Inka Meyer

Highway to Health

Inka Meyer in „Highway to health“. Foto: S. Büttner & I. Meyer

Kabarett in Holzkirchen

Mit ihrem Programm „Highway to Health“ gastiert am Sonntag, 8. Februar um 18 Uhr Inka Meyer im KULTUR im Oberbräu Holzkirchen. Im Interview macht sie neugierig auf ihre hochkomische Odyssee durch das deutsche Gesundheitssystem. Mit dem Couponcode INKA25 sparen Sie 25 Prozent auf den Ticketpreis für den Kabarettabend.

MZ: Was hat Sie dazu bewogen, in einer Zeit politisch-gesellschaftlicher Umwälzungen ausgerechnet das Thema Gesundheit zum Inhalt Ihres Programms zu machen?

IM: Haben Sie auch eine Beitragserhöhung in Ihrer gesetzlichen Krankenkasse erhalten? Die Kassen sind schon lange in Schieflage – wie das deutsche Gesundheitssystem allgemein. Es pfeift aus dem allerletzten Loch und benötigt zwingend weitere Reformen. Friedrich Merz sagt, wir seien zu oft krank, das schade der Wirtschaft. Gut, aber die Arbeitnehmenden dieses Landes machen auch über eine Million Überstunden im Jahr. Wer weiß, vielleicht werden wir alle fitter, wenn wir, statt in unserer Freizeit zu arbeiten, uns mehr um unsere Gesundheit kümmern?

Übrigens, telefonische Krankmeldungen sollen auch abgeschafft werden. Welch famose Idee: Mit Grippe erstmal eine Runde durch das Wartezimmer zu drehen! Klar, wenn der Patient nicht zum Virus kommt, muss man das Virus zum Patienten tragen … Die steigenden Gesundheitskosten auch in der Pflege sind doch thematisch ein deprimierender Dauerbrenner in der Presse. Die künstlerische Herausforderung für mich bestand darin: Wie bekomme ich so ein Thema für alle meine Gäste witzig? Mit „allen“ meine ich auch die Privatversicherten. Diesem inhaltlichen Brocken habe ich mich gestellt und in einen spannend-fröhlichen Roadtrip verpackt, der mich bis nach Pommern führt. Meine Show gleicht einem chirurgischen Eingriff, einer „Inkavention“, die das körperliche und seelische Wohlbefinden aller Zuschauenden verbessern will!

Inka Meyer
Die Schaumgeborene. Foto: S. Büttner & I. Meyer

MZ: Sehen Sie sich als Ergänzung, Fortführung oder Konterpart eines Eckart von Hirschhausen?

IK: Wer ist das? Nein, Scherz. Eckart macht einen hervorragenden Job. Ob er noch aktiv als Künstler ist oder nicht – wir beide spielen doch in völlig unterschiedlichen Bereichen. Mit Theatern in der Größe von 50 bis 250 Plätze hat der TV-Showmaster von Hirschhausen sicherlich keine Berührung mehr. Eckart arbeitet vorzugsweise medizinisch-aufklärerisch. Ich erzähle auf der Bühne dagegen eine humoristische und obendrein ganz persönliche Geschichte. Tipps dürfen an dem Abend auch nicht fehlen. Was macht man z.B., wenn die Medikamente in der Therapie so stark den Darm angreifen, dass man durch den Flur flatuliert? Und die eigene Mutter einen empfängt mit: „Du kommst mir nicht ins Haus! Wir haben im Garten gedeckt!“ Ich verrate es erst im KiO in Holzkirchen …


Raumfahrt. Foto: S. Büttner & I. Meyer

MZ: Auffallend an Ihrem Pressetext ist der Wortwitz. Woher nehmen Sie diese treffenden Sprachwendungen?

IK: Sprache lag mir schon immer am Herzen. Vom Leistungskurs Deutsch bis hin zum Studium in Kommunikationsdesign: Ich beschäftige mich mein ganzes Leben lang mit Sprache. Nur was macht man, wenn einem wegen zahlreicher Nebenwirkungen durch Medikamente das Hirn Streiche bei der Aussprache spielt? Dank Forrest Gump wissen wir aber: Nicht nur unser Hirn, auch das Leben als Ganzes ist und bleibt eine „Prachtel Schalinen“!

MZ: Mit Philipp Weber geben Sie Bücher heraus, sind studierte Designerin, wie ergänzen sich die beiden Professionen?

IK: Das Designstudio habe ich vor einigen Jahren an den Nagel gehängt – und gegen eine Garderobe getauscht. Ich stehe in erster Linie auf deutschen Bühnen. Und um das weiterhin zu gewährleisten, schreibe ich mir selbst Kabarettprogramme. Und da ist der Schritt zum Buch nicht fern. Unser neuestes Werk „KUNST ESSEN – Kochrezepte inspiriert von großen Meisterwerken“ erschienen im Deutschen Kunstverlag feiert in Bälde seine erste große Präsentation. Wer Lust und Zeit hat: Am 12. März zeige ich zusammen mit Philipp Weber und dem Koch Marc Christian im Münchner CafédotKom eine Live-Show, die die drei „K’s“ miteinander verbindet: Kunst, Kulinarik und Kabarett. Obendrein darf man an den Wänden die Buchfotografien in Großformat begutachten. Wir wollen in diesen Krisenzeiten Lust machen auf Kultur- und Museumsbesuche, kreatives Kochen und auf Kunst in all ihren Facetten: sei es an der Leinwand, mit dem Fotoapparat, am Herd oder auf ganz andere ART.


Raumfahrt. Foto: S. Büttner & I. Meyer

MZ: Und sie spielen Blockflöte und umgedrehtes Cello. Auch in Holzkirchen?

IK: Das wüsste ich! … Nein, kleiner Scherz, im KiO, wo ich schon dreimal mit früheren Programmen gastieren durfte, konzentriere ich mich allein auf die Sprache. Im Gepäck habe ich meine humoristische Reiseapotheke dabei, frei nach dem Motto: „Wenn ihr selbst nichts zu lachen habt, dann lacht über mich!“ Aber Vorsicht: Lachen ist hochansteckend!

Inka Meyer: „Highway to Health“ am 8.2. 2026 um 18 Uhr im KULTUR im Oberbräu Holzkirchen. Unsere Leserinnen und Leser erhalten 25 Prozent Rabat. Einfach INKA25 bei der Ticketbestellung auf kio-events.de unter Coupons eingeben.

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