Spannung und Vielfältigkeit

Ausstellung in Irschenberg

Zu seiner 3. Kunst- und Fotoausstellung lädt der Kunstkreis Irschenberg ein. In einer sehenswerten Schau präsentieren sich die Künstler der Gemeinde und ihre Gäste, umrahmt von einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm noch bis zum Samstag.

Als ich gestern Abend die Turnhalle betrete, schallt mir Weltmusik entgegen. Die Gruppe Afasia unterhält die Gäste. Danach erhöht sich durch die schwarzen Stellwände am Eingang die Spannung, was im Raum zu sehen sein wird. Zudem sind auch im Raum rechts schwarze Quader aufgebaut, an denen die Werke der Fotokünstler zu sehen sind. Die Gestaltung stammt von Toni Schmid, ehemaliger Dozent an der Meisterschule für Schreiner in München. Überdies hat er eine Reihe von Leihgaben unbekannter Künstler zur Verfügung gestellt.

Vier der zwölf ausstellenden Fotografen stammen aus Irschenberg. Bernt Horeth hat sich der Architektur der Vergangenheit gewidmet. Seine realistischen Fotos werden ergänzt von den gemalten zugehörigen Initialen von Quirin Horeth. Und Leonie Horeth fotografiert in der Gegenwart Katze und Landschaft. Auch Xaver Kreidl hat malerische Landschaften ebenso wie Tierporträts ausgestellt.

Torso und Ölmalerei von Hans Schreiber

Diese Irschenberger Fotografen werden auf der Ausstellung durch die Arbeiten folgender Gäste ergänzt: Franziska Büttl, Christine und Johann Erben, Hans-Joachim Heller, Elisabeth Kühllechner, Rolf Maier, Peter Wieczork und Peter Rosenmüller.

Auf weißen Quadern sind Malerei angebracht und Skulpturen aufgestellt. Sofort fällt ein klassisch schöner Torso auf, er stammt von Hans Schreiber, dem 1997 verstorbenem Künstler und Lehrer am Gymnasium Miesbach. Die Vorsitzende des Kunstvereins Christl Freundl erklärt, dass Schreiber erstmals bei der Kunstausstellung vertreten sei. Von ihm stammen auch die eigenwilligen, auffallenden Landschaften in Ölmalerei, echte Höhepunkte der Präsentation.

Unterschiedliche Techniken

Die Skulptur „Einsamkeit“ von Ursula Kemmer ist ebenfalls eine bemerkenswerte Arbeit. Die 2004 verstorbene Irschenberger Bildhauerin stellte einem aneiander geschmiegtem Paar auf der Parkbank die einsame Alte gegenüber. Der Irschenberger Schnitzer Stefan Pichler stellt nicht nur einen Christus aus, sondern hat in verschiedenen Stilrichtungen Stilleben gemalt. Und der Porträtmaler Georg Ransberger porträtierte nicht nur die Kommunalpolitiker im Rathaus, sondern auch sich selbst.

Angelika Weiß überrascht mit zwei sehr unterschiedlichen Techniken. Einerseits malt die ehemalige Kunstlehrerin am Förderzentrum Landschaftsaquarelle, zum anderen arbeitet sie mit Ölpastell. Hierbei entstehen zarte Farbklänge unterschiedlicher Stimmung. Ganz anders die Bilder von Annette Ehnes. Die Familientherapeutin im Kinderdorf ist Autodidaktin und will mit ihren stark farbigen Acrylarbeiten ausdrücken, was sie bewegt. Sie arbeitet sowohl mit Abzieher und verschiedenen Farblagen als auch mit der Einarbeitung von Sand und Strukturpaste.

Irschenberger Künstlern Plattform geben

Man wolle mit dieser Ausstellung zum einen Irschenberger Künstlern eine Plattform bieten und andererseits auch Künstler anderer Regionen nach Irschenberg holen, erzählt mir Christine Neumann vom Kunstverein. Dieses Jahr liege der Schwerpunkt bei den Künstlern der GmundArt wie beispielsweise Ursula Maren Fitz, Kurt Gmeineder, Helga-Lucia Kordecki, Peter Keck, Hans Schneider, Hans Weidinger, Priska Büttel und Heiner Felder.

Daneben finden sich Werke von Stefan Ambs, Gabriele Cappellini, Christl Fitz, Eva, Freundl, Sybille Guttenberg, Cornelia Heinzel-Lichtwark, Rudi Leitner, Claudia Löffler, Bernd Reinhardt und Hans Wimmer.

Lesetipp: Irschenberg ist für eine Woche der künstlerische Landkreis

Reiches Begleitprogramm

Im begleitenden Veranstaltungsprogramm malt Christl Fitz heute und morgen von 14 bis 16 Uhr Karten und Lesezeichen, deren Erlös an unbegleitete Flüchtlingskinder im Kinderdorf Irschenberg geht. Am Freitag schnitzt Wolfgang Mayr von 14 bis 18 Uhr, untermalt vom Harfenduo anschließend ist in der Kreativecke Kinder Gabriele Cappellini. Heute spielt von 14 bis 18 Uhr die Eyreiner Musi, morgen noch einmal von 15 bis 17 Uhr Afasia und zudem am Samstag von 14 bis 18 Uhr die Karlinger Musi.

Foto: Christine Neumann

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