Radlergruppe

Kulturblitz „Kunst und Kultur“

An der Skulptur von Tony Cragg. Foto: privat

Wie nun schon seit 25 Jahren eingeführt, machte sich eine Radlergruppe aus fast allen Kommunen des Tegernseer Tales, darunter einige SPD-Gemeinderäte am 1. August auf den Weg, um den kulturellen Gegeben- und Besonderheiten im Tal nach zu spüren.

Der erste Weg führte vom Bahnhof Tegernsee ans nahe Olaf Gulbransson Museum. Dort berichtete die Kuratorin Sonja Still über die Entstehungsgeschichte. 1966 wurde der von gekannten Architekten Sepp Ruf geschaffene Bau eröffnet, der viele Werke aus dem Nachlass des bekannten Künstlers umfasst. In Folge wurde das Museum etappenweise erweitert und dient seither in wechselnden Ausstellungen der Präsentation anderer zeitgenössischer Künstler. In Aufarbeitung ist derzeit auch das Verhalten von Olaf Gulbransson in der NS-Zeit.

Nächster Halt war die evangelische Auferstehungskirche in Rottach-Egern. Dieser vom Sohn Olaf Andreas Gulbransson entworfene Kirchenbau wurde in all seinen Facetten vom Tegernseer Stadtrat Thomas Mandl erläutert.

Auf dem Weg nach Bad Wiessee führte die Route an der monumentalen Skulptur des britisch-deutschen Künstlers Tony Cragg in der Rottacher Ganghoferstrasse vorbei, bei der es nach eingehender Anschauung vielfältige Deutungsversuche gab, was damit dargestellt wird.

An der Bad Wiesseer Seeuferpromenade berichtete Gemeinderat Bernd Kuntze-Fechner über die wechselvolle Geschichte des Kurorchesters in Bad Wiessee und den Übergang mit #wiesseerocks neue musikalische Elemente in der Gästeunterhaltung zu etablieren. Auch dient die Bühne für sommerliche OpenAir-Kinodarbietungen.


Die SPD-Radlergruppe. Foto: privat

Zielpunkt der Rundfahrt was dann das Gmunder Jagerhaus. Hier erklärte die Kuratorin Pia von Miller sowohl die von ihr mitverantworteten Ausstellungen der gmundart, die über den Tre Lago Verbund auch an den Achen- und Gardasee ausstrahlt, wie auch insgesamt zum Ausstellungskonzept der Gmunder Heimatfreunde. Zu besichtigen gab es die zu der Zeit noch laufende Streetart-Fotografie Ausstellung von Achim Sperber.

Gemeinderat Johann Schmid ergänzte noch mit einem Bericht über die breiten musikalischen Aktivitäten in Gmund, Darunter vier Musikkapellen, ein Spielmannzugzug, sechs Chöre, verschiedene kleinere Formationen von Volksmusik bis Rock bis hin zum wöchentlichen Musikantenstammtisch im Gasthof Maximilian.

Nach weiterem Erkunden von Skulpturen des Gmunder Bildhauers Quirin Roth und des künstlerischen Gemeinschaftswerk mit der Partnerkommune Fauglia in der Eisenbahnunterführung der Seestrasse klang die Rundfahrt mit dem Besuch des Uferlos der Gmunder Vereine aus.

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