Mit dem VW-Bus nach Island

Leo Purmann im Reisebüro Morgenstern. Foto: Petra Kurbjuhn

Vortrag in Schliersee

Die Insel der Sagen und Trolle, der Geysire, Vulkane, Wasserfälle und menschenleerer Landschaften fasziniert Touristen. Der Haushamer Leo Purmann zeigte jetzt, dass die Reise nach Island genau so spannend sein kann wie die Reise durch Island.

Der Andrang im Reisebüro Morgenstern in Schliersee zeigte es: nach Island wollen viele reisen. Die meisten tun das auf die konventionelle Weise per Flug. Der Vortrag aber machte Lust auf die langsame und genussvolle Reise. Hermine und Leo Purmann sind bekannt dafür, lange Reisen durch die Welt zu unternehmen, per VW-Bus, per Kajak, auch mal durch Sibirien oder zu Fuß.

Schon nach Island gibt es viel zu entdecken

Der erfolgreiche Grafiker, der auch dem Kunstkreis Hausham angehört, erzählte lebendig von der vierwöchigen Tour gen Norden, die er mit seiner Frau von der Haustür in Hausham weg unternahm. Sie stand unter dem Motto „Man sollte sich Zeit nehmen.“ Auf der Fahrt nach Kiel durch die neuen Bundesländer gebe es viel zu entdecken. Und dann die Kieler Woche, „ein Kindheitstraum von mir“, gestand Purmann. Die Bilder der Segelschiffe, die sich im diesigen Wetter herausschälen, sprachen für sich. Ebenso die Bilder vom Ozeaneum, wo man die Fischwelt des Atlantiks bestaunen kann.

Per Fähre, auf der es mit Musik und Tanz recht heiter zuging, reiste man an den Shetlandinseln und Bohrtürmen vorbei hin zu den Färöer Inseln, die allein schon eine Reise wert sind. Faszinierende Bilder der Steilküste mit Basaltsäulen, der Vogelwelt, aber auch der „charmantesten und kleinesten Hauptstadt der Welt“ Tórshavn, wo Jugendliche eifrig die Straßen säubern, hat Leo Purmann als Beweis.

Island
Die größten Wasserfälle Europas. Foto: Leo Purmann

Atemberaubende Landschaften auf Island

Und dann taucht Island auf. Die Fähre landet in Seydisfjördur und eine Fahrt durch die atemberaubende Landschaft beginnt. Wohlgemerkt mit Winterreifen im Juni, denn die Pisten sind schotterig. Leo Purmann zeigt anhand der Karte, wie die Reiseroute vom Osten der Insel Richtung Norden, Westen, Süden und wieder zurück zum Fährhafen verläuft. Wie gemalt erscheint die Gegend, in der es die größten Wasserfälle Europas gibt, in der es an den Vulkanen zischt und brodelt und faucht und man die Vulkantätigkeit hautnah erleben darf. Wo man ein geothermisches Kraftwerk ebenso besuchen kann wie ein Thermalbad.

Island
Am Krater zischt und brodelt es. Foto: Leo Purmann

Von einem besonderen Erlebnis draußen auf dem Meer berichtete Leo Purmann, wo er bei einer organisierten Walbeobachtung 15 Meter lange Buckelwale sehen und fotografieren konnte.

Island
Bei der Walbeobachtung. Foto: Leo Purmann

Dann ging es durch liebliche Landschaften, in denen nicht nur Schafe, sondern auch Pferde grasten, zum westlichsten Punkt Europas. Hier in den Klippen nisten Möwen und Papageientaucher, die das Fotografieren zu genießen scheinen, denn sie zeigen sich von ihrer fotogenen Seite. Die längste Basaltsäulenwand der Welt kann man hier bestaunen. Die moderne Kirche in Reykjavik hat in ihrer Architektur offensichtlich Anleihe bei diesem Wunderwerk der Natur genommen.

Island mag es farbig

Bis zu 30 Meter hoch sprudeln die Geysire, für deren Anblick man allerdings Eintritt zahlen muss. Dafür sind die farbigen, durch Mineralablagerungen entstandenen Landschaften kostenfrei zu genießen.

Island
Fotoshooting am Geysir. Foto: Leo Purmann

Und wieder ein Superlativ. Leo Purmann erzählt von Europas größtem Gletscher, den sie besuchten. Ein Versammlungsort der Wikinger, Felsformationen im Meer, die wie versteinerte Trolle wirken, ausgedehnte Wollgraswiesen, Rentiere und vieles, vieles mehr sahen die Purmanns auf ihrer Rundreise. Bei der machten sie auch ausgedehnte Wanderungen in die Berge, wobei man durchaus mit erheblichem Regen rechnen muss.

Fazit: „Für Island muss man sich Zeit nehmen, die Insel ist es wert“, wie Leo Purmann am Ende seines faszinierenden Vortrages anmerkte. Und die Reise hin und zurück sollte ebenfalls nicht im Schnellzugtempo geschehen.

Hier finden Sie einen Beitrag von der Ausstellung der Haushamer Kunstkreises, an der Leo Purmann beteiligt war:
Licht und Schatten

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