Tegernsee vom Gesang erfüllt

Octavians

Die Octavians im Barocksaal Tegernsee. Foto: Marcus Vitolo

Von frühem Barock bis Pop. Von traditionell bis ausgefallen. Die „Octavians“ haben dies alles in ihrem Repertoire. Eine Mischung aus Unheimlichkeit, Humor, Sozialkritik und Charme. Damit begeisterten sie am vergangenen Samstag ihr Publikum im Tegernseer Barocksaal.

Allerhöchste Qualität des Vokalensemblegesangs entrückte das Publikum „Podium für junge Solisten“ im Konzert der „Octavians“ im Tegernseer Barocksaal. Heiko Knopf, René Richter und Matthias Mäurer sind Countertenöre. Clemens Risse und Christian Gaida singen im Tenor. Martin Kleekamp und Andreas Jäckel sind Baritone und Johannes Schleußner singt Bass. Gemeinsam präsentierten sie „Der Töne Licht“ in stimmlicher Glanzleistung und ergreifender emotionaler Übertragung. Ihr vom Frühbarock bis in die Popliteratur reichendes Programm sangen sie sowohl mit großer Kunstfertigkeit, hingebungsvoll und tief empfunden, als auch mit eigenem Humor und Charme. Zudem überzeugten die acht Sänger mit durchdachter Choreografie und elegant diszipliniert durchgeführten Aufstellungswechseln.

Herzensgesang

Mit dem nachdenklichen Spiritual „Down the river to pray“ öffneten sie die Gemüter für einen Gesangsabend vokalen Wohlklangs. In Giovanni Giacomo Gastoldis drei fünfstimmigen Tänzen aus dem Frühbarock „Il bell’ umore“, „Caccia d’amore“ und „La bellezza“ besangen die Octavians perlend elegant und klar die Wirren der Liebe. Herausragend in erwärmender, umarmender Tongebung, schufen die Octavians aus Schuberts Männerchorlied „Die Nacht“ ein Kleinod des Herzensgesangs im besten Sinne. Gefühlvoll ziseliert und herausgearbeitet erklang innig interpretiert „Wie schön bist du, freundliche himmlische Ruh…“.

Octavians
Acht junge Männer im Gesang vereint. Foto: Octavians

Mit einer Prise Unheimlichkeit in ihrer berührenden Tiefe ertönte „Die Kapelle am Strande“ von Wilhelm Berger. Lowell Masons Choral „Näher mein Gott zu dir“ und Morten Lauridsens „O nata lux“ beleuchteten klanglich den Glauben und die Zuversicht, die Geburt des Lichtes aus Licht.

Von Brahms bis zu den Lumineers

Entspannung und Naturgenuss strömten sanft aus Brahms Abendständchen „Stille, stille, lasst uns lauschen…“. Die Behutsamkeit und der Respekt untereinander und im Umgang mit unserer Umwelt waren die Themen der Lieder und Songs im Allgemeinen und die Octavians sangen sie auf höchstem Niveau als Botschafter der Freundschaft und des Verständnisses. So erklangen „Parting Glass“, „That lonesome road“, „Streets of Philadelphia“ und „Bridge over troubled water”. In originalem Arrangement der Comedian Harmonists durfte der Zuhörer dem witzigen „Creole love call“ von Duke Ellington lauschen.

Beachtliche Liedauswahl

Sozialkritische Töne brachten Paul Simons „The boxer“ und John Lennons Hymne der Friedensbewegung „Imagine“, sowie „Der blaue Planer“ von der Ostrockgruppe Karat. Verabschiedendes Abendlied wurde Jay Giallombardos „Sure of this shining night“. Doch einem derart begeisterten Publikum gönnten die Octavians noch zwei Zugaben. Dies war zum einen das „Sandmännchen“ von Udo Lindenberg. Zum anderen besangen sie das Band ihrer Freundschaft und Freude am gemeinsamen Singen auf höchstem Niveau mit „Hey ho“ von The Lumineers.

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