Aufbruch für Kultur im Freien

Bunbury: Schlussapplaus

Sommertheater beim KULTUR im Oberbräu Holzkirchen: Mein Freund Bunbury. Foto: Petra Kurbjuhn

Kultur im Freien

Allerorten trotzt Kultur Corona, überall sprießen fruchtbare Ideen, was trotz Pandemie machbar ist. So auch am Runden Tisch von KulturVision, an dem der Vorschlag von gemeinsamen Veranstaltungen an geschützten Räumen im Freien diskutiert wurde. Dies empfiehlt jetzt in einem Schreiben auch Staatsminister Bernd Sibler.

Beim Runden Tisch am 3. März, zu dem Sibylle von Löwis von KulturVision die Kulturverantwortlichen der Kommunen des Landkreises zu einem Zoommeeting zusammenführte, gab es zahlreiche Ideen, was trotz Pandemie gemacht werden könne, um die Kultur zu beleben, um Kulturschaffenden Möglichkeiten zu geben, sich zu präsentieren.

Lesetipp: Runder Tisch Kultur mit kreativen Ideen

Neben den erfolgreich organisierten Aktionen „Kunst im Schaufenster“ oder der geplanten „Schaufensterbühne“ brachte Johannes Wegmann, Organisator des Schlierseer Kulturherbstes, den Vorschlag ein, „ein Konzept zu finden, Veranstaltungen auf geschützten Plätzen, Orten oder Höfen an mehreren Orten im Landkreis zu ermöglichen“. Dabei sah er auch den Vorteil, bei einmaligem Aufwand an Organisation, Auf- und Abbau der Anlagen, die entsprechende Infrastruktur über einen längeren Zeitraum hinweg über die Gemeindegrenzen bespielen und somit für verschiedene Projekte nutzen zu können.

Blick aufs Klostergelände Miesbach
Blick auf das Klostergelände Miesbach, hier fand 2020 ein Sommerfestival statt. Foto: Kulturamt Miesbach

Diese Idee wurde von den Teilnehmenden begrüßt und soll in der Folgezeit konkretisiert werden. Jetzt richtete der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst einen Brief an Landkreis, Kommunen und Veranstalter. Es gelte, so schreibt er, „Vertrauen in die Sicherheit von Kulturveranstaltungen aufzubauen und die Vielfalt von Kunst und Kultur in Bayern wieder erlebbar zu machen“.

Vorausgegangen war ein Barcamp des Ministeriums bei der die freie Szene der Kulturschaffenden sich über die Zukunft nach Corona austauschen und Utopien entwickeln konnte. KulturVision stellte dabei das Mitmachprojekt „Zukunftsforum“ aus der Initiative „anders wachsen“ vor, das sehr viel Zuspruch fand.

Lesetipp: Utopien post Corona: Gemeinsam zu neuen Strukturen

Bernd Sibler empfiehlt in seinem Schreiben, Freiflächen zu nutzen, um Kultur pandemiesicher präsentieren zu können. Dazu würde der Freistaat staatliche Liegenschaften zur Verfügung stellen. Darüber hinaus werde eine Plattform „Bayern spielt“ ab Juni einen umfangreichen Service bieten. Ziel sei es, so Bernd Sibler, möglichst viele Kulturveranstaltungen und Projekte als Partner zu gewinnen. Ende Juni sollen dann die Eröffnungsveranstaltungen starten.

Die Stimme Gottes erschallt: Christine Winter, Eva Röder, Hans Jürgen Stockerl, Bettina Ullrich, Ferdinand Rother (v.l. hinten), Walter Stapper (vorn)
„Jedermann“ im Freilichttheater der Spielbank Bad Wiessee. Foto: Ines Wagner

Der Minister bittet die Landkreise und Kommunen, geeignete Freiflächen zur Verfügung zu stellen, sowie bei der Genehmigung von Kulturveranstaltungen die derzeitige Ausnahmesituation einfließen zu lassen.

Landrat begrüßt „Aufbruch für Kultur“

Landrat Olaf von Löwis of Menar äußert sich erleichtert, dass der Kultusminister mit diesem Schreiben der Kultur eine Perspektive gibt. Er begrüße und unterstütze ausdrücklich diese Initiative „Aufbruch für Kultur“. „Wir haben mit dem Verein KulturVision im Landkreis Miesbach einen fantastischen Partner, der sich in diesem Zusammenhang um neue Projekte kümmern wird“, zeigt er sich zuversichtlich und anerkennend.

Aufbruch für Kultur
Konzert mit Maxi Pongratz am Tannerhof Bayrischzell. Foto: Andreas Vogt

Einen engen Schulterschluss zwischen Freistaat und den Akteuren der örtlichen Kulturpflege wünscht sich auch Bernd Sibler und sieht in dem Vorstoß den Auftakt zu einem Kulturpakt. Kunst und Kultur sei auch in den schwierigen Zeiten und haushalterischen Herausforderungen ein besonderer Stellenwert einzuräumen. Laufende Förderungen seien aufgestockt worden. „Ich würde mich freuen, wenn es gelänge, im gegenseitigen Austausch auch auf kommunaler Ebene eine vergleichbare Entwicklung anzustoßen“, schließt Bernd Sibler seinen Brief.

Ideen sind gefragt

KulturVision wird seinem Vereinsziel, die Kultur im Landkreis Miesbach zu fördern, auch in der Pandemie gerecht. Wir stoßen neue Projekte an und setzen sie um, wir laden am Runden Tisch zum Austausch ein und wir geben der Kultur im Landkreis Miesbach mit unseren zwei Medien ein Gesicht. Die 35. Ausgabe der KulturBegegnungen erscheint in der ersten Maiwoche. In diesem Online-Magazin wird 365 Tage im Jahr ein neuer Artikel publiziert. Wir freuen uns über Ideen von Kulturschaffenden und Veranstaltern, Kultur trotz Corona im Landkreis, wenn auch nur im Kleinen, überleben zu lassen.

Der nächste Runde Tisch findet am 28. April um 18 Uhr per Zoomkonferenz statt.

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