im Oberbräu begann Quadro Nuevo mit dem altertümlichen Hymnus „Veni redemptor gentium“, zu Deutsch von Martin Luther: „Nun komm der Heiden Heiland“. Weiter ging es mit einem südfranzösischen Musette-Walzer, komponiert von Andreas Hinterseher. Ein großes Raunen ging durch die Menge als Mulo Francel nach seiner Klarinette und den Saxofonen noch ein weiteres Instrument aus seinem Versteck holte. Auf einer Kontrabassklarinette, die größer ist als er selbst, spielte er mollig tiefe Töne. Der ungewohnte Klang brachte frischen Wind in die Weihnachtslieder „Kommet ihr Hirten“ und „Lasst uns froh und munter sein“.

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Überhaupt haben die Musiker allerhand Instrumente im Gepäck. Andreas Hinterseher ist neben dem erwähnten Vibrandoneon vor allem am Akkordeon zu hören, aber auch an Trompete und Flügelhorn. Mulo Francel spielt sämtliche Klarinetten und Saxofone – teils im Publikum, teils im Liegen. Evelyn Huber verzaubert das Publikum an Harfe und Hackbrett. Und D.D. Lowka spielt und trommelt nicht nur auf seinem Kontrabass und den vielen Percussion-Instrumenten, sondern zwischendurch sogar auf den tiefen Saiten der Harfe.

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