Andrada Ababei

Kulturblitz | Hybride von Mensch und Tier

Andrada Ababei vor „Alpenstolz“. Foto: MZ

Ausstellung in Tegernsee

Noch bis zum 19. Dezember sind die Bilder von Andrada Adabei in der Tegernseer Volkshochschule zu sehen. Die Künstlerin will mit ihren Bildern ihre Faszination für die Menschen des bayerischen Oberlandes und die Verbundenheit zwischen Mensch, Natur und Tradition auf symbolische Weise darstellen.

Andrada Ababei ist in Rumänien aufgewachsen und studierte in Hermannstadt Polychrome Holzrestaurierung mit Masterabschluss. Der Liebe wegen kam sie vor zehn Jahren an den Tegernsee und absolvierte an der Volkshochschule ihren ersten Deutschkurs.

Hierher kehrte sie nun mit ihrer Ausstellung „Hybride“ zurück, die zuvor in Innsbruck, München und bei der Gruppenausstellung beim rumänischen Kunstfestival FAR in Frankreich gezeigt wurde.

Sie freue sich sehr, dass sich nun der Kreis schließe und sie ihre Bilder in der vhs zeigen könne, hier, wo alles begann.

Hier habe sie die bayerische Tradition entdeckt, die Kleidung, die Bräuche, den Stolz der Menschen und die wunderschöne Landschaft. Gemeinsam mit ihren rumänischen Wurzeln der reichen kulturellen Tradition ihres Heimatlandes präge dies ihre Malerei, sagt sie. So hat sie auch rumänische Symbole in den Untergrund ihrer Malerei eingebracht.

Andrada Ababei malt auf Leinwand mit Öl, Acryl, Strukturpaste, sowie Leder und Stoff. Vom Stil her verbindet sie Realismus mit Expressionismus und Abstraktion.

In der Serie „Hybride“ sind ausschließlich realistische Bilder zu sehen. Sie malt bayerische Menschen in der Tracht mit Tierköpfen. Damit wolle sie den Stolz der Einheimischen auf ihre Tradition mit der Verbindung zur Natur darstellen.


Alpenglück. Foto: MZ

Eine Kursteilnehmerin der vhs sagte, sie finde die Bilder sehr heiter, witzig sogar, weil sie ein wenig die Heimat Tümelei auf die Schippe nehmen. Dies aber ist nicht die Absicht von Andrada Ababei. Sie sagt: „Manche Menschen sind irritiert, das gefällt mir, weil es mehrere Ebenen gibt.“

Sie wolle mit ihren Werken in einen stillen Dialog mit den Betrachtern kommen, sie wolle berühren, Freude bereiten und zum Nachdenken anregen. „Das Malen ist für mich wie Meditation, ein Weg inneres Erleben sichtbar zu machen und Emotionen eine Form zu geben.“ Sie wolle keine herkömmlichen Porträts malen, sondern mit den Köpfen von Tieren aus der Region die Verbundenheit Mensch-Natur symbolisieren.

Die Bilder enthalten echte Teile der Tracht, da ergänzen Lederhosen, Schürzen oder Schleifen aus Stoff die Malerei und machen sie lebendig. Ebenso die Worte, die im Hintergrund zu lesen sind und das bairische Leben widerspiegeln.

Die Bilder heißen „Alpenstolz“ oder „Alpenglück“, „Heimatglück“ und „Waldkönig“, aber auch „Alpenfrech“, wenn ein freches Tierkind die Zunge herausstreckt.

Andrada Ababei „Hybride“ in der vhs Tegernsee, Max-Joseph-Straße 13, 1. Stock, während der Öffnungszeiten bis zum 19.12.2025 zu sehen.

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