Ein bisschen chilliger Jazz

Drei d'Accord

Drei d’Accord auf der Bühne des FoolsTheaters. Foto: Antonie Huber

Konzert in Holzkirchen

„Schee anders“ war es am Freitag im Holzkirchner FoolsTheater, als das Trio „Drei d’Accord“ sein Konzert gab. Dort erklangen altbewährte Jazz-Standards, aber auch moderne Pop-Musik und Indie-Rock, auf die etwas andere Weise. Der unbeabsichtigte rote Faden: die Liebe, die Liebe und nochmals die Liebe.

Sie sind der aufstrebende Stern am Miesbacher Musikhimmel – das Trio „Drei d’Accord“. Sie gingen bereits viele Jahre zusammen zur Schule und machten dort Musik in zahlreichen Formationen. Doch die Idee, ein Jazz-Trio zu gründen und damit ihren ganz eigenen Musikstil zu entwickeln, reifte erst während des Studiums.

Musik, Musik, Musik

Die drei Musiker studierten Schulmusik an der Hochschule für Musik und Theater in München. Agnes Schlaghaufer spezialisierte sich auf Jazzgesang, Barbara Gasteiger studierte Harfe im Konzertfach und das Saxofon bildete Franz Jetzingers Studieninstrument. Mittlerweile sind sie alle drei Lehrer am Gymnasium.

Drei d'Accord
Barbara Gasteiger und Agnes Schlaghaufer. Foto: Antonie Huber

Obwohl sie tagtäglich mit Musik zu Tun haben, fehlt ihnen offenbar etwas. Diese Lücke vermögen sie mit ihrer Band „Drei d‘Accord“ zu schließen. Für die Drei ist es die Freude an der Musik, die sie immer wieder neue Stücke entdecken und für sich gewinnen lässt. Für das Publikum ist diese Empathie ansteckend.

Eine ungewöhnliche Besetzung

Harfe, Cello, Saxofon und Gesang – eine etwas ungewöhnliche Besetzung für ein Trio. Aber dennoch ergänzen sich die Instrumente perfekt. Der Zuhörer hat keine Sekunde lang das Gefühl, dass ihm etwas fehlt. Das mag auch vorwiegend an den, für ihre Formation, perfekt ausgefeilten Arrangements liegen.

Drei d'Accord
Drei d’Accord ist das etwas andere Jazz-Trio. Foto: Dennis Bald

Drei d’Accord“ gibt also ein Konzert im FoolsTheater des KULTUR im Oberbräu. Schon ab dem ersten Lied fühlt sich der Zuhörer in einen Jazzclub der 50er Jahre versetzt. Und das obwohl „Man in the Mirror“ und „Billie Jean“ von Michael Jackson damals noch gar nicht existierten. Doch die drei Instrumentalisten interpretieren die Musik auf ihre ganz eigene, jazzige Weise.

Die Liebe, die Liebe und nochmals die Liebe

Sie spielen Musik, die ihnen gefällt. Egal ob das nun Ella Fitzgeralds „I can’t give you anything but love” ist, oder der durch Amy Winehouse bekannt gewordene Hit „Valerie“. Ob es nun „Starlight“ von der Rockband Muse ist oder James Bayes Indie-Ballade „Hold back the River“. Die Palette ist breit gefächert. Doch ein Detail zieht sich unbemerkt durch den Abend. Denn in fast allen Songs geht es um die Liebe.

Individuell und wandelbar

An der Harfe agiert Barbara Gasteiger wie Cupido, der Liebesengel, höchstpersönlich. Agnes Schlaghaufer spielt auf ihrem Cello den Bass dazu und singt mit ihrer außergewöhnlich wandelbaren Stimme Lieder sämtlicher Genres. Für Abwechslung sorgt auch Franz Jetzinger, der immer wieder sein Musikinstrument austauscht. In wunderbaren Soli bläst er das Tenor- und Sopransaxofon, gibt den Rhythmus an der Cajon und am Schüttel-Ei und begleitet sogar mit seiner Gitarre. Alles in Allem Jazzmusik vom Feinsten. Nun fehlten nur noch eine Cocktailbar und die passenden Kleider und Anzüge. Dann wäre der Zeitsprung in die 50er Jahre real geworden.

Haben wir Ihr Interesse für die drei Musiker geweckt? Dann sehen Sie sich doch auch ihre anderen Projekte an. Agnes Schlaghaufer leitet den Pop- und Jazzchor OstBahnGroove und Barbara Gasteiger und Franz Jetzinger musizieren zusammen im Duett WisÀWis.

Lesetipp: Emotionen ohne Kitsch

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