Farotheater: Prinzessin in Miesbach

Das kennen viele Kinder: Als Zweitgeborener die abgelegten Schuhe tragen zu müssen und noch nicht mit zum Reiten gehen zu dürfen. Bei einer zweiten Prinzessin kommt noch hinzu, dass sie nicht vom Balkon aus dem Volke winken darf, wie es die erste Prinzessin tun darf. Es ist ungerecht und gemein, und deshalb muss Abhilfe geschaffen werden. Wie, das zeigte das Farotheater Veronika Degler mit „Die zweite Prinzessin“ im Waitzinger Keller.
Dieses Ein-Frau-Theater schafft es mit wenigen Mitteln und geringem Aufwand, ein pädagogisch wertvolles Stück darzubieten, vielleicht ein bißchen zu schwere Kost für kleinere Kinder, dennoch unterhaltsam und witzig.
Da ist also diese harmonische Königsfamilie mit zwei Prinzessinnen, die erste so eine richtige starre Barbiepuppe, die zweite ein normales, nicht gestyltes Mädchen als Handpuppe. Vater König erfüllt Nr. 1 zu ihrem Geburtstag alle Wünsche, woraufhin Nr.2 beschließt zu handeln.
Sie geht in den Wald und bietet dem Wolf ihre Schwester zum Abendbrot an, nur wählt sie die falsche Werbebotschaft, süße Prinzessinen mag der Wolf nicht.
Plan B ist, die Schwester zu verheiraten, nur entpuppt sich der in einer Höhle aufgescheuchte Bräutigam Bär als schon verheiratet. Als letztes Mittel soll die Hexe Nr.1 in einer aus Zwiebel, Satanspilz, Krokodilknochen, Spinnenbein und Regenwurm gekochten Suppe schrumpfen lassen. Die Probe mit dem Pony gelingt. Nur leider will die Hexe für ihr Schrumpfwerk Mama Königins Juwelen haben.
Wie es ausgeht? Wird nicht verraten. Natürlich gut, denn Böses darf nicht belohnt werden, Reue und Verständnis, Umkehr und Harmonie, Kompromisse vor allem und dass es gar nicht so erstrebenswert ist, die Nr. 1 zu sein, das sind die Botschaften des Stückes von Gertrud Bigor, das auf dem Kinderbuch von Tony Ross und Hiawyn Oram basiert.
Veronika Degler spielt, wie schon in den vergangenen Jahren mit „Ich glaub mich küsst ein Schwein“ und „Der Froschkönig“ alle Rollen souverän und bringt ihre schönen Handpuppen in Bewegung. Sie singt und verwandelt sich in Blitzesschnelle von der Märchenerzählerin in die böse Hexe und hat am Ende noch genügend Zeit, den Kindern ihre Figuren ganz nahe zu bringen.

 

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