Kultur in St. Josef startet wieder

Robert Kutsche

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Matthias Hefter, hier mit dem Programm von 2018. Foto: Petra Kurbjuhn

Konzertreihe in Holzkirchen

Am 5. September beginnt das neue Programm Kultur in St. Josef in Holzkirchen. Auch an diesem architektonisch herausragenden Ort wollen die Initiatoren Pfarrer Gottfried Doll, Kirchenpfleger Bernhard Burgmayr und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Matthias Hefter Corona trotzen.

St. Josef mit Leben zu füllen, das war und ist der Wunsch von Seelsorgeteam, Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat. So heißt es in der 21seitigen Broschüre, in der das vorläufige Programm bis zum 19. Dezember zusammengefasst ist. Matthias Hefter, der alljährlich das Programm gestaltet, betont: „Wir versuchen, das Programm durchzuziehen, bitten aber darum, vor jeder Veranstaltung auf der Homepage zu überprüfen, ob es stattfinden kann.“


Die St. Josef Kirche in Holzkirchen. Foto: Petra Kurbjuhn

Der Vorteil des Neubaus der katholischen Kirche in Holzkirchen ist, dass immerhin 120 Menschen mit Hygienekonzept Platz finden können. „Ich hoffe, dass die Kultur nicht schlechter behandelt wird als der Fußball“, meint der Pfarrgemeinderatsvorsitzende, denn Konzertbesucher seien doch sehr disziplinierte Menschen. Wenn aber die 2G-Regel in Kraft trete, dann werde es für sie als Organisatoren schwierig.

Noch vor Corona hatte sich der Wunsch, dass St. Josef zu einer neuen Begegnungsstätte der Marktgemeinde werden solle, vollends erfüllt. Hochkarätige Konzerte von einheimischen und überregionalen Musizierenden fanden ein dankbares Publikum. Kultur in St. Josef wurde zu einem Begriff, die Kirche öffnete ihre Türen für alle Menschen. „Sie ist viel zu schön, als dass sie nur zu den Gottesdiensten besucht wird“, sagt Matthias Hefter. Die Öffnung von St. Josef für die Kultur sei ausdrücklicher Wunsch der Kirchenverwaltung und des Trägers.

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Der neue Zyklus startet mit einem Solo-Kantaten-Konzert von Johann Sebastian Bach. Die Sopranistin Maria Czeiler wird vom Kammerorchester von „Voilà! Opera!“ unter der Leitung von Stellario Fagone begleitet.

Eine Woche später ist Andrea Wehrmann in Holzkirchen zu Gast. Die Miesbacher Kantorin und Komponistin stellt ihr neues Werk „12Monate12Bilder12Lieder“ vor, ein Gesamtkunstwerk von Text, Musik und Malerei. Die Kirchenmusikerin vertonte für jeden Monat ein Gedicht als Kunstlied für Sopran, Alt und Klavier. Eine befreundete Künstlerin, Cornelia Meier aus Ratzeburg, schuf zu den Liedern 12 Ölgemälde. Barbara Pischetsrieder und Ursula Bommer musizieren gemeinsam mit Andrea Wehrmann am Klavier.

Kultur in St. Josef
Andrea Wehrmann, Barbara Pischetsrieder, Ursula Bommer (v.l.). Foto: privat

Nach einer Abendmusik mit Cello und Orgel am 18. September gibt es am 2. Oktober Weltmusik in St. Josef. Mit ihrer Musik vereint das Münchner Trio „So Nostalgia“, in Eigenkompositionen und eigenwilligen Neuinterpretationen bekannter Stücke, verschiedene Musikstile.

Kultur in St. Josef
Das Kiever Orgeltrio. Foto: privat

Eine „Hommage à Beethoven“ serviert das Kiever Orgeltrio in seinem Programm am 16. Oktober mit zwei Violinen und Orgel und will damit an den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven im Jahre 2020 erinnern.

Der renommierte Holzkirchner Chor cantica nova unter der Leitung von Katrin Wende-Ehmer lädt am 29. Oktober zu seinem Herbstkonzert ein. Es erklingen bekannte Werke aus der Zeit der Romantik und zeitgenössische Kompositionen. Die Texte und Melodien sollen zum Nachdenken anregen über den Erhalt der Natur, die Rolle des Menschen in der Welt, den Wunsch nach Frieden. Solistin ist Barbara Lichtenegger, an der Orgel Robert Kutscher.

Kultur in St. Josef
cantica nova in St. Josef. Foto: Cornelie Breu

Farbtupfer ins Novembergrau wollen am 5. November Elisabeth Eigler an der Orgel und Flötistin Gisale Daebel bringen und spielen „Nicht nur besinnlich…“.

Auch das folgende Konzert wird nicht nur besinnlich, wenn der Münchner Gospelchor St. Lukas zu „Come together“ einlädt und am 7. November eine einmalige Mischung aus Spirituals, Gospels und Popsongs bereithält und dabei ebenso mitreißend fetzig, wie ruhig-besinnlich ist.

Am 19. November trifft Renaissance auf Moderne. Der Renaissance Chor Bruckmühl unter der Leitung von Dr. Ines Gnettner, das Ensemble amoroso und Thomas Pfeiffer an der Orgel bringen Chor- und Instrumentalmusik aus dem 15./16. Jahrhundert und der Moderne zu Gehör.

Kultur in St. Josef
Fischbachauer Dreigsang. Foto: privat

Am 2. Adventssonntag findet um 17 Uhr das Holzkirchner Adventssingen mit Elisabeth Mayrhofer aus Waldram, der Unterleiten Stubnmusi, dem Fischbachauer Dreigsang, dem Bläserensemble Kurbi & Friends und dem Zitherspieler Florian Denk statt. Den Abschluss am 4. Adventssonntag gestaltet cantica nova mit „Nun komm, der Heiden Heiland!“, einer weihnachtlichen Chormusik zur Besinnung.

Das gesamte Programm kann in diesem Flyer geladen werden und ist aktualisiert auf der Homepage von St. Josef einsehbar.

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