Christian Evers – Klang und Tusche

Veronika Leo, Geschäftsführerin KULTUR im Oberbräu, Christian Evers, Künstler, Lizzi Hladik, Kuratorin (v.l.n.r.) mit dem Bild von Matthias Bublath. Foto: KO

Ausstellung in Holzkirchen

Der Gedanke zur Ausstellung stammt von Lydia Morawietz. Sie arbeitet im Organisationsteam der Holzkirchner Blues- und Jazztage und kennt den Münchner Künstler Christian Evers und seine Vorliebe für Bilder von Musikern schon seit Jahren. Dadurch entstand die Idee, parallel zu den diesjährigen Blues- und Jazztagen eine Ausstellung im KulturBistro durchzuführen.

Christian Evers
Andrea Hermenau. Foto: KO

Bei ihrer Begrüßung während der Vernissage beschreibt Veronika Leo, Geschäftsführerin des KULTUR im Oberbräu, die Bilder des Künstlers als eine Begegnung zwischen Bewegung und Stille, Dynamik und Kontemplation. „Diese Verbindung macht seine Bilder unverwechselbar. Sie wirken oft zugleich kraftvoll und leicht, spontan und konzentriert“, so Veronika Leo.

Christian Evers
Open Stage im Jazzclub Unterfahrt. Foto: KO

Die Zeichnungen verdichten flüchtige Klangelemente zu Bildern und zeigen abstrahierte Szenen von Musikern in Konzerten. Die Entstehung der Werke beginnt bei Konzertbesuchen im Münchner Jazzclub Unterfahrt. Hier fertigt der Künstler Skizzen an, die er später in seinem Atelier in Bilder umsetzt. Die „Treffsicherheit“ der Szene, die er bei der Anfertigung der Skizzen erreichen will, ist ihm wichtig, da die Musiker im fertigen Werk erkannt werden sollen. Die Dynamik von Rhythmus und Klang des Konzerts werden in seinen Aufzeichnungen eingefangen und später auf das Bild übertragen. Ein Gestaltungselement, das Christian Evers oft einsetzt, sind reduzierte Farben. Diese Methode kennt man aus der Fotografie als Monochrom. Damit will der Künstler bewirken, dass der Betrachter auf das Bild gelenkt wird. Eine weitere Technik ist das Übereinanderlagern von Primärfarben, um diese zu neutralisieren.

Christian Evers
Nils Kugelmann. Foto: KO

Christian Evers kombiniert Elemente der japanischen Tuschmalerei, die er über die Zen-Praxis vertiefte, mit westlicher Comic-Kunst. Dies ergibt eine Fusion, die seinen markanten und zugleich gelassenen Stil ausmacht. Er arbeitet bevorzugt mit Tusche und Aquarell, wobei er je nach gewünschtem Effekt unterschiedliche Malgründe wie Reis- und Aquarellpapier oder Leinwand nutzt.

Christian Evers
Rei Kondakciu. Foto: KO

„Ein Klang entsteht – und vergeht: Die Werke halten fest, was sich nicht festhalten lässt und machen den unwiederholbaren Moment als etwas zutiefst Kostbares erfahrbar.“ Dies ist die Botschaft des Künstlers an die Besucher der Vernissage.

Christian Evers
Tizian Jost und Katrin Avison. Foto: KO

Parallel zu den 15. Holzkirchner Blues- und Jazztagen vom 07. bis 11. Oktober, einem Projekt von KulturVision e.V., kann die Ausstellung mit 31 Exponaten bis 19. November im KulturBistro besichtigt werden. Öffnungszeiten: Mittwochs 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr, donnerstags und freitags 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr sowie während der Tages-/Abendkasse (eine Stunde vor Beginn der Veranstaltungen).

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