
Kulturblitz | Mut zur Mobilität
Anschi Hacklinger spricht im Bunten Haus über ihre Erfahrungen ohne Auto. Foto: Privat
Anschi Hacklinger fährt Fahrrad. Das ist nicht zwingend berichtenswert: Viele Menschen tun das. Aber: Sie möchte anderen Menschen Mut machen, darüber nachzudenken, ob das Fahrrad nicht öfter Fortbewegungsmittel der Wahl sein könnte. Am Samstag, den 19. September 2026 haben interessierte Radler, aber auch passionierte Autofahrer und überzeugte Bahnkunden die Gelegenheit, mehr über Anschis Weg auf zwei Rädern zu erfahren. Im Interview verrät sie, was die Besucher des Mobilitätsabends im Bunten Haus in Miesbach erwartet.
KulturVision:
Wie kommst du zu deinem Vortrag, der in Miesbach stattfindet?
Anschi Hacklinger:
(lacht) Dreimal darfst du raten: Mit dem Fahrrad natürlich. Ich habe seit sechs Jahren kein Auto mehr und nutze bei 95 Prozent meiner Fahrten das Rad. Mir macht es auch nichts aus, abends oder bei Regen zu radeln.
KulturVision:
Viele Menschen sagen, dass man im ländlichen Bereich auf das Auto angewiesen ist. Was antwortest du auf diese Bedenken?
Anschi Hacklinger:
Wichtig ist, dass man immer überlegt, was das beste Verkehrsmittel ist. Niemand muss auf das Auto verzichten. Aber manchmal bietet es sich doch vielleicht an. Ein Bekannter hat mir neulich erzählt, dass er eine Tour durch Deutschland mit dem Auto machen möchte, um Verwandte zu besuchen. Gleichzeitig sagte er mir, dass er gern mehr mit dem Rad machen will. Ich habe dann vorgeschlagen, dass er doch einen der Besuche mit Zug und Rad unternehmen könnte. Es geht viel mehr, als man denkt. Und oft macht es auch Spaß, was Neues zu machen und sich selbst neu zu erleben. No risk, no magic, sag ich immer (lacht).
KulturVision:
Was erwartet die Besucher deines Vortrags im Bunten Haus?
Anschi Hacklinger:
In meinem Vortrag erzähle ich von meinen Erfahrungen mit und auf dem Fahrrad. Mir geht es dabei nicht darum, dass jetzt jeder radeln soll. Ich möchte vielmehr Mut machen, das Rad mal auszuprobieren. Zwischendurch mache ich am Klavier Musik. Es geht dabei um all die Dinge, die mich gerade beschäftigen, um emotionale Befindlichkeiten. Musik ist das beste Mittel, um das auszudrücken. Ich bin allerdings noch dabei, das Format zu entwickeln, es ist ein fortlaufender Prozess. Wie ja auch meine Erfahrung ohne Auto (lacht).