Wachstum mit Qualität: Der Klosteranger Weyarn

Baukultur

Wolfgang Wittmann, Geschäftsführer der Europäischen Metropolregion München, Dr. Max von Bredow, Vorstandsvorsitzender der Quest AG, Altbürgermeister Michael Pelzer (v.l.). Foto: MZ

Architekurveranstaltung in Weyarn

Das Projekt Klosteranger Weyarn wurde im Rahmen des Preises für Baukultur der Europäischen Metropolregion München 2018 mit einer Anerkennung ausgezeichnet. Bei einer Veranstaltung unter dem Titel „Wachstum mit Qualität“ wurde das Projekt vorgestellt. Es hat Modellcharakter und Michael Pelzer freut sich.

Der Altbürgermeister der Gemeinde Weyarn hat gemeinsam mit der Europäischen Metropolregion München, der Landeshauptstadt München, der Gemeinde Weyarn und der Quest AG die Veranstaltung organisiert, zu der 140 Interessierte in den Mariensaal des Klosters Weyarn kamen. Michael Pelzer liegt die Baukultur ganz besonders am Herzen. Er sagt: „Ich möchte Impulse setzen, unsere wunderschöne Gegend zu schützen und zu erhalten.“

Bezahlbarer Wohnraum

Es sei begrüßenswert, dass bezahlbarer Wohnraum hoher Qualität mit diesem Projekt geschaffen werde, lobt Klaus Thurnhuber, Stellvertretender Landrat, zumal in einer Zeit, wo Bodenrichtwerte und Immobilienpreise explodierten.

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Die Europäische Metropolregion München lädt ein. Foto: MZ

Der Klosteranger sei ein Paradebeispiel für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten, konstatierte Wolfgang Wittmann, Geschäftsführer der Europäischen Metropolregion München. Diese hatte das Projekt Klosteranger der Quest AG dafür ausgezeichnet, weil es vorbildhaft eine innerörtliche Nachverdichtung realisiert und zeigt, wie Flächenfraß reduziert werden kann.

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Ausgezeichnet: Projekt Klosteranger Weyarn. Foto: MZ

Das Projekt beinhaltet 143 neue Wohneinheiten auf fünf Hektar. Das Klostergebäude in Weyarn wird durch den Klosteranger ergänzt, der für alle Ortsansässigen zur Verfügung steht. Sieben Mehrgenerationenhäuser decken den dringenden Bedarf an kleineren, barrierefreien Wohnungen für Senioren sowie bezahlbare Wohnungen für junge Menschen und kleine Familien ab. Dazu gesellen sich Reihen- und Doppelhäuser.

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Plan des Klosterangers. Foto: MZ

Der zentrale Anger und die Einbindung eines Supermarktes im Norden runden das Ensemble ab. Die Jury lobt insbesondere die „großzügige Geste des Klosterangers als besonderes Qualitätsmerkmal“.

Liebenswerte Umgebung

Max von Bredow freut sich über die Auszeichnung. Der Vorstandsvorsitzende der Quest AG sagt: „Wir sind froh, wenn unsere Kunden glücklich sind, aber die Anerkennung einer Fachjury ist noch etwas Besonderes.“ Man habe bei der Planung Wert daraufgelegt, eine liebenswerte Umgebung und ein Angebot zu schaffen, das den heutigen Bedürfnissen der Menschen entspricht.

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Der Prälaturhof. Foto: MZ

Die kleinen barrierefreien Wohnungen seien im ländlichen Raum neu und bedarfsgerecht. Und der Wohnraum für Familien in Reihenhäusern sei bezahlbar und aufregend. Aufregend? Ja, meint Max von Bredow, denn Reihenhäusern hafte ein langweiliger Geruch an, hier aber habe man mit verschiedenen neuen Formen wie Galerieebenen oder Dachterrassen gearbeitet.

Ökonomisch, ökologisch und sozial

„Baukultur muss ökonomisch, ökologisch und sozial sein“, betont der Vorstandsvorsitzende. Sozial heiße, dass man das baue, was Menschen unterschiedlichen Alters brauchen, ökologisch bedeute, dass man beim Energieverbrauch ressourcenschonend plane und regionale Wertschätzung beachte und ökonomisch müsse man arbeiten, damit der Wohnraum bezahlbar bleibe und die Projekte wiederholbar sind.

Schee und was gscheits

Für das Familienunternehmen Quest AG bedeute letztlich Baukultur, dass es „schee“ sei und dass es „was gscheits“ ist. Man wolle gemeinsam mit der Gemeinde, den Bürgern und regionalen Handwerkern etwas schaffen, das Bestand habe.

Zur Veranstaltung im Mariensaal hatten die Organisatoren Josef Mathis, Altbürgermeister aus Zwischenwasser in Vorarlberg eingeladen, der das Thema Baukultur beleuchtete und über eine zivilgesellschaftliche Initiative zur Neugestaltung der Raumordnung berichtete. Architektin Anne Beer stellte ihr ausgezeichnetes Projekt in Garmisch vor. Sie hatten im Ortskern entsprechend der üblichen engen Bebauung ein Objekt mit 29 Einheiten und einem Hofanger geplant.

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Blick in die Ausstellung im Bürgergewölbe Weyarn. Foto: MZ

Alle ausgezeichneten Projekte zur Baukultur der Metropolregion München sind im Bürgergewölbe Weyarn ausgestellt. Bis zum 11. Oktober können sich Interessierte über beispielhafte Projekte informieren.

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