Herbert Beck in Rottach

92 Jahre alt wäre Herbert Beck am 29. Januar 2012 geworden. Zu diesem Anlass widmet die Galerie Hyna in der Rottacher Seestraße dem großen Maler, der im Dezember 2010 verstarb, eine kleine, aber feine Ausstellung.

Und Herbert Beck war präsent. Zum einen in seinen beeindruckenden Bildern, die mit ihrer Leuchtkraft den Betrachter fröhlich stimmen, aber auch in einem Film, den Christoph Münstermann und Stephan Gerz im Auftrag seines Sohnes Michael von der Galerie Beck&Eggeling im Jahr 2009 drehten.

So hatte der Kunstfreund Gelegenheit, dem Meister im blauen Malerkittel beim Malen seiner Aquarellbilder über die Schulter zu schauen, Zeuge zu werden, wie er den Pinsel im Schwung über das Papier führt, wie er mit den Fingern die Farben verwischt, das Bild erklärt und signiert. Beck war berühmt für die Strahlkraft, die er aus Aquarellfarben hervorzauberte, nachdem er wegen einer Vergiftung keine Ölfarben mehr verwenden durfte. Diese für Aquarelle ungewöhnliche Farbigkeit machen seine Bilder von Blumen, Landschaften und Figuren, zunehmend abstrahiert, zu Zeugnissen seiner künstlerischen Größe. Die Köpfen, die er in seinen letzten Schaffensjahren schuf, sind von ganz besonderer Ausdruckskraft.

Und der Kunstfreund durfte auch die Entstehung der zauberhaften Miniaturen, von denen zahlreiche in der Galerie Hyna hängen, im Film miterleben. „Es ist meine Eigenart, dass ich den Pinsel an Blättern abstreiche, ohne dass ich hinschaue, welche Farbe draufkommt“, erklärt Herbert Beck im Film, „da entstehen unbeabsichtigt Klänge.“ Später dann nimmt der Künstler diese „Abfallblätter“ her, und lässt spielerisch ein Passepartout darübergleiten, so lange, bis er eine Komposition entdeckt, die ihn anspricht. Dieses Segment schneidet er aus, fügt eventuell zeichnerisch noch figurative Elemente hinzu und fertig ist seine Miniatur. „Da finde ich verrückte Farbigkeit“, sagt Herbert Beck in der Aufzeichnung, „das ist ein Geschenk für mich.“

Und es ist ein Geschenk für die Besucher, die sich zu dieser Geburtstagsfeier in der Galerie Hyna mit Gisela Beck und Tochter Claudia getroffen haben. Im Gedenken an den großen Künstler, der nach dem Krieg aus Leipzig an den Tegernsee kam und das künstlerische Leben im Tegernseer Tal über viele Jahrzehnte prägte und mitgestaltete. Seine floralen Farbkompositionen, seine figurativen Bilder und seine abstrahierten Landschaften sind neben den Miniaturen noch etwa zwei Wochen in der Galerie Hyna zu sehen.

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