The last time

Big Bad Wolf

Big Bad Wolf in der WeyHalla: Wolf Kirschenheuter, Peter Lummer, Artur Silber, Pete Hirschheiter, Thomas Röpke (v.l.). Foto: Petra Kurbjuhn

Konzert in Weyarn

Zum Abschiedskonzert von Big Bad Wolf war die WeyHalla am zweiten Feiertag abends brechend voll. Und es war wie immer, die Fans hörten Musik der sechziger und siebziger Jahre in verblüffend echtem Sound, tanzten voller Lebensfreude. In die gute Stimmung aber kam Wehmut, denn es war „The last time“. Aber es geht auch weiter.

Pete Hirschheiter, Gründer der Band, Leadsänger und Gitarrist aber nahm es locker. „Take it easy“ von den Eagles kündigte er den ersten Song an. Und mit Stücken der Beatles, Rolling Stones, Creedance Clearwater Revival ging es weiter. Die Gäste nutzten kleinste Lücken zum Tanzen und sangen begeistert mit.

Big Bad Wolf
Leadsänger von Big Bad Wolf Pete Hirschheiter. Foto: Petra Kurbjuhn

Seit 18 Jahren fasziniert die Band die Musikfreunde. Ihr Markenzeichen ist, die Songs der Vergangenheit täuschend echt zu spielen, ob es die Riffs sind oder ob es der Klang der Stimme ist, schließt man die Augen, hört man Paul McCartney, Mick Jagger oder John Fogerty von CCR. Pete Hirschheiter und seine vier Musikerkollegen haben 120 Songs im Repertoire, die sie musikalisch äußerst anspruchsvoll darbieten.

Big Bad Wolf
Bassist Peter Lummer. Foto: Petra Kurbjuhn

Da sind Wolf Kirschenheuter und Thomas Röpke, die immer wieder auch Soli bringen, mit Gitarre, Mundharmonika, Gesang und so der Band Vielfalt verleihen. Peter Lummer am Bass und Artur Silber am Schlagzeug geben den Songs den richtigen Rhythmus.

Big Bad Wolf
Schlagzeuger Artur Silber. Foto: Petra Kurbjuhn

Diese Musik, von Rock bis West Coast, reißt auch heute noch mit. Gut, das Durchschnittsalter der Gäste in der WeyHalla ist schon so um die sechzig, aber auch junge Menschen lassen sich davon begeistern. „Diese Stücke haben noch Melodien“, erklärt Pete Hirschheiter, „heute versandet das immer mehr.“ Das bedeutet aber nicht, dass die Musik seicht ist, im Gegenteil. „Die siebziger Jahre Musik ist am anspruchsvollsten, da musst du fest üben, dass du das spielen kannst“, sagt der Musiker. „Und sie geht in die Füße, aber auch in die Seele und in den Kopf, denn die Texte sind ebenfalls anspruchsvoll.“

Big Bad Wolf
Thomas Roepke und Wolf Kirschenheuter. Foto: Petra Kurbjuhn

Big Bad Wolf haben jährlich etwa 35 Konzerte gegeben, waren viel auch im Münchner Raum zu hören. Aber die fünf Musiker können stolze 11 Stents aufweisen und langsam sollte es also mit „A hard days night“ aufhören.

Der Bandleader selbst steht seit 58 Jahren auf der Bühne. Begonnen hat er in Hamburg, im Kaiserkeller. Genau, dort wo auch damals die Beatles ihre ersten Deutschlandauftritte hatten. Pete kann herrliche Episoden aus dieser Zeit erzählen. Der Holzkirchner Rockmusiker ist eine Legende, die Musik hat ihn ein ganzes Leben begleitet, aber „jetzt ist a Ruah“, sagt er.

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Big Bad Wolf
Pete Hirschheiter. Foto: Petra Kurbjuhn

„Man muss aufhören, wenn man noch gut spielen kann und in Würde in die zweite Reihe treten.“ Ganz aufhören kommt für den 75-Jährigen nicht in Frage, „ich bin ein begeisterter Musiker“, sagt er. Jetzt wolle er wieder ein paar neue Stücke zu Hause üben.

Die zweite Runde begann mit „Hotel california“ von den Eagles, in unschlagbarer Originalität gespielt. Beim „It’s all over now“ von den Stones allerdings kam Wehmut auf, die sogleich verflog, als Pete Hirschheiter Chuck Herrmann auf die Bühne rief, mit dem er 1962 die erste Rockband in Holzkirchen gegründet hatte und der heute insbesondere als DJ tätig ist.

Big Bad Wolf
Pete Hirschheiter und Chuck Herrmann. Foto: Name

Eine symbolische Stabübergabe durften die Gäste mit dem 16jährigen Maxi Nachtmann erleben, der den Part von Wolf Kirschenheuter übernahm und in „Roll over Beethoven“ sein Debüt bei Big Bad Wolf gab. Als Solist begeisterte er in Chuck Berrys „Go, Johnny, go“ und in Elvis „Blue suede shoes“ sangen Pete und Maxi miteinander, generationsübergreifend. Die Musik also lebt, wird von der Jugend weitergetragen, wie schön.

Big Bad Wolf
Maxi Nachtmann übernimmt den Stab. Foto: Petra Kurbjuhn

Ebenso schön aber auch, als Wolf wieder seine Gitarre ergriff und Big Bad Wolf in der Originalbesetzung die Fans begeisterte, auch wenn es das letzte Mal war. Und so bleibt nur, Dank zu sagen. Pete, Tom, Wolf, Peter und Artur, Ihr habt vielen Menschen Lebensfreude geschenkt mit Eurer fantastischen Musik.

Und hier für alle Fans zum Abschied: Big Bad Wolf mit „It’s all over now“ von den Stones:

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