Tegernseer Kunstpfad lädt zum Verweilen ein

Installation von Kristin Dorfhuber in Tegernseh-Optik. Foto: Petra Kurbjuhn

Ausstellung in Tegernsee

Heute startet mit dem Tegernsee Kunstpfad die Präsentation von neun Künstlerinnen und Künstlern in neun Schaufenstern. Die vom Runden Tisch von KulturVision ausgehende Initiative schenkt sowohl Gewerbetreibenden als auch Kulturschaffenden Aufmerksamkeit und erfreut Spaziergänger.

In der Marktgemeinde Holzkirchen war der Start der Idee. Gemeinsam mit der Standortförderung der Marktgemeinde konnte KulturVision Kunst und Gewerbe zusammenführen. Auf einem Kunstpfad präsentierten 19 Künstlerinnen und Künstler ihre Werke in den derzeit zumeist geschlossenen Läden. Bei einem Abschlussgespräch äußerten sich die Beteiligten begeistert über das Ergebnis.

Funke sprang über

Auch in Bad Wiessee wurde die Idee aufgegriffen und in einer Gemeinschaftsaktion mit „Bad Wiessee aktiv“ organisiert. Das Otterfinger Bürgerforum griff die Idee auf und organisierte selbständig „Kunst im Schaufenster“.

Als Sibylle von Löwis, die Organisatorin von „Kunst in Schaufenster“, am Runden Tisch von KulturVision davon berichtete, sprang der Funke nach Tegernsee über. Andreas Kern, Leiter des Tegernseer Volkstheaters, nahm die Sache in die Hand und sprach die Gewerbetreibenden der Stadt an.

Tegernseer Kunstpfad
Barbara Wunder, Kristin Dorfhuber und Sibylle von Löwis (v.l.). Foto: Petra Kurbjuhn

Bei Barbara Wunder, Vorsitzende der Vereinigung der Geschäftsleute der Stadt Tegernsee, fand er sofort offene Ohren. „Es ist eine tolle Dekoration“, sagt die Inhaberin von Tegernseh-Optik in der Rosenstraße. „Es ist jetzt wichtig, dass man sich gegenseitig unterstützt“, betont sie, „das hat uns Corona gelehrt, dass man zusammenrücken muss.“

Gemeinsam mit Birgit Halmbacher von der Stadt Tegernsee wurde das Konzept entwickelt, Gewerbetreibende und Künstler wurden verpartnert, ein Plakat und der Tegernseer Kunstpfad durch die Stadt gestaltet.

Über die Rosenstraße zum Steinmetzplatz

Der Rundgang beginnt in der Hauptstraße mit den Schaufenstern der Tegernseer Goldschmiede Bertele und führt durch die Rosenstraße zum Steinmetzplatz.

Tegernseer Kunstpfad
Punkie von Kristin Dorfhuber. Foto: Petra Kurbjuhn

Bei Tegernseh-Optik sind die Arbeiten von Kristin Dorfhuber zu sehen. Die Tegernseer Künstlerin zeigt die Vielfalt ihres Schaffens. Da ist der Punk, der wohl einen Joint raucht, neben goldigen Collagen mit Tieren. Ein Bild von einem Pferd steht neben halben Zylindern, auf den weibliche Figuren zu sehen sind.

Produkte und Kunst laden zum Verweilen ein

Die Kombination der eigenen Produkte mit Kunst erzeugt einen spannenden Gegensatz, der Vorübergehende fesselt und dazu einlädt, länger zu verweilen.

Der Weg führt weiter die Rosenstraße hinauf über Hut Schätz und Brautmoden Tegernsee zu Aparts4sale. Hier zeigt Heidi Barnstorf ihre einladenden Landschaftsbilder, in Grün-Blau-Tönen gehalten. Die Kreuther Künstlerin ist dafür bekannt, ihre Inspiration aus der Natur, insbesondere dem Wasser zu schöpfen. Die Bilder vermitteln das Wechselspiel von Ruhe und Kraft des Elementes Wasser.

Tegernseer Kunstpfad
Werke von Heidi Barnstorf in Aparts4Sale. Foto: Petra Kurbjuhn

Über den Steinmetzplatz geht es zum Friseur Spitzen-Schnitt und dann hinüber in den Kurgarten zu medius und wieder zur Hauptstraße zum Seehotel Zur Post. In Tegernsee Süd beteiligt sich Marc O’Polo an der Aktion, die den ganzen Mai über zu sehen ist.

Kunstpfad Tegernsee
Tegernseer Kunstpfad. Foto: Stadt Tegernsee

Neben Kristin Dorhuber und Heidi Barnstorf sind folgende Künstlerinnen und Künstler vertreten:

Kathrin André aus Tegernsee besticht in ihren Arbeiten durch Kraft und Bewegung, in denen sie vom Mut zur Veränderung erzählt.

Walter Franzen
fällt durch seine großformatige abstrakte Acrylmalerei auf, in der er sowohl klare geometrische Formen zeigt als auch aufgelöste Farbflächen fein nuanciert.

Die Rottacher Keramikerin Waltraud Milazzo ist bekannt für ihre figürlichen teils humorigen, teils sehr ernsten Arbeiten, in denen sie Bezüge zu Politik und Gesellschaft herstellt.

Brigitte Siebeneichler aus Rottach-Egern schafft in ihren abstrakten Bildern sowohl lyrische, stark gestische oder an der Falbfeldtheorie orientierte Variationen.

Heinz Viehweger aus Tegernsee ist Maler und Bildhauer. Sein malerisches Werk schöpft er aus augenblicklicher emotionaler Befindlichkeit, es ist unplanbar.

Konstruiert indes sind seine Skulpturen, die Spaziergänger in seinem Skulpturengarten hoch über dem Tegernsee auf der Leebergstraße betrachten können.

Der Runde Tisch von KulturVision trägt zu neuen Formen der Vernetzung zwischen Kulturschaffenden und der Öffentlichkeit bei. So sollten bereits im letzten Jahr die „Offenen Ateliertage“ Einblick in das Schaffen bildenden Künstler vor Ort bieten. Die Offenen Ateliertage mussten zweimal verschoben werden und finden nun im Frühjahr 2022 statt. Nachdem persönliche Begegnungen nur eingeschränkt möglich sind, will die Aktion „Kunst im Schaufenster“ Kunst, Gewerbe und Öffentlichkeit in den Tagen der Pandemie Raum geben.

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