Niklasreuth

Unterschiedliche Blickwinkel

Blick in die Ausstellung. Foto: Petra Kurbjuhn

Ausstellung in Niklasreuth

15 Fotografinnen und Fotografen stellen bis zum 25. Oktober ihre Werke im Gemeinschaftshaus Niklasreuth aus. Unter der Federführung des Kulturkreises Irschenberg in Kooperation mit den Parsberger Fotofreunden ist eine bemerkenswerte Schau entstanden.

Bei der Vernissage am gestrigen Freitag begrüßte Klara Wude, Vorsitzende des Kulturkreises Irschenberg die zahlreichen Gäste, die trotz Kirchweihsonntag gekommen waren. Bernt Horeth, der die Ausstellung kuratierte und organisierte, betonte, dass sie die Vielfalt der Fotografie und die stets wachsende Qualität der Aufnahmen dokumentiere. „Sie wird von Jahr zu Jahr besser“, konstatierte er. Zudem zeige die Ausstellung die unterschiedlichen Blickwinkel und Interessen der beteiligten Fotografinnen und Fotografen.

Niklasreuth
Max Sedlmaier. Foto: Petra Kurbjuhn

Die wird bei einem Rundgang durch die ansprechend gestaltete Ausstellung deutlich. Da fallen zunächst die wie abstrakte Gemälde wirkenden Bilder von Max Sedlmaier auf. Der Titel „Lady with Wind in Hair“ lässt der Spekulation freien Raum, was der Fotograf hier abgelichtet hat.


Marion Marski. Foto: Petra Kurbjuhn

Auch Marion Marski wartet mit abstrakt wirkenden Fotografien auf, die sie teils mit gezogener Kamera fertigt. Andere aber wirken allein durch die Farbkomposition und erinnern an Aquarellbilder von Landschaften.

Ganz konkret indes wird es bei Ausstellungsleiter Bernd Horeth, der immer wieder auf Expeditionsreisen nach Afrika geht und dort Tier aus allernächster Nähe fotografiert. Dieses Mal zog es ihn nach Südafrika, wo er verschiedene Vögel und einen Felswaran fotografieren konnte.


Bernt Horeth. Foto: Petra Kurbjuhn

Auch Ibolya und Peter Wieczorek haben Tiere fotografiert, auch ganz aus der Nähe. Aber es sind heimische Insekten und Falter, die sie bei der Bestäubungsarbeit entdeckt und festgehalten haben. Exotische Wildtiere haben es auch Friedhelm Jacobs angetan.

Die Landschaft hat es Rudi Hauptvogel angetan und ist dafür bis nach Nepal gereist, im Berge, Gärten und Wasser zu fotografieren. Die heimische Landschaft ist das Thema von Florian Guggenbichler. Dazu steuert Gerald Plack Bilder von Trachtlern bei.

Lost Places könnte man die Fotografien von Günter Bolz nennen, der die ehemaligen Beelitzer Heilstätten, einem Militärhospital der sowjetischen Armee zu DDR-Zeiten entdeckte.

Fotografie erhalte für die Ewigkeit

Irschenbergs Bürgermeister Florian Pichler hob in seiner Ansprache hervor, dass Fotografie Realität abbilde. Neben, Tieren, Pflanzen, Natur und Gegenständen seien das auch Orte, die der Fotograf so für die Ewigkeit erhalte.

Einen besonderen Moment hat Stefanie Berndt mit ihrem Foto „Eclipse mit Drehmoment“ festgehalten, hier wird in der Finsternis ein Windkraftrotor sichtbar.
Technisch sind auch die Fotos von Michael Thalmaier, dessen Spezialität schnelle Motorräder sind.


Dagmar Schrötter. Foto: Petra Kurbjuhn

Mit der Technik arbeitet Dagmar Schrötter, die für ihre Arbeit „Donatello“ das Foto des Pferdekopfes eines Reiterstandbildes über die Fotografie eines Palazzos in Padua legte und damit ein spannendes Bild schuf.

Die Fotografien ohne Titel von Candida Schlichtung bestechen immer wieder durch den besonderen Blick der Fotokünstlerin, die das festhält, woran so mancher vorbeigehen würde.


Candida Schlichting. Foto: Petra Kurbjuhn

Sopi von Soproyi ergänzt die Ausstellung mit Fotografien von Menschen. Es sind Kinderporträts aus Senegal, die tiefe Einblicke in das Leben und Schicksal der Menschen geben.

Die Ausstellung ist bis zum 25. Oktober täglich von 15-19 Uhr, sowie am Sonntag, 25.10. von 11-16 Uhr geöffnet.

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