
Licht und Landschaft
Lasershow bei der Vernissage der Austellung Fotofreunde Tegernseer Tal. Foto: Isabella Krobisch
Ausstellung in Miesbach
Mit einer gigantischen, explosiven Lasershow im Saal eröffneten die Fotofreunde Tegernseer Tal ihre Ausstellung in der Galerie Ost im Waitzinger Keller. Dort geht es vergleichsweise ruhig zu. 14 ambitionierte Freizeitfotografen zeigen in über 50 Werken ihre unterschiedlichen Sichten bei Streifzügen durch das Alpenvorland.
Der ehrwürdige Festsaal erbebte unter der Musik und die Besuchenden, die trotz des widrigen Wetters den Weg zur Vernissage gefunden hatten, zeigten sich beeindruckt. Bürgermeister Gerhard Braunmiller sagte gar: „Ich bin geplättet.“ Eine Spur von New York sei mit dieser Show in den Waitzinger Keller gekommen, meinte der Bürgermeister.
Aus fünf Laserprojektoren schossen die farbigen Blitze nach einer gekonnten Choreografie durch den Saal, gekoppelt mit teils donnernder, teils sanfter Musik. Verantwortlich dafür zeichnet Andreas Eirainer, dessen Firma Laserprojektoren fertigt, die etwa bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in Pars zum Einsatz kamen. Zur Durchführung sei eigens sein Kollege aus der Laserworld Firmengruppe, Norbert Stangl, vom Bodensee nach Miesbach gekommen, sagte der Fotograf.
Und das war noch nicht alles, was es an Extras an diesem Abend gab. Als Kontrapunkt zu dieser rasanten Show zeigte Patrick Mautry eine stille, meditative Videoshow in Zeitraffer, die er beim Auftauchen von Nordlichtern aufgenommen hat.

Patrick Mautry: Polarlichter. Foto: MZ
Gerhard Braunmiller zeigte sich aber auch beeindruckt von den Fotografien in der Galerie, die die wunderbare Landschaft des Alpenvorlandes dokumentierten. „Fotografie bedeutet Wissen und Können“, sagte er und dies würden sich die Fotofreunde Tegernseer Tal bei ihren regelmäßigen Treffen aneignen.

Vereinsvorstand Andreas Eirainer in der Ausstellung. Foto: MZ
Vorstand Andreas Eirainer erklärte, warum die Fotografie bei den Mitgliedern des Vereins zum Hobby geworden ist. „Fotografie ist ein Mittel, Momente festzuhalten, Geschichten zu erzählen und beim Betrachter Emotionen zu wecken.“ Zudem diene die Fotografie dazu, Stress abzubauen und sich in Konzentration zu entspannen. Partner von Fotografen allerdings seien zur Geduld aufgefordert.

Andreas Eirainer: Mission Control
„Ein Bild entsteht im Kopf“, erklärte der Fotograf, „wir überlegen uns, wie könnte es ausschauen und machen uns Gedanken dazu.“ Der Verein sei für ihn ein Vereint-sein in gemeinsamen Zielen und Interessen. Man inspiriere sich gegenseitig und ziehe an einem Strang.

Monika Stanglmayr: St. Leonhard, Kreuth und Helmut Schönfelder: Alte Linde in Steinkirchen am Samerberg im Winterschlaf.
Die Fotofreunde stammen dabei nicht nur aus dem Tegernseer Tal, sondern aus dem ganzen Landkreis und darüber hinaus. Bei allen Unterschieden ist den Fotofreunden eins gemeinsam: die Leidenschaft zur Fotografie.

Dietrich Schimpfle: Schusterkugeln am Heiligen Grab in St. Laurentius Rottach-Egern
In einer Bildershow stellte er die Mitglieder des Vereins vor. Er selbst widme sich Stillleben und der Natur.

Ines Müller: Fendt Farmer
Dietrich Schimpfle fotografiert gern Bauwerke, während Helmut Schönfelder oft Impressionen aus den USA mitbringe.

Julia Hager: Auf Sonnenschein folgt Regen
Ines Müller erzähle mit ihren Bildern Geschichten und Julia Hager steuere Bilder von Polarexpeditionen bei.

Julia Neckermann: Aufgang zur Kirche St. Laurentius Rottach-Egern
Julia Neckermann lebe die Hälfte des Jahres in den USA, wo sie ausschließlich mit dem iPhone fotografiere.

Michael Geller: Ballon
Michael Geller zeichne sich durch Porträts aus.

Norbert Michel: Spiegelungen im Schliersee
Monika Stanglmayer habe ein Auge fürs Detail und Norbert Michel bringe Bilder aus seiner norddeutschen Heimat nach Bayern.

Patrick Mautry: Bad Tölz in der Blauen Stunde
Patrick Mautry sei der Drohnenfotograf und Sepp Greiderer gehe ganz zeitig für seine Fotos auf den Berg.

Sepp Greiderer: Spiegelung im Moorwasser
Mit Siegfried Mattner begrüßte Andreas das älteste Mitglied der Fotofreunde Tegernseer Tal, auch er steht für den Blick fürs Detail.

Siegfried Mattner: Versteinerte Riesen
Werner Runge indes ist der Spezialist für Eventfotografie und Wolfgang Schwarzenböck liebt lebendige Farben.

Werner Runge: Denkmal am Schliersee
Die große Vielfalt an Motiven und die Qualität der Aufnahmen machen den Rundgang durch die Ausstellung zu einem Erlebnis.Da findet sich eine Pusteblume in der Abendsonne neben einem Frosch und einer Eintagsfliege, ganz nah beobachtet. Es gibt Isar- Tegernsee-, Schliersee-, Chiemsee-, Kochelseelanschaften, Bilder von den Nickelheimer Filzen, dem Karwendel, der Zugspitze und eine Aufnahme des des Ringbergschlosses vom Wallberg aus.

Wolfgang Schwarzenböck: Herbstbaumliebe.
Die glühende Herbstbaumliebe behauptet sich neben Schwänen und Almhütten, Winterbäumen und Alleen. Spiegelungen, Kühe, ein Traktor und ein witziges „Bad hair day“ Foto hängen neben einem Denkmal.
Zum Weiterlesen: Fotofreunde Tegernseer Tal in der 44. Ausgabe der KulturBegegnungen